Dramatische Lage

25. Oktober 2012 02:49; Akt: 18.01.2013 14:13 Print

Die Menschen in Mali brauchen Hilfe

Nach einem Militärputsch haben Islamisten den Norden von Mali erobert und Tausende von Menschen vertrieben. Für die Flüchtlinge sei die Situation gravierend, sagt Peter Maurer, Präsident des IKRK.

storybild

Flüchtlinge warten in Timbuktu auf eine Mitfahrgelegenheit, um in den Süden von Mali zu fliehen. (Archivbild)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, hat vor einer Verschlechterung der humanitären Lage in Mali gewarnt. Die Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen sei gravierend, sagte Maurer nach einer dreitägigen Reise durch die Region.

Die Menschen aus dem Norden Malis, die vor dem Konflikt in den Süden geflüchtet sind, seien dringend auf Hilfe angewiesen, sagte Maurer laut einer Mitteilung des IKRK vom Mittwoch. Die Menschen, die in Niger, Burkina Faso oder Algerien Schutz suchten, bräuchten dringend Nahrung, Trinkwasser und medizinische Versorgung.

Der IKRK-Chef besuchte Niamey und Agadez in Niger, wo die Organisation den grössten Teil der Hilfe leistet. Danach reiste er in die malische Hauptstadt Bamako und nach Mopti weiter, wo er ein Gesundheitszentrum eröffnete.

Auch mit Behördenvertretern aus Niger und Mali traf Maurer zusammen, um den aktuellen Konflikt und die Hungersnöte der vergangenen Jahre zu besprechen. Der IKRK-Präsident stattete zudem den lokalen Vertretungen des Roten Kreuzes in Mali und Niger einen Besuch ab.

Maurer bekräftigte dabei das «Engagement des IKRK für die betroffene Bevölkerung, besonders im Norden Malis». Ausserdem wiederholte er den Spendenaufruf zugunsten der Menschen in der Sahel- Zone vom vergangenen September. Das IKRK verteilt seit Juli im Norden Malis Lebensmittel und Medikamente an die Bevölkerung.

Konflikt im März eskaliert

Der Konflikt in Mali war im März eskaliert, als meuternde Soldaten bei einem Militärputsch den Präsidenten gestürzt hatten. Kurz darauf eroberten militante Islamisten gemeinsam mit Tuareg-Rebellen den Norden des Landes.

Anschliessend vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen aus den meisten grossen Städten und führten das islamische Recht der Scharia ein. Das Gebiet, das die Rebellen für sich beanspruchen und das sie «Azawad» nennen, reicht von den Grenzen zu Algerien und Niger bis zum Fluss Niger, der ausserhalb von Timbuktu verläuft.


Der Kampf gegen die Islamisten


(Quelle: YouTube/ARD)

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lehrer am 25.10.2012 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    mali hat viele rohstoffe

    Gold, Phosphate, Kaolin, Salz, Kalkstein, Uran, Bauxit, Eisenerz, , Baumwolle und man vermütet auch Erdöl

  • P. Muster am 25.10.2012 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Problem

    Ich bin nicht religiös. Interessant ist aber zu sehen, dass Länder mit Islam als Religion, welcher notabene ca. 600 Jahre jünger ist als da Christentum, auch Mental ca. 600 Jahre hinterher hinken und dadurch nie auf einen Grünen Zweig kommen. Alleine im Christentum ist solch ein Mechanismus sichtbar. Alle katholischen und orthodoxen Länder stehen wirtschaftlich und finanziell schlechter da, als reformierte Länder. Diese Religionen haben jeweils das persönliche Verhalten und die Tugenden der Menschen beeinflusst und damit auch die Wirtschaft und den Wohlstand.

Die neusten Leser-Kommentare

  • lehrer am 25.10.2012 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    mali hat viele rohstoffe

    Gold, Phosphate, Kaolin, Salz, Kalkstein, Uran, Bauxit, Eisenerz, , Baumwolle und man vermütet auch Erdöl

  • P. Muster am 25.10.2012 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Problem

    Ich bin nicht religiös. Interessant ist aber zu sehen, dass Länder mit Islam als Religion, welcher notabene ca. 600 Jahre jünger ist als da Christentum, auch Mental ca. 600 Jahre hinterher hinken und dadurch nie auf einen Grünen Zweig kommen. Alleine im Christentum ist solch ein Mechanismus sichtbar. Alle katholischen und orthodoxen Länder stehen wirtschaftlich und finanziell schlechter da, als reformierte Länder. Diese Religionen haben jeweils das persönliche Verhalten und die Tugenden der Menschen beeinflusst und damit auch die Wirtschaft und den Wohlstand.