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Atomdebatte
06. April 2011 14:33; Akt: 06.04.2011 15:09 Print
Vorarlberg will gegen Schweizer AKW vorgehen
Das österreichische Bundesland überlegt sich rechtliche Schritte gegen Atomkraftwerke in der Schweiz und in Deutschland. Politiker fordern einen europaweiten AKW-Ausstieg.

Das Kernkraftwerk in Goesgen. (Bild: Keystone)
Der Vorarlberger Regierungschef Herbert Sausgruber sagte: «Ich habe nicht den Eindruck, dass sich auf der Ebene des Schweizer Bundesrats das Musikgehör geändert hat.» Es seien alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um die Vorarlberger Argumente - die einen Ausstieg aus der Atomkraft vorsehen - in die Praxis umzusetzen, erklärte der konservative Regierungschef.
Infografik Radioaktive Wolke über EuropaSo läuft eine Kernschmelze abDer Super-GAU von TschernobylDer Kampf gegen den Super-GAUKatastrophe in JapanAtommüll in EuropaUmwelt-KatastrophenDer Vorarlberger Landtag widmete sich am Mittwochvormittag beinahe ausschliesslich dem Atomausstieg und der energiepolitische Wende. Einstimmig verabschiedeten die Abgeordneten eine Aufforderung an die österreichische Bundesregierung, die Europäische Kommission und das Europäische Parlament sowie den Bundesrat.
«Europaweiten Ausstieg vorantreiben»
Die Resolution verlangt unter anderem, im Sinne einer sicheren und zukunftsfähigen Energieversorgung «den europaweiten Ausstieg aus dem Betrieb von Kernkraftwerken und der Nutzung der Kernenergie mit allen politischen, juristischen und völkerrechtlichen Mitteln voranzutreiben».
Die Ablehnung der Atomenergie sei angesichts der Katastrophe in Japan in eine neue Phase gekommen, «auch in unserer Nachbarschaft», sagte Sausgruber. Man werde allerdings sehen müssen, wie sich die Meinungen in der Schweiz und in Deutschland entwickelten.
Vorarlberg werde seine ablehnende Haltung weiter klar zum Ausdruck bringen, «wir haben ein gutes Recht dazu», betonte der Landeshauptmann. Auch Johannes Rauch, der Fraktionschef der Grünen im Landtag, erklärte, man müsse der Schweiz klarmachen, dass man nicht länger bereit sei, ihre Atompolitik zu akzeptieren.
(sda)






















