Insel-Streit

04. November 2012 09:59; Akt: 04.11.2012 10:34 Print

China stichelt gegen Japan

Chinesische Schiffe sind ins japanische Hoheitsgewässer eingedrungen. Die vier Boote wurden in der Nähe des von Japan, China und Taiwan beanspruchten Archipels im Ostchinesischen Meer gesehen.

Bildstrecke im Grossformat »
Seit Wochen demonstriert die Bevölkerung in Japan und China hochemotional für die Vorherrschaft über eine kleine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Hier ist das Objekt der Begierde: Die aus chinesischer Sicht. Eine karge unwirtliche Inselgruppe. Die beiden Länder streiten bereits seit über hundert Jahren um die Vorherrschaft über die Eilande. zum ersten Mal durch chinesische Seeleute beschrieben. dargestellt. . und errichtet eine Fabrik. Diese ist bis 1940 in Betrieb, sie wurde während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs geschlossen. hatten den Friedensvertrag nicht unterschrieben, erklärten sich somit nicht mit dem Besitzanspruch einverstanden. und zahlte eine jährliche Pacht in Höhe von 11 000 US-Dollar an Yoshitsugu Koga, den Sohn von ebendem Tatsushiro Koga, der die Inseln um 1900 erworben hatte (siehe Bild 6). Danach blieb es lange ruhig um die Inselgruppe, bis ... ... in den Jahren , nutzten sie aber noch bis 1978 für militärische Übungen. von Kunitatsu. , was zu einer diplomatischen Krise führt. Ab . Am jeweils einmal, mindestens einmal absichtlich. Die Japaner verhaften darauf den Kapitän des Fischerboots und halten ihn bis zum 25. September fest. Dies führt erneut zu einer schweren diplomatischen Krise, während der die USA Japan ihrer Unterstützung versichern. Im . Sie nennt auch gleich den Preis: umgerechnet rund 23.6 Millionen Franken (2 Milliarden Yen). Als Begründung für den plötzlichen Entscheid gab die Regierung an, sie habe verhindern wollen, dass die Tokioter Präfekturregierung die Inseln kauft. Nur so könne man gewährleisten, dass die Inselgruppe auf friedliche und stabile Weise kontrolliert wird. Die an. Zudem zur Observation in die Gewässer rund um die Inseln, zuletzt am 14. September 2012 (Bild). Daraufhin gibt der japanische ergreifen, um die Sicherheit der Inseln zu gewährleisten. den Betrieb - so zum Beispiel Canon, Panasonic, Honda, Mazda, Nissan, Fast Retailing, Seven & I Holdings und Æon. Klar ist, dass es beim Streit um die Inselgruppe nicht um die Inseln selbst geht. Vielmehr sind die , um von innenpolitischen Problemen abzulenken. . innerhalb der Führungselite gebeutelt, während gleichzeitig ein heikler Generationenwechsel ansteht. Doch wirtschaftliche Aspekte und die Unterstützung der Regierungen erklären noch nicht die aufgerissen werden. Um das zu verstehen, muss man noch weiter in der Geschichte zurückblicken. Es geht um die vielen Kriege, die das japanische und das chinesische Kaiserreich miteinander ausgefochten hatten. Vor allem im (1937-45) wüteten die Japaner auf unmenschlichste Weise in Ostchina. Während der jüngsten japanischen Invasion in China (1937-45) fanden . Diese . Und so wird der Streit um die Inselgruppe im Ostchinesischen Meer wohl werden. Vor der zwischen Japan, China und Taiwan umstrittenen Inselgruppe im Südchinesischen Meer hat es am Donnerstag, 24. Januar, erneut einen Zwischenfall gegeben. Die japanische Küstenwache setzte nach eigenen Angaben Wasserwerfer gegen ein Schiff mit taiwanesischen Aktivisten ein, das zu der Inselgruppe vordringen wollte.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Chinesische Schiffe sind erneut in japanische Hoheitsgewässer um eine zwischen Japan und China umstrittene Inselgruppe im Ostchinesischen Meer eingedrungen. Die vier Schiffe seien am Sonntag in der Nähe der Insel Uotsuri gesichtet worden, teilte die japanische Küstenwache mit.

Uotsuri gehört zu dem Archipel, der in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird. Bereits am Freitag waren nach japanischen Angaben mehrere chinesische Schiffe in dem Gebiet gekreuzt. Japan und China streiten seit Wochen offen um die unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer.

Viele Fische, Erdöl und Erdgas

Der kleine Archipel befindet sich etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt. Er liegt strategisch günstig in fischreichen Gewässern, zudem werden in der Umgebung grössere Erdöl- und Erdgas- Vorkommen auf dem Meeresgrund vermutet.

Ausgelöst wurden die Spannungen Anfang September dadurch, dass die japanische Regierung beschloss, mehrere der Inseln aus japanischem Privatbesitz zu kaufen. Der Streit entwickelte sich zu einer diplomatischen Krise.

(sda)