Explosion und Erdbeben

08. September 2014 02:07; Akt: 08.09.2014 08:30 Print

Nicaraguas Hauptstadt von Meteorit getroffen

Ein Meteorit ist auf dem Gebiet von Managua eingeschlagen. Anwohner hörten einen lauten Knall und verliessen aus Angst vor einem Erdbeben ihre Wohnungen.

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Wie durch ein Wunder wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag in der Nähe des internationalen Flughafens der Millionenstadt, wie Behördenvertreter am Sonntag mitteilten.

Die Erschütterungen waren so stark, dass sie von Messinstrumenten der Erdbebenwarte aufgezeichnet wurden. Mehrere hundert Menschen verliessen ihre Wohnungen, weil sie glaubten, es handle sich um ein Erdbeben. Wissenschaftler des Geophysischen Instituts (Ineter) bestätigten am Sonntag gegenüber der Zeitung «La Prensa», dass es sich um einen Meteoriten gehandelt habe.

Mögliche Verletzte

Der Krater habe einen Durchmesser von 12 Metern und sei 5,5 Meter tief, wie Wilfredo Strauss von der Erdbebenwarte sagte. «Wir sind sicher, dass er von einem Meteoriten stammt.»

Auf den Messinstrumenten des Instituts seien «zwei Wellen» verzeichnet worden: eine kleinere von der durch den Einschlag ausgelösten Erschütterung und eine stärkere vom Knall. Es sei noch unklar, ob der Meteorit komplett verbrannt oder in den Boden eingedrungen sei, sagte ein weiterer Behördenvertreter. Die Regierung will sich mit US-Geologen über den Vorfall austauschen.

Anwohner am Einschlagort in einem Wäldchen berichteten, sie hätten an eine Explosion geglaubt. Flüssigkeit, Sand und Staub seien in die Luft geschleudert worden, dann habe es nach etwas Verbranntem gerochen. Angaben zu möglichen Verletzten gab es nicht.

Der Meteorit sei in einem Winkel von etwa 50 Grad eingeschlagen. Es wurde keine Lichterscheinung beobachtet. Jährlich werden weltweit etwa fünf Meteoritenfälle pro Jahr verzeichnet.

(sda)