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«Liebe Schwester Beate»
18. November 2012 17:12; Akt: 18.11.2012 17:24 Print
Post von Breivik für Zschäpe
Der Massenmörder Anders Breivik hat im Mai der mutmasslichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe einen Brief geschrieben. Darin forderte er sie dazu auf, ihren Prozess für rechtsextreme Propaganda zu nutzen.
Es ist ein langer Brief, den Anders Breivik der mutmasslichen Terroristin des «Nationalsozialistische Untergrunds» (NSU) Beate Zschäpe im Mai geschrieben hat. Die drei Seiten, die der norwegische Massenmörder ins Gefängnis Köln-Ossendorf schickte, beginnen mit «liebe Schwester Beate». Das Schreiben war damals von der Justiz beschlagnahmt worden und der Deutschen nie zugestellt. Nun wurde durch ein Bericht des «Spiegel Online» der Inhalt des Schreibens bekannt.
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Die Menge singt gegen Breivik
Breivik im Blitzlichtgewitter
Breivik empfahl Zschäpe, ihre «politischen Motive» kundzutun. Wenn klar werde, dass sie tatsächlich eine militante Nationalistin sei, werde sie zur «mutigen Heldin des nationalistischen Widerstands, die alles getan und geopfert hat, um den Multikulturalismus und die Islamisierung Deutschlands zu stoppen». Breivik lobt in seinem Brief die rassistische Mordserie des NSU. Dabei seien er und Zschäpe «Märtyrer der konservativen Revolution und sollten extrem stolz auf unser Opfer und unsere Mühen sein».
Besondere Schwere der Schuld bei Zschäpe
Im laufenden Prozess gegen Beate Zschäpe schliesst Generalbundesanwalt Harald Range eine besondere Schwere der Schuld bei der mutmasslichen NSU-Terroristin nicht aus. «Angesichts des Anklagevorwurfs» stehe diese Frage «natürlich im Raum», sagte Range im Interview des Nachrichtenmagazins «Spiegel». Zschäpe habe alle Morde mitgetragen.
Der NSU, dem neben den verstorbenen Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die angeklagte Zschäpe angehört habe, habe «alles gemeinsam geplant, organisiert und letztendlich durchgeführt». Als Drahtzieherin bezeichnete Range Zschäpe dagegen nicht ausdrücklich: Seine Überzeugung sei, dass sie «gleichrangig agierte». Der Generalbundesanwalt äusserte sich im am Sonntag veröffentlichtem Gespräch auch zu einer möglichen Sicherungsverwahrung für Zschäpe: «Wir haben in der Anklageschrift dargelegt, dass die formellen Voraussetzungen für die Sicherungsverwahrung vorliegen.»
Zschäpes Anwalt bestreitet die Vorwürfe
Zschäpes Anwalt, Wolfgang Heer, bestreitet dagegen die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft. Dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) sagte Heer: «Wir halten schon jetzt die Hypothese der Bundesanwaltschaft, Frau Zschäpe sei Mittäterin, für äusserst gewagt und gehen davon aus, dass diese Hypothese nicht bestätigt werden wird.»
In dem Interview bestreitet Heer ausserdem, dass sich seine Mandantin in der Nähe der Tatorte aufgehalten habe. «Nach unseren Informationen war Beate Zschäpe an keinem Tatort und auch nicht in der Nähe des Tatortes zugegen.» Damit widerspricht Heer der Darstellung der Bundesanwaltschaft. Heer kündigte an, seiner Mandantin zu raten, weiterhin «keine Angaben zur Sache zu machen, also zu schweigen.»
(kle/dapd)
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Alle 21 Kommentare

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verstehen
wenn diese menschen gestorben sind, werden sie erst erfahren was sie angerichted haben, es steht uns nicht zu, zu verurteilen, wir müssen es als ganzes verstehen! als ein lernen, als erfahrung sammeln! jeder mensch hat seine schwächen und macht fehler aus denen er lernen muss, manchmal geschieht diese erkenntnis noch während des aktuellen daseins, manchmal erst danach. doch seit beruhigt, die erkenntnis des fehlhandelns wird kommen! und sie wird schmerzlich und traurig für den verursacher. also kümmert euch um eure verfehlungen, erkennt sie und lernt daraus! das ist für euch wichtiger
Hört doch auf!!
Liebe Medien berichtet doch nicht noch weiter über diesen Typen! Genau das will er ja. Ignorieren, weglassen, in die Vergessenheit verbannen ist das einzig Richtige!!
aha..
und warum haben sie den artikel dann gelesen ?
Bei Wasser und Brot!
Gar keine Berichterstattungen mehr!! Keine Kameras mehr bei den Prozessen. Es gibt ja immer Nachahmer. Keine Briefe mehr abschicken. Rein gar nichts mehr. Solchen Deppen sollte man NIE mehr eine Plattform bieten. Einfach einbuchten bei Wasser und Brot und vergessen! Kein Fitnessgerät, kein TV, PC etc.Keine Kontakte, nach innen und aussen! Aber dann stehen ja gleich die Lieben und Netten wieder auf der Matte, weil es nicht menschenwürdig ist.
Genau!
Bin gleicher Meinung!
Meine Rede! Absolut richtig.
Das spricht mir aus dem Herzen! WENN man solche Täter einmal hat, kann man sie nur dadurch komplett in der Senke verschwinden lassen, wenn man sie aus allen Medien streicht. So wie es heute gemacht wird gibt es tausende Beispiele, wie aus dem Täter plötzlich ein fadenscheiniges Opfer wird. Damit werden die eigentlichen Opfer gerade noch einmal bestraft und verhöhnt.
Dito!
Hätt ich besser nicht sagen können!
Falsch
Vergessen ist das Schlüsselwort. Ich stimme zu, dass man Breivik keine Plattform bieten darf, doch wegsperren und vergessen ist eine Art der Verdrängung. Extremismus ist ein grosses Problem, das man lösen muss und nicht verdrängen soll.
das ist...
genau meine meinung!!
@O.C. falsch verstanden
@o.c. ich rede von dieser bestie, nicht von extremismus an sich! dies muss klar diskutiert werden, aber nicht in verbindung mit solchen monstern! man sollte nur noch erfahren, dass sie sicher lebenslänglich eingebuchtet, resp. verwahrt werden.
Verdrängung ist weit davon entfernt...
Niemand will hier was verdrängen. Durch die in Vergessenheit geratene Identität und Taten dieser Person hätten wir ihn aufgehalten, was wiederum das Problem lösen wird. Berichte der Medien bringen den Kerl einen Schritt weiter. Im wieder Umkehrschluss liegt sein Versagen und Sieg in unseren Händen. Wenn die Taten nicht für interessantes Gesprächsstoff sorgen würden, gäbe es keine Täter, die Hoffnung hätten die Welt zu ändern! Das ist die einzige Lösung, welche langfristig hält!