Welle der Gewalt

12. Oktober 2011 09:32; Akt: 12.10.2011 13:48 Print

Serie von Anschlägen im IrakSerie von Anschlägen im Irak

Extremisten haben in der irakischen Hauptstadt Bagdad Bombenanschläge auf Polizisten verübt und mindestens 25 Menschen getötet. Bei der schwersten Attacke, im Süden, kamen 13 Personen ums Leben.

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In Bagdad dreht sich die Gewaltspirale weiter. Zum schwersten Anschlag kam es in Karradah im Süden der Hauptstadt, wo ein Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz in einem Auto vor einer Wache zündete. 13 Menschen kamen ums Leben, weitere 25 wurden verletzt.

Auch im schiitisch dominierten Stadtteil Hurrijah wurde ein Polizeirevier Ziel eines Selbstmordanschlags. Neun Menschen wurden getötet, wie aus Polizeikreisen verlautete. 27 weitere wurden verletzt. Der Anschlag in Hurrijah galt als ungewöhnlich, weil er eine Hochburg des schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr bildet und fast vollständig von hohen Mauern umgeben ist. Die vier Eingänge werden von irakischen Soldaten bewacht.

Bei beiden Anschlägen zündeten die Attentäter ihre Sprengsätze vor den Eingängen der Reviere. Augenzeugen sprachen von schrecklichen Szenen, als die Verletzten versuchten, sich in Sicherheit zu bringen.

Kein Bekennerschreiben

Im Westen der Hauptstadt detonierte in der Nähe einer Wache eine Bombe am Strassenrand und tötete zwei Polizisten. Fünf Beamte wurden verletzt. Ein weiterer Sprengsatz richtete sich gegen eine Polizeipatrouille in dem Gebiet. Ein Zivilist wurde getötet, fünf weitere erlitten Verletzungen. Bei einem anderen Bombenanschlag wurden drei Menschen verletzt.

Zu den Anschlägen bekannte sich niemand, der Verdacht fiel jedoch auf sunnitische Gruppen wie die Al-Kaida im Irak. Der Militärsprecher in Bagdad, Kassim al Mussawi, machte die Al-Kaida für die Anschläge verantwortlich. Die Organisation wolle demonstrieren, dass sie immer noch aktiv sei, erklärte er. Die Polizei gilt als schwächste Abteilung der irakischen Sicherheitskräfte.

(dapd)