13'000 Jobs in Wisconsin

27. Juli 2017 04:13; Akt: 27.07.2017 04:42 Print

iPhone-Produzent baut in den USA – dank Trump?

Dass das taiwanesische Unternehmen Foxconn in den USA bis zu 13'000 Jobs schaffen will, habe direkt mit seiner Präsidentschaft zu tun, behauptet Donald Trump.

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Das taiwanesische Elektronik-Unternehmen Foxconn plant Grosses in Wisconsin: Bis zu 13'000 Jobs sollen dort in einer neuen Fabrik entstehen. US-Präsident Trump lobt die Investition – und kennt auch den Grund der Zuversicht Foxconns in die US-Wirtschaft.

Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump haben die Pläne des taiwanesischen Elektronik-Auftragsfertigers Foxconn, eine neue Fabrik im US-Staat Wisconsin zu bauen, direkt mit seiner Präsidentschaft zu tun. «Wenn ich nicht gewählt worden wäre, würde er definitiv keine 10 Milliarden Dollar ausgeben», sagte Trump am Mittwoch über Foxconn-Chef Terry Gou. «Wir werden einige sehr, sehr herrliche Jahrzehnte haben.» Dies sei ein grossartiger Tag für alle, die an die Marke «Made in the USA» glaubten, so Trump.

Wisconsin verspricht drei Milliarden

Foxconn ist hauptsächlich dafür bekannt, für den US-Technikriesen Apple iPhones in China zusammenzubauen. Das Unternehmen hatte angekündigt, in Wisconsin eine neue Fabrik zu errichten, in der LCD-Bildschirme angefertigt werden sollen. In der Fabrik sollen zu Beginn rund 3000 Arbeitsstellen entstehen, später könnten es bis zu 13'000 werden. Die Fabrik soll 2020 eröffnet werden. Dass Foxconn eine Produktionsstätte in den USA errichten möchte, ist bereits länger bekannt.

Der US-Staat Wisconsin hatte dem Elektronik-Riesen zudem finanzielle Anreize gegeben: Drei Milliarden Dollar an staatlicher Hilfe ausgezahlt über 15 Jahre – sollte Foxconn 13'000 Arbeitsplätze schaffen und den Angestellten ein durchschnittliches Jahresgehalt von 54'000 Dollar zahlen. Wisconsin erholt sich derzeit noch von der Schliessung einer General-Motors-Fabrik. Insgesamt hatten sich sieben US-Staaten um den Zuschlag für die Produktionsstätte beworben.

Kushner führte Verhandlungen

Im Weissen Haus waren die Verhandlungen zur Foxconn-Fabrik hauptsächlich von Trump-Berater und Schwiegersohn Jared Kushner geführt worden. Auch Trump traf sich selbst mit Foxconn-Chef Gou, der Trump am Mittwoch bei der Verkündung des Deals beglückwünschte und mit Blick auf das US-Wappentier, den Weisskopfseeadler, sagte: «Herr Präsident, der Adler fliegt.»

Kritiker bemängelten, dass Foxconn bereits früher Versprechen gegenüber den USA gemacht und diese nicht eingehalten habe. 2013 kündigte die Technikfirma an, 30 Millionen Dollar in eine Fabrik in Pennsylvania zu investieren und 500 Arbeiter einzustellen – was aber nie umgesetzt wurde.

(chk/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sven E. am 27.07.2017 05:26 Report Diesen Beitrag melden

    Bleib am Boden, Donald!

    Foxconn hat schon im vergangenen Jahr angekuendigt, diese Fabrik bauen zu wollen. Die Vorbereitungsarbeiten reichen 2 Jahre zurueck. Der Deal wurde wahrscheinlich mit horrenden Steuerermaessigungen erkauft und schlussendlich entstehen Mindestlohn-Jobs an Fliessbaendern. Zu wenig, um zu leben, zu viel um zu sterben.

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  • Frank am 27.07.2017 05:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel Glück

    Wir werden sehen wie das laufen wird. Ca 2004 Hatte Nokia in Deutschland auch eine Fabrik mit deutschen Fördergeldern gebaut. Nach beendingung der Laufzeit, wurde das Werk geschlossen, alle entlassen und ein Neues in Rumänien gebaut. Jetzt bezahlt Wisconsin volle 3 Milliarden. Wer den Konzern kennt, weiss das die auch nicht wirklich große Menschenfreunde sind. Aber wer weiss... Kann sein das Trumpel in seiner Göttlichkeit, Foxcon über Nacht zur Tugend bekehrt hat....

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  • Robert am 27.07.2017 05:28 Report Diesen Beitrag melden

    Subventionen

    3 Mrd über 15 Jahre. Tja, Mr. Trump lässt seine Wählerschaft gerne tief ins Portemonnaie greifen, damit er einen Erfolg vorweisen kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dagobert am 27.07.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Betrug am Volk

    3Mia/15Jahre=200Mio/Jahr 200Mio/3000Personen=66'000 Zugesichertes Jahressalär ist kleiner... da würde es sich lohnen ein Grundeinkommen zu zahlen... wäre günstiger! Hab schon immer gewusst, dass Trump ein verkappter Sozi ist!

  • Broetli am 27.07.2017 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein Donald

    Der Entscheid wird wohl eher unter Obama gefallen sein. Zudem 3 Milliarden Subventionen für ein gigantisches Unternehmen?

  • Mk am 27.07.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trumphater

    Es läuft nicht gut für die Trumphater, die Russenhacks können nicht bewiesen werden, im Gegenteil sie verlaufen immer wieder im Sand. Entgegen der Behauptungen der Trumphater knackt die US Börse einen Rekord nach dem anderen, plötzlich melden ein Konzern nach dem anderen an, Produktionstätten in die USA zu verlagern, oder zu erhalten usw. Da nützten auch die haltlosen Behauptungen, das wäre Obama zu verdanken nichts mehr:) Ps. Zu den von "Obama geschaffen" Arbeitsplätze in den USA: schaut euch das genauer an, es sind befristete Teilzeitstellen im Niedriglohnsektor:) nichts Nachhaltiges!

    • Mary J am 27.07.2017 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      Realistisch??

      Wenn ich 3 Mia auf 15 Jahre an Zuschüssen erhalten würde, ginge ich auch in die USA!!! Glauben Sie Foxconn würde freiwillig 54k im Jahr bezahlen? Viel Spass in Ihrer rosa Blase!!

    • P.H. am 27.07.2017 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mk

      Sie leben wohl auf einem ganz anderen Planeten. Aber wirklich alles was Sie hier erzählen ist komplett das Gegenteil von dem was in Wirklichkeit passiert.

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  • Simba74 am 27.07.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ha!

    er hats angekündigt und die Firmen reagieren. Trumpkritiker wo seid ihr??

    • Abwarten und Nachdenken am 27.07.2017 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      Du machst Witze oder?

      Der Deal wurde vor Jahren von der Obamaregierung in die Wege geleitet. Ob die Trumptruppe da was verbessert hat ist fraglich. Ob was draus wird auch.

    • Patric Hurschler am 27.07.2017 13:51 Report Diesen Beitrag melden

      Hier du Troll !!!

      Lieber Simba, wenn Du den Artikel richtig lesen würdest kannst Du Dir vorstellen wer schlussendlich die Zeche für diesen Deal zahlt. Nämlich der Arbeiter und alle anderen Steuerzahler. 3 MRD Dollar auf 15 Jahre. Das sind sage und schreibe 200 Mio pro Jahr. Denke mal da legt der Staat mehr drauf als er an Steuern einnehmen wird. Bestes Beispiel Alstom in Birr, Nokia in Deutschland, Siemens Handysparte, etc. etc.

    • Simba74 am 27.07.2017 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patric Hurschler

      es geht darum Schritt für Schritt Arbeit hierherzuführen. Deine Kleider sid zu 99% aus China. Toll nicht?!

    • wersglaubt am 27.07.2017 15:58 Report Diesen Beitrag melden

      Bedenklich

      Die von Trump auch! Toll nicht? Wenn alle in der USA produzieren müssen ausser seiner Familie, haben wir eine Wettbewerbsverzerrung vom Feinsten und alles fliesst in die Taschen von Trump. Ihr Trumplemminge habt es immer noch nicht geschnallt.

    • Das ABC am 27.07.2017 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simba74

      Wer jetzt noch denkt, dass sich solche Fabrik Jobs in der Zukunft auszahlen werden lebt wohl noch im 18. Jahrhundert. Wenn man Jobs in die USA verlagert, werden die Amerikaner in spätestens 10 Jahren von Maschinen ersetzt. Der einzige Grund warum man immer noch auf Handarbeit setzt ist, weil es in China spottbillig ist! Ich wünsche jedem Befürworter viel Glück wenn er in Zukunft noch weniger Kaufkraft hat. Trump macht Amerika wieder zu einem Entwicklungsland indem er solche Jobs herholt.

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  • Jan H. am 27.07.2017 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Apple

    Wieso fällt bei Thema Foxconn nur immer der Firmenname Apple? Apple macht nur etwa 40% des Auftragvolumens aus. Foxconn produziert auch für Acer, Amazon, Dell, HP, Intel, Microsoft, Motorola, Nintendo, Nokia, Sony Samsung und Toshiba. Man kann die Verantwortung also nicht immer nur auf Apple abwälzen.

    • Hänschen am 27.07.2017 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan H.

      Was heisst hier "nur" 40%?!

    • P.H. am 27.07.2017 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan H.

      Sie sprechen von 13 Konzernen und einer allein macht 40% aus. Das ist fast die Hälfte, falls Ihnen das noch nicht aufgefallen ist.

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