Ansichten einer Posse

17. August 2012 13:39; Akt: 17.08.2012 18:50 Print

Weltweite Proteste gegen Putins Justiz

Die Solidarität mit Pussy Riot ist gross. Viele Protestaktionen in Grossstädten rund um die Welt begleiteten den Prozess. Eine Übersicht in Bildern.

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Am 17. August 2012 wurde die Kreml-kritische Band Pussy Riot zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Der Fall sorgt international für Aufsehen. Weltweit wird gegen den Prozess demonstriert. So auch vor der russischen Botschaft in . Am Montag, 20. August, hing am Grossmünster in ein Pussy-Riot-Plakat. Kanada: Mit Maske und Megafon demonstrierten Pussy-Riot-Sympathisanten am Freitag, 17. August, vor dem russischen Konsulat in . Vor dem russischen Konsulat in kam es auch zu Verhaftungen Unterstützung für Pussy Riot auch in : Die Musikgruppe «Brenda» spielt an einem Solidaritätskonzert in der Nähe der russischen Botschaft am 10. August. Die ukrainische Frauenrechtsgruppe Femen setzt sich unter anderem in für eine Freilassung der drei Bandmitglieder ein. Sie liefen mit «Free Pussy Riot»-Plakaten durch Sao Paulo. Das Markenzeichen der Pussy Riot, die bunten Masken, sind mittlerweile ein Symbol gegen Putin. Demonstranten in . Auch in werden überall noch schnell Pussy-Masken gebastelt. Vor dem russischen Konsulat in : «Hallo? Jemand zu Hause?» Die Demo in der spanischen Hauptstadt ist kunterbunt und fröhlich. Mit Masken und Blumen in . Demo vor der russischen Botschaft in Norwegens Hauptstadt . Selbstgestrikte Wollmasken in . Auch in Dänemark war das Ziel der Demontration die russische Botschaft. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International nahm an einer Demo in teil. Protest in Belgien nahe der russischen Botschaft in . In werden für eine Pussy-Riot-Demo eifrig T-Shirts dekoriert. : Aus allen möglichen Kleidungsstücken entstehen die Pussy-Riot-Masken. Der Marienplatz in wird in «Pussy-Riot-Platz» umgetauft. Ein Transparent vor dem Brandenburger Tor in . Praktische Transparente waren in zu entdecken. Auch in gab es eine Demonstration vor der russischen Botschaft Selbst in , Israel, sorgte der Prozess für Protest. In schrieb sich eine Schlagzeugerin «Free Pussy Riot» auf den Bauch. Für die Pussy-Riot-Demo in der tschechischen Hauptstadt wurde Putin extra schön gemacht. Auch in der polnischen Hauptstadt wurde fröhlich demonstriert. Als Alternative zur Pussy-Maske kommt auch ein Hexenhut in Frage. Hier vor der russischen Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt . Die farbigen Sturmmasken auf einem sozialistischen Monument zu Ehren der sowjetischen Armee in der am 17. August. In wird ein Zweitweltkrieg-Denkmal entsprechend dekoriert. Und auch der kasachische Poet Abai Kunanbaev in trägt am 17. August eine Skimaske. «Gesegnet sind die Barmherzigen»: Eine Protestaktion vor der Christ-Erlöser-Kathedrale in . Ebenfalls in : Die feministische Fahne und die Pussy-Maske. Kritik macht kreativ. Doch in gingen die Sicherheitskräfte hart gegen Demonstranten vor. Etwa am 15. August vor der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, wo Pussy Riot im Februar die umstrittenen Filmaufnahmen gemacht hatten. Internationale Künstler solidarisierten sich mit den angeklagten Mitglieder der Frauenband. mit der Aufschrift Pussy Riot und einer Sturmmaske während ihres Konzerts am 7. August in Moskau. Internationale Bands setzten sich für die drei jungen Frauen ein. trug bei einem Konzert in Moskau ein Shirt mit der Aufschrift «Pussy Riot» (Bild eines Konzerts in Madrid). Auch die britische Band Franz Ferdinand und Faith No More haben sich kritisch über die Gefangenschaft der Musikerinnen geäussert. Auch in Russland protestierten Prominente. Die tauchte im Juni 2012 am Moskauer Filmfestival in einer Maske auf - eine Anspielung auf die typischen Sturmmasken von Pussy Riot. Ein Künstler hat sich dabei die Lippen zugenäht.

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Im Vorfeld des Urteils kündigten Tausende Pussy-Riot-Sympathisanten in den Grossstädten in Westeuropa und Nordamerika ihre Proteste an. Menschenrechtler befürchteten ein unfaires Urteil in einem politisch motivierten Prozess. Ihr Unterstützung für Pussy Riot haben unter anderen Pop-Grössen wie Paul McCartney, Madonna und Björk bekundet.

Nicht zuletzt durch den Prozessverlauf hat die russische Protestbewegung in den vergangenen Wochen national und international erhöhte Aufmerksamkeit bekommen – mehr noch als durch das Punk-Gebet von Pussy Riot am heiligen Ort.
Kiew, Berlin, Tel Aviv und Brüssel: Aktivisten protestieren gegen die Urteilsverkündung im Fall Pussy Riot.

(mlu/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter2106 am 17.08.2012 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu fassen

    Nicht zu fassen, wie sich hie eine ganze Menge User hinter die Dreien stellen. Nicht Begriffen?: Die haben gegen in Russland geltendes Recht verstossen und werden somit nach den Gesetzen Russlands behandelt. Wir würden es auch nicht dulden, wenn unsere Gotteshäuser durch solche Rowdies entehrt würden. Den Atheisten mag's freuen.

  • Ajten Serdin am 17.08.2012 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Nur weil es Russland ist...

    Ich frage mich ob die Leute und Celebrities auch kommentieren werden, wenn jemand die selbe in Vatikan oder in eine Sinanagoga macht...................

  • André Schmid am 17.08.2012 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch in Russland hat die Jugend die Nase voll.

Die neusten Leser-Kommentare

  • hgai am 18.08.2012 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    die verdienen einen Orden

  • Peter2106 am 17.08.2012 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu fassen

    Nicht zu fassen, wie sich hie eine ganze Menge User hinter die Dreien stellen. Nicht Begriffen?: Die haben gegen in Russland geltendes Recht verstossen und werden somit nach den Gesetzen Russlands behandelt. Wir würden es auch nicht dulden, wenn unsere Gotteshäuser durch solche Rowdies entehrt würden. Den Atheisten mag's freuen.

  • Alexander Brot am 17.08.2012 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    gehört bestraft

    Ich finde, man sollte auch nicht alles ungestraft machen können und bin der Meinung, dass es schon Rowdytum ist, wenn Personen in einer Kathedrale so einen Sch*** aufführen. Bestraft gehören sie allemal - aber ob das Strafmass (2 Jahre Strafarbeit) so stimmt, kann ich schlecht beurteilen.

  • Chiquis am 17.08.2012 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Russland - keine Demoktratie?

    Ich verstehe das Entsetzen,doch es ist eine reine mediale Aufbauschung uns sonst nichts besonderes. Schaut vor die eigene Haustür hier in der CH. Da werden Männer und Familienväter nachhaltiger durch Urteile geschädigt und dies teilweise nur aufgrund einer Verläumdung, ohne dass sie in Realität Schaden angerichtet haben. Ja, wir haben eine Demoktratie oder nicht?Setzt Euch aktiv für die Rechte ein, welche Euch direkt beeinflussen, danach reicht es auch für weiter...

  • P. Buchegger am 17.08.2012 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Pussy-Riot-Revolution

    Wie wäre es, wenn jetzt gegen Putin eine "Pussy-Riot- Revolution" losgetreten würde? Das heisst, wenn unzählige junge Gruppen im ganzen riesigen Russland das gleiche täten, was die drei Verurteilten taten, bis sämtliche Gefängnisse überquellen würden und so "Zar Putin I" vor der ganzen Welt der Lächerlichkeit preisgegeben würde?