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Proteste gehen weiter
07. Dezember 2012 11:52; Akt: 07.12.2012 11:52 Print
Ägyptens Opposition lehnt Mursis Angebot ab
Ägyptens Präsident Mohammed Mursi ist nicht bereit, Kompromisse einzugehen und Änderungen am Verfassungsentwurf vorzunehmen. Die Opposition verzichtet auf einen Dialog und rüstet sich für weitere Proteste auf dem Tahir-Platz.
Die ägyptische Opposition hat das Gesprächsangebot von Präsident Mohammed Mursi abgelehnt. Stattdessen will sie mit Protestaktionen so viel Druck erzeugen, dass der islamistische Staatschef das für den 15. Dezember geplante Verfassungsreferendum absagt.
Bildstrecken Radikale Islamisten drohen in Kairo mit «Dschihad»Wut in KairoMassendemos gegen «Pharao» Mursi Infografik Die arabische Welt im UmbruchAuf dem Tahrir-Platz in Kairo liefen am Freitag Vorbereitungen für eine Kundgebung, die unter dem Motto «Rote Karte» stehen soll. Präsident Mursi hatte in einer Fernsehansprache am Donnerstagabend erklärt, es werde keine Änderung an dem Verfassungsentwurf geben, der von den Islamisten formuliert worden war. Auch der Termin für das Referendum werde nicht verschoben.
Er lud die Oppositionellen jedoch zu einem Dialog an diesem Samstag ein. Die Jugend-Revolutionsbewegung 6. April und alle massgeblichen Oppositionsparteien erklärten, sie wollten auf diesen Dialog verzichten. Er sei nur ein PR-Gag.
Kein Dialog mehr möglich
Der Koordinator der Nationalen Rettungsfront, Mohammed El-Baradei, erklärte: «Mursi hat die Tür zugeschlagen.» Ein Dialog mit dem Präsidenten sei nicht mehr möglich, da er nicht bereit sei, Kompromisse zu schliessen.
Im Namen des links-liberalen Oppositionsbündnisses rief El-Baradei die Ägypter auf, sich an den Protestkundgebungen am Nachmittag zu beteiligen.
Einzig Amr Mussa - früherer Aussenminister, Präsidentschaftskandidat und Chef der Arabischen Liga - wollte über Mursis Gesprächsangebot beraten. Es müsse eine gemeinsame Haltung der Opposition gefunden werden, sagte Mussa gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
(sda)
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Alle 9 Kommentare

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weiter so
mursi ist gut und gerecht. nur wollen die medien hier ohne ende hetzen... ich hoffe egypten wird so radikal wie die schweiz ist und kirchenglockenlaeuterei ein ende bereiten...
aber hallo .....
von welcher welt kommst Du ?
Wie meinst du das?
Glaubst du wirklich er macht Schluss mit den (blechernen) Rufen des (Lautsprecher) Muhezin? Ich weiss nicht. Ich glaube die Muslimbrueder haben da eine andere Vorstellung von Demokratie.
Hat da einer etwas falsch verstanden?
Ich weiss die vielen bunten Bilder am Fernsehen und die vielen langen Worte in den Zeitungen sind nicht immer einfach zu verstehen. Aber was da im Moment in Ägypten passiert geht nicht ganz in die selbe Richtung wie in der Schweiz. In Ägypten hat eine Gruppe religiöser Extremisten die Kontrolle über das Land erlangt. In der Schweiz versuchen wir solche Extremisten in der Politik möglichst nicht mitspielen zu lassen - das ist nämlich gegen unsere Spielregeln.
Wow...
Hier scheint einer nichts verstanden zu haben, oder irgendwie ein bisschen verwirrt zu sein.
Wehret den Anfängen
In Ägypten kann man nur hoffen, das die Opposition es noch einmal schafft den extremen Islamismus mit Mursi zurückzudrängen, sonst werden sie sich demnächst in Verhältnissen wiederfinden, wie in Deutschland der 30'er Jahre. Wir können nicht viel dazu beitragen. Bei uns hingegen müssen wir diese menschenverachtende sektiererische Strömung mit allen Mitteln bekämpfen. Frau Mesali Keller bringt es auf den Punkt. Es ist wichtig das die Presse und die Öffentlichkeit Figuren wie Blanco und Illi keine Plattform bieten. Kundgebungen dieser Sekte vor dem Bundeshaus müssten verboten werden.
Schade
Traurig für jene die sich für ein offenes und demokratische Ägypten eingesetzt und ihr Leben verloren haben.
Betrogen
Tja, so betrügen die Islamisten die Leute. Erst lassen sich die Feiglinge nicht bei den Demos blicken, da sie von den anderen Demonstranten zum Teufel gejagt worden wären. Dann manipulieren sie die Wahlen und stehlen den Unabhängigen die Parlamentssitze, so dass das Parlament aufgelöst werden muss. Anschließend präsentiert man zur Präsidentenwahl zwei Kandidaten, Mursi und Schafik, bei denen man zwischen Pest und Cholera wählen kann. Und dann lässt man die Maske fallen und zeigt sein wahres Gesicht. Ich hoffe nur dass das Militär nicht mehr lange zuschaut und endlich eingreift.
@Harry
Genauso läuft es mit den Extremisten. Afganistan und Iran lassen grüssen. Wieso unternimmt Amerika nichts ausser dem üblichen bla, bla, bla ? Ich hoffe nur, dass das Militär schneller eingreift als das letzte Mal.