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18. Dezember 2011 23:21; Akt: 19.12.2011 00:53 Print
Israel lässt weitere 550 Häftlinge frei
Der Gefangenentausch für den israelischen Soldaten Gilad Schalit ist beendet. Ein palästinensischer Minister äussert allerdings Kritik an der Hamas: Sie hätte zu wenig genau darauf geschaut, wer freigelassen wird.
Der israelische Soldat Gilad Schalit konnte Mitte Oktober seinen Vater nach über fünfjähriger Gefangenschaft wieder in die Arme schliessen.
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Jetzt ist der umfassende Austausch von Gefangenen zwischen Israel und den Hamas beendet. Israel hat am Sonntagabend die letzten 550 Häftlinge freigelassen, die es den Palästinensern für die Auslieferung des Soldaten Gilad Schalit versprochen hatte.
Es handelte sich um die zweite Gruppe der insgesamt 1027 Palästinenser, die Israel im Austausch für Schalit freilassen musste. Schalit war vor zwei Monaten nach mehr als fünf Jahren Geiselhaft im Gazastreifen freigekommen.
505 Häftlinge, darunter nach israelischen Angaben vier Frauen, wurden am späten Abend in Bussen über den Beitunia-Übergang in das Westjordanland gebracht, wo sie am Sonntagabend eintrafen. Weitere 41 Gefangene kehrten in den Gazastreifen zurück und zwei weitere nach Jordanien. Zwei weitere Gefangene, davon eine Frau, kamen nach Ost-Jerusalem zurück.
Nach Informationen der israelischen Gefängnisbehörde sind auch 56 Minderjährige im Alter von 14 bis 17 Jahren unter den Freigelassenen. Jugendliche Palästinenser werden mitunter festgenommen, wenn sie etwa an Steinwürfen auf israelische Soldaten beteiligt sind.
Vor allem Fatah-Mitglieder
Bei den meisten handelt es sich um Mitglieder der gemässigteren Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. In der ersten Phase des grössten Gefangenenaustauschs seit einem Vierteljahrhundert waren vor allem Mitglieder der radikal- islamischen Hamas entlassen worden, von denen viele an tödlichen Selbstmordanschlägen auf Israelis beteiligt waren.
Die Gefangenen, die zum Abschluss des Austauschprogramms am Sonntag frei kamen, haben weniger schwere Straftaten begangen. Das höchste Gericht Israels hatte am Freitag Klagen gegen die Freilassung dieser Gefangenen abgewiesen.
Zusammenstösse am Übergang zum Westjordanland
Am Beitunia-Übergang nahe Ramallah kam es am Sonntag zu Konfrontationen zwischen wartenden Angehörigen der Häftlinge und israelischen Soldaten. Dabei wurden nach Armeeangaben ein Soldat und nach Medienberichten auch mehrere Palästinenser verletzt.
Am Amtssitz von Abbas in Ramallah wurden die Gefangenen am späten Sonntagabend zu Freudenfeiern erwartet. Der palästinensische Häftlingsminister Issa Karaki äusserte sich allerdings enttäuscht. Er sagte, viele der Gefangenen hätten in den kommenden Monaten ohnehin ihre Haftstrafen abgesessen.
Kritik an Hamas vom palästinensischen Häftlingsminister
«Hamas hätte der zweiten Gruppe genau soviel Aufmerksamkeit widmen müssen wie der ersten und es nicht Israel überlassen sollen, über die Freizulassenden zu entscheiden», sagte er.
Am 18. Oktober hatte Israel den Soldaten Schalit in einem ersten Schritt gegen 477 palästinensische Häftlinge ausgetauscht. Bei den Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas hatte zunächst Deutschland und dann vor allem Ägypten vermittelt. Insgesamt liess Israel im Austausch für Schalit 1027 palästinensische Gefangene frei.
Nach Angaben der Gefängnisbehörde verbleiben nun noch etwa 4250 «Sicherheitshäftlinge» in israelischen Gefängnissen. Damit werden Palästinenser beschrieben, die im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt festgenommen oder verurteilt wurden.
(sda)
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Frieden ist Sicherheit
Die sollen endlich Frieden machen und damit aufhören die paranoiden spielchen zu spielen. Die Welt wird Israel und Palästina dabei unterstützen die längst fälligen UN-Resolutionen umzusetzen, Grenzen von 1967. Es gibt keinen Grund damit zu zögern, wenn der Messias/Joshua bei Krieg kommen würde, dann kommt er bei Frieden erst recht (oder zurück)