Nationalisten-Demo

17. November 2012 20:01; Akt: 17.11.2012 20:08 Print

Grosser Ärger über Gotovina-Urteil in Serbien

Der Freispruch für den kroatischen Ex-General Ante Gotovina vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal löst in Serbien heftige Reaktionen aus. Nationalisten gehen aus die Strasse.

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Proteste in Serbien gegen das UNO-Urteil im Fall Gotovina. (Bild: Keystone)

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Aus Wut über den Freispruch für die kroatischen Ex-Generäle Ante Gotovina und Mladen Markac vor dem UNO- Kriegsverbrechertribunal haben serbische Nationalisten am Samstag in Belgrad eine Kroatien-Flagge verbrannt. Sie forderten die Regierung auf, die Zusammenarbeit mit dem Gericht in Den Haag einzustellen.

Mehrere hundert Menschen waren dem Aufruf der ultranationalistischen Serbischen Radikalen Partei zu der Protestkundgebung gefolgt. Zum Abschluss der knapp einstündigen Demonstration vor dem Präsidentenpalast in der serbischen Hauptstadt verbrannten einige Teilnehmer eine kroatische Flagge.

Die Demonstranten forderten von der Regierung, den Aufnahmeantrag an die Europäische Union zurückzunehmen. Vor der EU-Vertretung in Belgrad versammelten sich etwa hundert Anhänger der nationalistischen Bewegung Dveri. «Verdammt seien die, die immer noch für die EU sind», stand auf Transparenten der Demonstranten zu lesen.

«Skandalöse politische Entscheidung»

Die kroatischen Ex-Generäle Gotovina und Markac waren am Freitag in einem Berufungsverfahren überraschend freigesprochen worden. Unmittelbar danach wurden sie aus der Haftanstalt in Den Haag entlassen und flogen in die kroatische Hauptstadt Zagreb, wo ihre Heimkehr von zehntausenden Menschen gefeiert wurde.

In erster Instanz waren Gotovina und Markac wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kroatienkrieg zu 24 und 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Der serbische Staatschef Tomislav Nikolic nannte das Urteil eine «skandalöse politische Entscheidung». Der für die Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal zuständige serbische Minister Rasim Ljajic kündigte an, seine Regierung werde die Zusammenarbeit mit dem Gericht «auf ein technisches Niveau reduzieren». Von dem Tribunal angeforderte Dokumente würden damit nicht mehr bereitgestellt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kroate am 17.11.2012 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Beweise.

    Da will jemand die Tatsachen verdrehen. Wer hat wenn angegriffen und wer hat eigenes Teritorium verteidigt. Ihnen konnte es nicht nachgewiesen werden das sie in irgendeiner Form Serben vetrieben oder auf Befehl töten haben lassen. Auch sonst konnte nicht nachgewiesen werden das Serben willkürlich getötet wurden. Ich glaube Serbien hat dringlichere Probleme zu lösen als sich über solche Sachen aufzuregen.

  • Sipi am 17.11.2012 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nun ja

    Das Tribunal in den Haag hat diesen Entscheid getroffen und offenbar einen Fehler eingestanden,das ist nicht ohne.Man sollte nicht vergessen das die Kroaten ihr eigenes Gebiet zurück erobert haben Man kann nicht bestreiten das Kriegsverbrechen bei der zurückeroberung passiert sind Allerdings wurde das von Soldaten begangen ohne befehle von den beiden Genärelen.Und das ist auch das was das Gericht festgestellt hatt,es gab keinen Taktischen Grund so etwas zu befehlen es hätte keinen Sinn gemacht.Das was in Srebrenica passierte konnte nur auf Befehl von oben passieren un das ist erwiesen.

  • soso am 17.11.2012 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verärgert also...

    Ich glaub ich spinn... wo war nochmal der Krieg? Und wer hat nochmal wen angegriffen? Die Uno hat endlich mal richtig gehandelt und die Leute frei gesprochen die ihr Land verteidigt haben... Da gäbe es ganz andere, die man vor das Kriegsverbrechen-Tribunal schicken könnte... aber danach kräht kein Hahn...

Die neusten Leser-Kommentare

  • realität am 18.11.2012 05:53 Report Diesen Beitrag melden

    versteh ich nicht?

    für was gehen sie auf die strassse? für etwas was sie begonnen haben? paradox.

  • Markus Wälchli am 18.11.2012 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat hier wohl wie-viel bezahlt?

    Irgendwie ist es schon komisch, dass zwei Gerichts-urteile sooooooo weit auseinander liegen

  • Kevin what else am 17.11.2012 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was den sonst

    Mann ist es ja gewohnt den Serben ALLES in die Schuhe zu schieben. Das ist ein weiteres Kapitel. Viel Spass EU für weitere Komplizierte Gespräche. Ein Gericht gewählt von Amerikaner und überzeugter Serben Gegner. Sieht doch die Meinungen anderer EU Staaten dann wird euch bewusst was dies für Folgen hat oder noch haben wird. So Gott euch helfe.

  • Ana-Marija am 17.11.2012 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sündenbock

    Es reicht auch langsam immer die Serben für alles bluten zu lassen und alle anderen kommen davon. Was war das mit dem Organhandel? niemanden interessiert es mehr, dass Serben leiden mussten. Sind es aber Albaner, Muslime etc so sind die Serben die Bösen und werden über lange Zeit als solche behandelt. 200'000 Serben wurden aus Kroatien vertrieben und dass war eine legitime Kriegshandlung! Es reicht endgültig! Karadzic und Mladic wurden bereits verurteilt, bevor es überhaupt zur Gerichtsverhandlung kam, dies von den Medien. Aber Gotovina wird nun als Kriegsheld verehrt! All das reisst wieder Wunden auf, ich will endlich in Ruhe leben und mit allen Slaven gut auskommen! Sucht euch einen anderen Sündenbock!

  • Kroate am 17.11.2012 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Beweise.

    Da will jemand die Tatsachen verdrehen. Wer hat wenn angegriffen und wer hat eigenes Teritorium verteidigt. Ihnen konnte es nicht nachgewiesen werden das sie in irgendeiner Form Serben vetrieben oder auf Befehl töten haben lassen. Auch sonst konnte nicht nachgewiesen werden das Serben willkürlich getötet wurden. Ich glaube Serbien hat dringlichere Probleme zu lösen als sich über solche Sachen aufzuregen.