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Mumbai-Attentäter
29. August 2012 14:56; Akt: 29.08.2012 14:59 Print
Oberstes Gericht bestätigt Todesurteil
Der einzige überlebende Täter der Mumbai-Attentate von 2008 legte gegen sein Todesurteil Berufung ein – und wurde vom Obersten Gericht abgewiesen. «Wir haben keine andere Wahl», heisst es da.
Indiens Oberster Gerichtshof hat in letzter Instanz das Todesurteil gegen den einzigen überlebenden Attentäter der Terroranschläge von Mumbai bestätigt. Das teilten die Richter am Mittwoch in der Hauptstadt Neu Delhi mit.
Bildstrecken Terror in Indien - ein Albtraum ohne Ende Infografik Timeline Indien Video«Wir haben keine andere Wahl, als die Todesstrafe zu verhängen», teilten die beiden Richter mit. Ajmal Amir Kasab habe mit einem «Kriegsakt gegen die Regierung» das «schwerste Verbrechen» begangen, das es in Indien gebe.
Der 24-jährige Pakistaner hatte Ende November 2008 gemeinsam mit anderen Attentätern in der Finanzmetropole Mumbai über drei Tage hinweg Geiseln genommen und zwei Luxushotels sowie ein weiteres Gebäude besetzt gehalten. Dabei waren 175 Menschen getötet worden, darunter neun Extremisten.
Ein Sondergericht hatte Kasab bereits im Mai 2010 unter anderem wegen Mordes und «Kriegsführung gegen Indien» schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Er war dagegen in Berufung gegangen, scheiterte jedoch in allen Instanzen.
Nun hat Kasab noch die Möglichkeit, ein Gnadengesuch an den indischen Staatspräsidenten zu richten.
Konflikt zwischen Indien und Pakistan
Hinter der Tat von Mumbai steht nach Ansicht Neu Delhis die aus Pakistan operierende Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT). Zudem verdächtigen die indischen Behörden Teile des pakistanischen Geheimdienstes ISI, in die Vorbereitung der Anschläge verwickelt gewesen zu sein.
Dabei berufen sie sich auf Aussagen eines festgenommenen mutmasslichen LeT-Hintermanns, der seit Juni in einem indischen Gefängnis sitzt.
Nach der Terrorserie waren die Beziehungen der Atommächte Indien und Pakistan an einem Tiefpunkt angelangt. Inzwischen haben sich beide Seiten auf diplomatischer Ebene aber wieder angenähert und die zwischenzeitlich ausgesetzten Friedensgespräche fortgesetzt.
(sda)

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