Krise in Griechenland

12. Mai 2012 09:58; Akt: 12.05.2012 10:08 Print

Eine allerletzte Chance bleibt noch

Nach dem erneuten Scheitern einer Regierungsbildung in Griechenland bleibt dem hoch verschuldeten Land eine letzte Möglichkeit, Neuwahlen zu verhindern.

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Wo bleibt Griechenlands Regierung? Schatten von Evangelos Venizelos, Chef der Pasok. (Bild: Keystone/AP)

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Der Chef der sozialistischen Pasok-Partei, Evangelos Venizelos, will sein Mandat zur Regierungsbildung offiziell am Samstag zurückgeben, nachdem es auch ihm nicht gelungen war, eine Regierung zu bilden. Ein Treffen hierfür mit dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias ist für 12.00 Uhr MESZ angesetzt.

Papoulias kommt dann die schwierige Aufgabe zu, mit den Chefs aller ins neue Parlament gewählten Parteien doch noch eine Regierungskoalition auszuhandeln. Der Prozess dürfte Beobachtern zufolge einige Tage in Anspruch nehmen.

Neuwahlen und Austritt aus Euro-Zone?

Sollte auch dieser Versuch scheitern, müssten Neuwahlen angesetzt werden. Nach einer ersten Umfrage seit der Wahl vom vergangenen Sonntag kann die linksradikale Syriza von Parteichef Alexis Tsipras auf fast 28 Prozent hoffen und damit auf knapp elf Punkte mehr als vor weniger als einer Woche. Die stärkste Kraft erhält zudem einen Bonus von 50 Sitzen im Parlament.

Die Partei hat eine Abkehr vom Sparkurs des Landes angekündigt. Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone würde dann immer wahrscheinlicher.

(sda)