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Santorum trumpft auf
08. Februar 2012 08:33; Akt: 08.02.2012 15:13 Print
Die Zweifel an Romney wachsen
von Martin Suter - Mit seinen drei Siegen hat sich Ex-Senator Rick Santorum im Rennen um die republikanische Kandidatur als konservative Alternative zu Mitt Romney in Szene gesetzt. Eine Analyse.
Die republikanische Partei hält bis zum 26. Juni in allen 50 US-Bundesstaaten Vorwahlen ab, um ihren Kandidaten für Präsidentschaft zu bestimmen. Für die Nomination genügt eine einfache Mehrheit von 1144 der total 2286 Delegiertenstimmen. (Stand 29. Februar 2012)
Quelle: AP
Wählerinnen und Wähler im US-Mittelwesten scheinen zu glauben, dass ein sozialkonservativer Pfadfindertyp mit dem Ansatz eines Bäuchleins unter dem ärmellosen Wollpullover am ehesten Barack Obama schlagen kann. Anders ist schwer zu erklären, warum sie in den republikanischen Vorwahlen dem Ex-Senator Rick Santorum aus Pennsylvania in den Gliedstaaten Missouri, Minnesota und sogar in Colorado zu einem klaren Sieg verhalfen.
Drei Siege in einer Nacht: Der Aussenseiter Rick Santorum (Mitte) konnte die repulikanischen Vorwahlen in Missouri, Minnesota und Colorado für sich entscheiden. (Bild: Reuters/Eric Miller)(Bild: Reuters)
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Obamas mögliche Herausforderer 2012
Santorums Siege fielen überraschend klar aus (siehe Tabelle unten). Ihre Bedeutung ist aber nicht überall gleich gross. In Missouri handelte es sich bei den Primärwahlen bloss um eine nicht bindende «Schönheitskonkurrenz». Hier werden die Delegierten für den Parteikonvent vom August in Tampa, Florida, erst in einer späteren Runde vergeben. Santorum gewann in Missouri auch deshalb 55 Prozent der Stimmen, weil der frühere Kongressführer Newt Gingrich nicht antrat. So konnte Santorum sämtliche konservativen Stimmen auf sich vereinigen.
Hoher Anteil streng Gläubiger
In den Parteiversammlungen von Minnesota lässt sich der Sieg des konservativen Kandidaten durch den hohen Anteil von Evangelikalen und streng Gläubigen unter den Republikanern erklären. Hinzu kommt, dass Santorum in diesem mittelwestlichen Gliedstaat einen viel intensiveren Wahlkampf führte und bedeutend mehr Zeit vor Ort verbrachte als seine Gegner. Ein überaus respektables Ergebnis erzielte auch der libertäre Repräsentant Ron Paul: Er erreichte den zweiten Platz und wird bis im Sommer im Rennen bleiben.
Am überraschendsten ist jedoch der Ausgang der Parteiversammlungen von Colorado. Nur schon die Tatsache, dass Mitt Romney, der frühere Gouverneur von Massachusetts, überhaupt kämpfen musste, ist ein schlechtes Zeichen für den bisherigen Spitzenreiter. Laut den letzten Umfragen lag Romney meilenweit vorn. Er hatte in dem Gliedstaat in den Rocky Mountains viel Geld ausgegeben und stellte die beste Wahlkampforganisation auf die Beine. Romney wähnte sich in Sicherheit, weil er vor vier Jahren in Colorado gegen John McCain mit 60 gegen 18 Prozent gewonnen hatte.
Zweifel an Fähigkeiten Romneys
Der Stimmungswandel zu Gunsten Santorums spiegelt nicht nur die wachsenden Zweifel vieler – nicht nur konservativer – Republikaner an den Fähigkeiten des bislang führenden Romney als Wahlkämpfer wider. Eine Rolle spielte auch eine Themenverschiebung. Ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit von 8,5 auf 8,3 Prozent goss letzte Woche Wasser auf die Mühlen Obamas, der nun mit mehr Recht behaupten kann, die amerikanische Wirtschaft sei auf dem Weg zur Besserung.
Gleichzeitig rückte bei vielen Konservativen ein Sozialthema in den Vordergrund: Die Obama-Regierung hat religiöse Organisationen gezwungen, in ihren Krankenversicherungen allen weiblichen Angestellten kostenlos Empfängnisverhütungsmittel anzubieten. Katholiken und Konservative werten dies als Eingriff des Staats in die Religionsfreiheit, und der auf moralische Themen spezialisierte Santorum scheint besser dafür gerüstet zu sein, ihre Empörung zu artikulieren als der Wirtschaftsfachmann Romney.
Santorum wird kaum durchstarten
Dass Santorum nun durchstartet, ist hingegen nicht zu erwarten. Nach einer rund zweiwöchigen Pause werden die nächsten grossen Ausscheidungen in südlichen Gliedstaaten in der Form echter Primärwahlen stattfinden. Santorum muss erst eine schlagkräftige Organisation aufbauen, bevor er Romney ernsthaft gefährden kann. Er muss sich auch gegen die Angriffe wehren, die jetzt von allen Seiten gegen ihn geführt werden.
Aus seiner Zeit im Kongress und wegen seiner schwulenfeindlichen Haltung bietet Santorum einladende Angriffsflächen sowohl für seine republikanischen Rivalen als auch für das Wahlkampfteam Obamas. Aber nach den Siegen vom Dienstag hat er den Wind im Rücken.
Gingrich mit nur einem Sieg
Und Newt Gingrich? Der wortgewaltige, aber unbeliebte Ex-«Speaker» landete am Dienstag weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Während Santorum nun in drei Gliedstaaten gewann, kann Gingrich bloss seinen einen Sieg in South Carolina aufführen. Es ist durchaus denkbar, dass Gingrich nun zum endgültigen Ausstieg aus dem Rennen um die Kandidatur verurteilt ist.
| Vorwahl-Ergebnisse | |||
| Minnesota | Colorado | Missouri | |
| Rick Santorum | 45 % | 40 % | 55 % |
| Mitt Romney | 17 % | 35 % | 25 % |
| Ron Paul | 27 % | 12 % | 12 % |
| Newt Gingrich | 11 % | 13 % | - |
(Quelle: YouTube/AP)
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Schadenfreude
Weiter so ihr republikanischen Spinner. Nur immer weiter so...
Religion vs Wissenschaft
Die Wahl Ende Jahr zeichnet sich zu einer Wahl "Wissenschaft (Obama) vs Religion (Republikaner)". Ich denke nicht dass mehr als die Hälfte aller Amis so blöd sind, Obama abzuwählen. Tendenziell nimmt der Einfluss der gemässigten Religiösen ab (die "sterben aus"). Was übrigt bleibt sind religiöse Fundis, die vielleicht privat erfolgreich sind, aber in der Politik keine Chance haben. Für das hat sich die Aufklärung schon zu stark durchgesetzt (zum Glück).
Wahlfälschung
Es wurde ja schon zugegeben das es Wahlfälschungen waren in South Carolina. und das wird da nicht aufhören. Der Grund dafür ist ein alter Mann der seit über 30 Jahren gesagt hat das 9/11 passieren wird und das der Finanzkollaps kommen wird. und der Mann, Ron Paul, wurde seit anbeginn des Wahljahres schikaniert... Informiert euch bitte nur Ron Paul sagte das die Truppen nach hause kommen sollten, und zwar die von rund um die WELT. nicht wie der flip floppende Obama