Geschlechtertrennung

15. Juli 2011 17:43; Akt: 15.07.2011 22:43 Print

Frauenfeindliche Rauchzeichen im IranFrauenfeindliche Rauchzeichen im Iran

Iranerinnen sollen in Cafés keine Wasserpfeife mehr rauchen und getrennt von den Männern studieren. Präsident Ahmadinedschad versucht, aus der öffentlichen Empörung Kapital zu schlagen.

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Geschlechtertrennung ist wieder hoch im Kurs bei den religiösen Machthabern im Iran.

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Frauen in Teheran ist es neuerdings verboten, Restaurants und Cafés zu betreten, die Wasserpfeifen anbieten. Ausgenommen sind offenbar traditionelle Restaurants, die allerdings sicherstellen müssen, dass weibliche Gäste nicht rauchen. Wirte, die Wasserpfeifen anbieten, müssen am Eingang entsprechende Warnungen anbringen und Frauen abweisen. Die Polizei hat bereits erste Razzien durchgeführt und Lokale geschlossen, die sich nicht an die neue Weisung hielten. Im Iran gelten rauchende Frauen in den Augen der religiösen Hardliner als unmoralisch.

Das Thema Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit scheint in den vergangenen Wochen wieder ganz zuoberst auf die Prioritätenliste der iranischen Behörden gerückt zu sein. Nach der Sommerpause sollen die Universitäten Studenten und Studentinnen getrennt unterrichten. Die Geistlichkeit betrachtet gemischte Klassen als Import aus dem Westen und als moralisch verwerflich. In der iranischen Bloggerszene macht inzwischen eine Karte die Runde, die aufzeigt, wo die behördliche Frömmelei dereinst enden wird: In einem Iran mit zwei Provinzen, eine für Frauen und eine für Männer.

Ahmadinedschads Herz für Frauenanliegen

Unterstützung erhält die Jugend von unerwarteter Seite: Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Pläne des getrennten Unterrichts als «oberflächlich» und «unwissenschaftlich» kritisiert. 2006 wollte er das Stadionverbot für Frauen aufheben, wurde aber von der Geistlichkeit zurückgepfiffen.

Wie aufrichtig Ahmadinedschads Einsatz für Frauenrechte wirklich ist, steht aber auf einem anderen Blatt. Die ehemalige Parlamentsabgeordnete Fatemeh Haghighatjou glaubt, der Präsident wolle in der Öffentlichkeit Punkte sammeln und so seine Position im innerkonservativen Machtkampf verbessern. «Er weiss, dass die Menschen mit dieser Situation unzufrieden sind», sagte sie laut Radio Free Europe. «Er ist unter Druck und sucht nach Unterstützung im Volk.»

Eine Teheraner Studentin, die anonym bleiben wollte, meinte gegenüber Radio Free Europe: «Sie empfinden Jungen und Mädchen in derselben Klasse als Bedrohung, dabei verkennen sie die wahre Bedrohung für die Gesellschaft: die schlechte Unterrichtsqualität und die vielen jungen Menschen, die das Land verlassen wollen.» Sie fragt sich, wann die Behörden anfangen, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern.

(kri)

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  • Till Eulenspiegel am 19.07.2011 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Religion ist nicht schuld...

    NEIN, nein und nochmals nein! Begreift es doch endlich; nicht die Religion ist schuld daran, sondern die Menschen welche die Religion missbrauchen! Gebe es die Religion nicht, oder würde abgeschafft, glaubt ihr tatsächlich dass sich dann die Umstände oder die Menschen ändern würden? Eher müssten sich doch die Menschen selber abschaffen!?

    • Albert Einstein am 19.07.2011 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      falsch

      und wer garantiert nun, dass nicht die Religion diese Menschen zu dieser Einstellung bringt? Wer weiss, ohne die Religion gäbe es diese Umstände vlt wirklich nicht!

    • Ahmet P. am 19.07.2011 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Missachten

      In demfall missachten die meisten Moslems ihre Religion.

    • Frau am 20.07.2011 09:29 Report Diesen Beitrag melden

      @ Till Eulenspiegel

      Religiöse Gruppierungen, sprich Religionen wurden und werden von Menschen gemacht.

    • Tommy am 14.09.2011 15:35 Report Diesen Beitrag melden

      Religion als Kontrollmittel

      Religion ist nichts anderes als Gesetzte. Also schlussendlich auch nur ein Kontrollmittel das einigen wenigen sehr viel Macht verleiht. Die christliche Kirche hat auch jahrhunderte ihre Gläubigen unterdückt. Bei den Muslimen tun sie es halt immer noch. Aber in ein paar hundert Jahren sind auch die soweit wie wir.

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  • broennimann marianne am 18.07.2011 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Klerikerwahnwitz abschaffen!

    Staat und Religion trennen und endlich die Menschenrechte für alle respektieren, ohne Rücksicht auf das Geschlecht!

    • Till Eulenspiegel am 19.07.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Aufschaffen!...

      Abschaffung war und ist keine Lösung! Religion im ur- sprünglichen Sinn , ist die wahre Wissenschaft, d.h. die Rückverbindung! Die königliche Wissenschaft der Wiedervereinigung des gefallenen Menschen mit GOTT! Die Regeneration des gefallenen Menschen. Was wir daraus machen und gemacht haben ist einfach nur traurig

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  • Ex Muslim am 18.07.2011 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Bald auch im Westen

    Weniger Frauenrechte wird es mit der Islamisierung auch bald im Westen geben. In England gibt es bereits islamische Scharia Gerichte, die ueber Erbschaften, Scheidungen etc richten. Wer glaubt, dass die Frauen dort gleiche Rechte haben wie die Maenner oder die restlichen Englaender, ist naiv. Doch die Politik schaut politisch korrekt weg. Scharia sollte europaweit verboten werden.