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In Nazi-Band gespielt
06. August 2012 15:14; Akt: 07.08.2012 09:02 Print
Tempel-Attentäter war rechtsextrem
Die US-Behörden haben nach dem Anschlag auf einen Sikh-Tempel in Wisconsin den Täter identifiziert. Es handelt sich um einen Ex-Soldaten mit einschlägigen Kontakten zur rechtsextremen Szene.
Unter den Angehörigen der Sikhs-Glaubensgemeinschaft im US-Bundesstaat Wisconsin herrscht immer noch Angst und Entsetzen, nachdem ein Mann am Sonntag vor einem Tempel in Oak Creek sechs Menschen erschossen hat. Drei weitere Opfer liegen schwer verletzt im Spital. Der Täter selbst kam bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben.
Infografik WeltreligionenNun hat das FBI die Identität des Mannes bekannt gegeben: Es handelt sich um den 40 Jahre alten ehemaligen Militärangehörigen Wade Michael Page. Page habe zwischen August 1992 und Oktober 1998 bei der US-Army als Unteroffizier gedient. Zuerst sei er in Ft. Bliss (Texas), danach in Ft. Bragg (North Carolina) stationiert gewesen. Wade, so das FBI, sei anfänglich für die Reparatur von Hawk-Missiles zuständig gewesen. In den letzten Jahren beim Militär habe er als Experte für psychologische Kriegsführung gearbeitet.
Aktiv in der rechtsradikalen Szene
Wie die US-Behörden weiter bekanntgaben, werde derzeit die Leiche des Täters untersucht. Vor allem seine Tattoos seien von Interesse, sagte Thomas Ahern vom Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe gegenüber dem Nachrichtensender «ABC News». Diese würden darauf hindeuten, dass Page mit der rechtsradikalen Szene sympathisiert habe. «Momentan sind seine Tattoos wie Puzzle-Teile, die uns vielleicht verstehen helfen, welche Gründe er für diese abscheuliche Tat gehabt haben könnte.»
Inzwischen sind weitere Details bekannt geworden, die einen rassistischen Hintergrund für das Verbrechen plausibel erscheinen lassen: Page war der Anführer einer rechtsextremen Band «End Apathy». In einem Interview mit dem einschlägigen «Label 56» hatte der Täter seine Frustration über den Zustand der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht. «Label 56» distanzierte sich in einer Mitteilung von Page und hat das Interview entfernt. Auch die Myspace-Seite der Band ist gelöscht worden. Die Anti Defamation League in New York hat Page in verschiedenen Bildern aus der rechtsextremen Szene identifiziert.
(kle/kri)

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