Vatikan handelt endlich

27. September 2012 19:08; Akt: 27.09.2012 19:09 Print

Pädo-Priester nach 20 Jahren suspendiert

In den 80ern hatte er Sex mit zwei Messdienern in den USA – dann folgte eine steile Karriere in der philippinischen Kirche. Nun wird Priester Cristobal Garcia von seiner Vergangenheit eingeholt.

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Der Vatikan rollt den 20-jahre alten Kindermissbrauchsfall des Priesters Cristobal Garcia auf. (Bild: Colourbox)

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Ein hochrangiger katholischer Priester im philippinischen Cebu wurde auf Anweisung des Vatikans suspendiert – wegen Untersuchungen zu einem 20 Jahre alten Kindesmissbrauchs-Fall. Cristobal Garcia war schon im Juni von der Bildfläche verschwunden. Als offiziellen Grund hatte die Kirche in Cebu aber erst gesundheitliche Gründe angegeben.

Garcia arbeitete in den Achtzigerjahren für die Dominikaner-Kirche in Los Angeles, berichtet «Inquirer.net». Nachdem eine Nonne der Polizei erzählte, ein Messdiener sei in Garcias Bett gefunden worden, wurde er der Kirche verwiesen.

Der Priester gab gegenüber einer Zeitung zu, Sex mit zwei Messdienern gehabt zu haben. Er selber sei aber «verführt und vergewaltigt» worden. Nach seinem Ausschluss aus Orden der Dominikaner in den USA fand er eine Position auf den Philippinen.

Trotz seiner Vergangenheit machte Cristobal Garcia in der philippinischen Kirche Karriere und hielt mehrere wichtige Positionen inne. Dabei hatte er immer wieder mit Jungen zu tun. Warum der Vatikan den Fall erst nach 20 Jahren aufrollt, ist nicht bekannt.

Nun droht dem Priester, der wegen schwerer Krankheit im Spital liegt, neues Ungemach: Philippinische Behörden haben angekündigt, ihn wegen Elfenbein-Schmuggels zu befragen. Dies, nachdem seine Sammlung aus religiösen Elfenbein-Figuren in der Zeitschrift «National Geographic» abgebildet wurden. Im Artikel beschrieb Garcia, wie man Elfenbein-Figuren in die USA bringen könne.

(rey)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Erika am 28.09.2012 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir tragen die Verantwortung!

    Ich weiss nicht, was sich ein Priester dabei denkt, wenn er sich an Kindern vergreift! Wie kann er noch beten? Was sagt er seinem Gott? Denkt er es würde ihm einfach alles vergeben? Da irrt er sich gewaltig!!! Auch wenn die Gesellschaft ihn verurteilt, ist das für ihn noch nicht vorbei! Er glaubt ja an eine göttliche Gerechtikeit, die es auch gibt! Er wird auf jeden fall zur Rechenschaft gezogen! Wir können hier nicht wursteln wie es uns passt!

  • A.C. am 28.09.2012 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh Wahrheit wieso ist das so schlimm

    Was geht da vor, wenn der Vatikan 20 Jahre schweigt, will man ev. etwas unter den Tisch wischen, tolle Einstellung, muss ich mal bei der Steuererklärung probieren...

  • Yannick Brunner am 28.09.2012 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du sollst nicht falsches Zeugnis reden

    Das Grundgesetz des Lebens und der Kirche, welches den Schäfchen eingetrichtert wird, wird von deren "Kirchen-Managern" noch und noch gebrochen. Umso erstaunlicher, dass immer noch Millionen von Schäfchen ihren Hirten die Stange halten. Gibt es Gott tatsächlich, werden sich diese Hirten eines Tages rechtfertigen müssen. Da hilft auch das tägliche Beten nicht mehr.