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Japan
10. September 2010 16:58; Akt: 10.09.2010 17:12 Print
230 000 Alte lösen sich in Luft auf
Japan verliert scheinbar eine ganze Generation: Die Behörden finden 230 000 Menschen nicht, die laut Register über 100 Jahre alt sind.
In Japan haben die Behörden bei landesweiten Nachforschungen mehr als
Symbolbild (Colourbox).
Auslöser der Nachforschungen waren mehrere in jüngster Zeit bekannt gewordene Fälle, bei denen Familien den Tod ihrer Angehörigen über Jahrzehnte verschleiert hatten, um deren Rente zu kassieren.
Unter anderem hatten Beamte in Tokio die mumifizierte Leiche eines Mannes entdeckt, dem sie eigentlich zum 111. Geburtstag gratulieren wollten - er lag bereits seit 30 Jahren tot auf seinem Bett. In einem anderen Fall hatte ein Mann seit mehr als einem Jahrzehnt die Leiche seiner Mutter versteckt, die in diesem Jahr angeblich ihren 104. Geburtstag feierte. In vielen Fällen bekamen die Angehörigen die Rente der Verstorbenen weiter.
Laut Justizministerium führen die Melderegister immer noch mehr als
Nach Angaben des Justizministeriums haben die neuen Erkenntnisse kaum Auswirkung auf die Statistiken zur Lebenserwartung der japanischen Bevölkerung. Diese Zahlen basierten auf separaten Daten, die im Zuge nationaler Volkszählungen durch Hausbesuche erhoben würden.
Im Juli hatte das Gesundheitsministerium die Lebenserwartung für Frauen auf 86,44 Jahre beziffert, bei Männern liegt sie demnach bei 79,59 Jahren - dies ist Weltrekord.
(sda)






















