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«Extremistische Inhalte»
29. November 2012 11:02; Akt: 29.11.2012 13:56 Print
Russland verbietet Pussy-Riot-Videos
Die Punk-Band Pussy Riot kann man nicht live erleben - sie ist in Haft. Nun dürfen in Russland auch ihre Videos nicht mehr gezeigt werden. Der Zugang zu Internet-Seiten mit den Filmen wird blockiert.
Videos der russischen Frauenband Pussy Riot und ihres kremlkritischen Punk-Gebets in einer Kirche sind von einem Gericht in Moskau als extremistisch eingestuft und damit verboten worden. Der Zugang zu Internetseiten mit den Filmen wird blockiert.
Bildstrecken Straflager für zwei Pussy-Riot-Mitglieder Bücher über Pussy RiotDer Fall der kremlkritischen Frauenband Pussy Riot bewegt immer mehr den internationalen Buchmarkt. Am Donnerstag boten russische Internetportale die neue Dokumentation «Pussy Riot. Die wahre Geschichte» an.
Autorin Vera Kitschanowa habe dazu nach dem Punkgebet der Gruppe gegen Kremlchef Wladimir Putin in einer Kirche Interviews geführt, sagte ein Branchensprecher der Agentur Interfax. In Deutschland erschienen ist zudem «Pussy Riot! Ein Punk-Gebet für Freiheit». Es handele sich nicht um eine Übersetzung des russischen Buchs «Pussy Riot. Was war das?», teilte der Verlag mit.
Das angeblich von der Punkband geschriebene Buch «Pussy Riot. Schto eto bilo?» (Was war das?) war ohne Zustimmung der Musikerinnen veröffentlicht worden, wie der Moskauer Verlag Algoritm eingeräumt hatte. (SDA)
Das Gericht folgte damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft, wie ein Justizsprecher am Donnerstag gemäss der Agentur Interfax sagte. In den Videofilmen seien Aussprüche und Handlungen dokumentiert, die Gläubige verletzen könnten, sowie verborgene Aufrufe zu Aufruhr und Ungehorsam, erklärte Richterin Marina Mussimowitsch.
Sie berief sich auf ein Gutachten im Auftrag des russischen Innenministeriums. Nach ihrem Protest gegen Putin im Februar waren Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina wegen «Rowdytums aus religiösem Hass» in einem umstrittenen Prozess zu zwei Jahren Straflager verurteilt worden.
Jekaterina Samuzewitsch erhielt eine Bewährungsstrafe. Die Urteile gegen die jungen Frauen hatten international Empörung ausgelöst. Zwei von ihnen sind Mütter kleiner Kinder.
Weil wir nicht in Russland sind:
(Video: Youtube/imjustevil666)
«Heilige Mutter, gesegnete Jungfrau, vertreibe Putin!»
(sda)
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Alle 36 Kommentare

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Gerechte Strafe
Die haben die gerechte Strafe gekriegt. So ein primitiver Auftritt hat nichts mit Demokratie zu zun. Gruss ein bekennder Atheist
Einzelhaft????
Die wurde von der Betroffenen ausdrücklich gewünscht, da sie mit den Mitgefangenen nicht klar kommt!
respekt
wie schön zu sehen dass es doch noch länder gibt, die nicht alles mit sich lassen machen. sowas wünsch ich mir für die schweiz .... ach was träum ich..
Respekt vor was?
Respekt davor, das ein lupenreiner Demokrat wie Vladimir Putin mittlerweile Angst vor einfachen verwackelten Videos hat? Lächerlich.
@Schweizer
StichwortRespekt: zB vor den Menschen die in einem laufenden Gottesdienst sassen als die "Band" hereinstürmte um diese Nummer abzuziehen. Was uns auch zu Femen Aktivistinnen bringt die in Solidarität mit Motorsägen Kreuze umsägen die an Kriegsopfer erinnern. Sieht so lupenreiner Protest für "Toleranz" und "Demokratie" aus?