Informelle Gespräche

06. November 2012 13:25; Akt: 06.11.2012 14:01 Print

Das macht Widmer-Schlumpf am ASEM-Gipfel

Am Montag wurde die Schweiz als neues ASEM-Mitglied aufgenommen. Beim Gipfel in Laos wird vor allem viel und ungezwungen mit anderen Staatschefs diskutiert.

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Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hat am ASEM-Gipfel in Laos die Wichtigkeit informeller Foren für das internationale Finanzsystem unterstrichen. Diskussionen an solchen Anlässen seien interaktiv und offen, sagte sie in ihrer Rede am Dienstag in der Hauptstadt Vientiane.

Das «Asia-Europe-Meeting» (ASEM) sei ein ausgezeichnetes Beispiel für ein solches informelles Forum. Internationale Finanzinstitutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Gruppe der 20 grossen Industrie- und Schwellenländer (G-20) hätten manchmal die Tendenz, zu bürokratisch und unflexibel zu sein, sagte Widmer-Schlumpf weiter.

Die Schweiz war am Montag zusammen mit Norwegen und Bangladesch als neues ASEM-Mitglied aufgenommen worden. Der Gipfel ist ein informeller Meinungsaustausch zwischen Staats- und Regierungschefs aus Asien und Europa, der alle zwei Jahre stattfindet.

Viele informelle Gespräche

Die Bundespräsidentin nutzte die erstmalige Teilnahme der Schweiz für mehrere informelle Gespräche. Sie traf den philippinischen Präsidenten Benigno Aquino, Luxemburgs Premier und Eurogruppen-Chef Jean-Claude-Juncker, Italiens Regierungschef Mario Monti, den russischen Premierminister Dmitri Medwedew und Norwegens Premier Jens Stoltenberg.

Widmer-Schlumpf unterhielt sich auch mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Sie werde wohl noch in diesem Jahr zu einem Besuch nach Paris reisen, sagte sie nach dem Gespräch der Nachrichtenagentur SDA.

Burkhalter unterzeichnet Vereinbarung

Vor ihrer Abreise stattete Widmer-Schlumpf zusammen mit Aussenminister Didier Burkhalter dem laotischen Präsidenten Choummaly Sayasone einen Höflichkeitsbesuch ab. Burkhalter unterzeichnete anschliessend mit seinem laotischen Amtskollegen Thongloun Sisoulith eine Vereinbarung, die den Rahmen der bilateralen Beziehungen präzisiert.

In seiner Rede vor der Vollversammlung sprach sich Burkhalter für eine Zusammenarbeit in der Wissenschaft und in der Bildung aus. Er sprach von einer «Brücke zwischen den Kulturen», welche die Gesellschaften näher bringe. Die Schweiz habe in diesen Bereichen ausgezeichnete Kompetenzen und sei auch bereit, diese zu teilen.

Am Rande des Gipfels führte auch Burkhalter bilaterale Gespräche, unter anderen mit seinen Amtskollegen aus Deutschland und Singapur. Burkhalter wird am Mittwoch nach Indonesien weiterreisen, um am fünften Bali-Demokratieforum teilzunehmen. Seine Asien-Reise beendet der Aussenminister in Thailand, wo er die regionale Botschafterkonferenz eröffnen wird.

(pre/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andrea am 06.11.2012 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Zwei Bundesräte in weiter Ferne. Aber das ist halt einfacher als die Aufgaben im eigenen Land anzupacken. Und von den Kosten will ich gar nicht reden.

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  • Päde am 06.11.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    An alle Motzer

    Haltet endlich die Klappe wenn Ihr keine Ahnung habt. Eurer Beiträge würde keiner vermissen. Wir brauchen unsere Stimme im Ausland wenn wir auch weiterhin Handelsabkommen wollen, denn ohne Abkommen kein Handel = keine Arbeitsplätze!

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  • P. Buchegger am 06.11.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    EWS, ein Segen für unsere Wirtschaft

    An diesem Beispiel zeigt sich, dass wir mit Eveline Widmer-Schlumpf als Bundespräsidentin weit besser bedient sind, um mit andern Staatschefs ins Gespräch zu kommen, als wir es mit Christioph Blocher wären, der nicht einmal Englisch konnte und in Französisch daherstotterte. Mit andern Worten: EWS ist für unsere Wirtschaftsbeziehungen viel mehr wert als es CB wäre.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • a.fo am 06.11.2012 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Im Vorfeld soller langen und weiten Reisen sollte das Volk besser informiert werden. Sonst kommt der Gedanke auf, dass zuviel Geld ausgegeben wir. Dafür macht diese Reise meiner Anscht nach Sinn, bzw bringt einen hohen Nutzen für die Schweiz.

  • P. Buchegger am 06.11.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    EWS, ein Segen für unsere Wirtschaft

    An diesem Beispiel zeigt sich, dass wir mit Eveline Widmer-Schlumpf als Bundespräsidentin weit besser bedient sind, um mit andern Staatschefs ins Gespräch zu kommen, als wir es mit Christioph Blocher wären, der nicht einmal Englisch konnte und in Französisch daherstotterte. Mit andern Worten: EWS ist für unsere Wirtschaftsbeziehungen viel mehr wert als es CB wäre.

    • Heinz Burger am 06.11.2012 17:34 Report Diesen Beitrag melden

      Englisch

      Woher wollen sie das mit CB wissen? Der hat wahrscheinlich mehr und bessere Kontakte in Asien als sie sich vorstellen können. Ausserdem versteht man in einigen asiatischen Ländern auch sehr gut Französisch.

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  • Päde am 06.11.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    An alle Motzer

    Haltet endlich die Klappe wenn Ihr keine Ahnung habt. Eurer Beiträge würde keiner vermissen. Wir brauchen unsere Stimme im Ausland wenn wir auch weiterhin Handelsabkommen wollen, denn ohne Abkommen kein Handel = keine Arbeitsplätze!

    • Simon am 06.11.2012 16:20 Report Diesen Beitrag melden

      Bravo, endlich sagt mal einer was!

      Na endlich auch mal einer der wirklich scheinbar eine Ahnung hat was in der Welt los ist. Ich weiss nicht ob all den Motzern wirklich bewusst ist, wie sehr wir aber nicht nur wir in der Schweiz vom weltweiten Handel abhängig sind und bislang ja sogar davon profitieren konnten. Seien wir doch mal Stolz, dass unsere Ware so gerne genommen wird, weil es eine Qualität bietet, welche die meisten anderen Länder nicht bieten können. Darf man in der CH nicht mehr stolz sein auf unser Land? Schande.

    • uncharted lands am 06.11.2012 16:23 Report Diesen Beitrag melden

      uncharted

      Klartext-Aussage, die den Nagel sowas von auf den Kopf trifft.

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  • Andrea am 06.11.2012 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Zwei Bundesräte in weiter Ferne. Aber das ist halt einfacher als die Aufgaben im eigenen Land anzupacken. Und von den Kosten will ich gar nicht reden.

    • Kurt Geiger am 06.11.2012 18:16 Report Diesen Beitrag melden

      Schlicht keine Ahnung!

      Haben Sie vielleicht schon einmal gehört, dass Didier Burkhalter unser Aussenminister ist? Logisch, dass er Kontakt braucht mit Aussenministern und von ausländischen Präsidenten empfangen wird! Was für Aufgaben soll er in der Schweiz anpacken? Das Gleiche gilt für unsere Bundespräsidentin, sie vertritt die Schweiz im Ausland auf der Ebene eines Staatsoberhaupts. Oder glauben Sie etwa, dass Bundesräte ausschliesslich an ihren Schreibtisch im Bundeshaus gehören?

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  • Regi am 06.11.2012 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Der Gipfel

    Brücke zwischen den Kulturen - ja, da ist die Schweiz echt führend, siehe unsere Missstände hierzulande. Und Frau EWS, was kostet der Jahresbeitrag in diesem Club - oder dachten Sie, die Schweiz wurde aufgenommen, weil Sie ein nettes Kostüm tragen?Ueberall, wo die Schweiz eingebunden wird, hofft man auf ein schönes, fettes Batzeli und andere "Zuwendungen".