Inzest-Monster

20. Juni 2013 13:22; Akt: 20.06.2013 15:25 Print

Fritzl-Keller wird zubetoniert

Der Schauplatz eines der schauderhaftesten Verbrechen der jüngeren österreichischen Geschichte soll verschwinden. Der Keller von Josef Fritzl wird zubetoniert.

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In dem Verlies sind zwei Schlafräume mit zwei Betten und ein etwa 1,70 Meter hohes Zimmer, in dem sich eine Kochmöglichkeit sowie eine Toilette und Dusche befinden. Die Schlafzimmer sind mit Kinderzeichnungen geschmückt worden. Der Schauplatz des Inzest-Dramas: Amstetten an der Ybbs im Bundesland Niederösterreich. In den hermetisch von der Aussenwelt abgeschotteten Räumen wohnte Elisabeth Fritzl mit drei ihrer Kinder ohne Tageslicht. Hinter einer massiven Stahlbetontür mit Elektromotor waren die Kellerräume verborgen. Die Stahltür konnte nur per Fernbedienung mit einem Zahlencode geöffnet werden. Durch einen etwa fünf Meter langen Gang und ein Schlupfloch gelangte man in ein etwa 1,70 Meter hohes Zimmer, in dem sich eine Kochmöglichkeit sowie eine Toilette und Dusche befinden. Ein Fernseher mit einem Videorekorder und ein Radio waren das einzige Fenster, das eine Welt jenseits der Kellermauern erahnen liess. Anfang Mai entdeckten die Ermittler einen weiteren Zugang. Der geständige Inzest-Täter Josef Fritzl hat das Kellerverlies offenbar schon vor 30 Jahren vorbereitet. Die Planungen gehen bis ins Jahr 1978 zurück. Elisabeth Fritzl war damals zwölf Jahre alt. Die ersten Jahre verbrachte die eingesperrte Tochter in einem etwa 35 Quadratmeter grossen Kernbereich unter dem Altbau. Der weitere Zugang sei mit zwei Türen gesichert gewesen und später offenbar stillgelegt worden. Insgesamt war das Verlies mit acht versperrbaren Türen gesichert, zusätzlich mit einer elektronischen Sicherung.

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Der Keller, in dem der Inzest-Täter Josef Fritzl seine Tochter 24 Jahre lang gefangen hielt und vergewaltigte, wird zubetoniert. Die ersten Baumaschinen sind am Donnerstag aufgefahren, um das Untergeschoss im Wohnhaus der Familie im niederösterreichischen Amstetten zuzuschütten. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Verwalter Walter Anzböck am Donnerstag. Die Arbeiten sollen eineinhalb bis zwei Wochen dauern.

Dabei sollen laut der «Kronen Zeitung» Löcher in die Decke des einstigen Kellers gebohrt und Spezialbeton eingelassen werden. Anzböck hatte bereits mehrmals betont, dass nie wieder jemand den Keller betreten würde.

Sieben Kinder mit Tochter gezeugt

Im April 2008 war bekannt geworden, dass der gelernte Elektrotechniker Fritzl seine Tochter 24 Jahre lang im Keller gefangen gehalten und unzählige Male vergewaltigt hatte. Er zeugte mit ihr sieben Kinder.

Der heute 78-Jährige wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, seine Familie bekam eine neue Identität. Der Fall sorgte weltweit für Aufsehen.

(bro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • George R am 21.06.2013 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Abfackeln diese Gruft

    Ich würde die ganze Bude mit Benzin übergiessen und abfackeln. Was übrig bleibt, ordentlich durchpflügen und am Ende ein paar Bäume drauf pflanzen.

  • Heinrich Zimmermann am 21.06.2013 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat mitwirkend?

    Es geht ueber mein Fassungsvermoegen, dass niemand auch nur ein Hauch von Ahnung gehabt haben soll. Das schnalle ich einfach nicht. Zudem kann man nicht so eine Anlage unbesehen bauen, ohne dass Verwaltungen etwas die Nase reingesteckt haben sollen. Hier sind sicher viele Luegen und Reinemacherei am Werk. Vor allem brauchte es ja eine Baugrube, Schalungen etc.

  • admir h am 20.06.2013 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    krank

    und durch die medien sind andere leute auf die idee gekommen sich einen keller anzulegen. kranke menschheit!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinrich Zimmermann am 21.06.2013 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat mitwirkend?

    Es geht ueber mein Fassungsvermoegen, dass niemand auch nur ein Hauch von Ahnung gehabt haben soll. Das schnalle ich einfach nicht. Zudem kann man nicht so eine Anlage unbesehen bauen, ohne dass Verwaltungen etwas die Nase reingesteckt haben sollen. Hier sind sicher viele Luegen und Reinemacherei am Werk. Vor allem brauchte es ja eine Baugrube, Schalungen etc.

  • George R am 21.06.2013 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Abfackeln diese Gruft

    Ich würde die ganze Bude mit Benzin übergiessen und abfackeln. Was übrig bleibt, ordentlich durchpflügen und am Ende ein paar Bäume drauf pflanzen.

  • B.M. am 20.06.2013 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Ich finds recht interessant, dass Fritzl das vor ~30 jahren geplant hat... Ich wäre nicht draufgekommen mit der elektronischen Stahltüre mit Fernsteuerung :/

    • Danny am 20.06.2013 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Interessant?

      Sie finden das Interessant? Ich finde das KRANK!

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  • Paul am 20.06.2013 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung nötig

    Wer bitte glaubt an die Geschichte, dass es sich dabei um einen Einzeltäter handeln soll? Man muss doch sehr bitten.... Diese elenden Pädophilennetzwerke müssen gestoppt werden, aber sie sind sehr gut vernetzt. Hie und da wird wieder mal ein Bauer geopfert. Die Macht dieser Netzwerke sieht man am Fall Dutroux: Enorm viele Zeugen dieses Gerichtsfalls sind mittlerweile ums Leben gekommen...

  • M M am 20.06.2013 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abreissen

    wieso betonieren? Ich würde es abreißen.

    • Urs am 20.06.2013 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Etwas teuer

      Das wäre zweifellos Wesen glich teurer.

    • Chv am 21.06.2013 08:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ M M

      Genau. Würd ich auch machen. Es braucht doch kein Mahnmal für alle und wenn ich ein Nachbar währe würde ich mir wünschen dass,dasHaus und alles dem Erdboden gleich gemacht wird.

    • R.Loet am 21.06.2013 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Abreissen

      Ja genau!!! Kann nicht verstehen das dieses Haus nicht abgerissen wird

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