Macron über Brexit

13. Juni 2017 23:46; Akt: 13.06.2017 23:50 Print

«Die Tür ist immer noch offen»

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron glaubt noch an einen Verbleib Grossbritanniens in der EU. Theresa May hält jedoch an ihrem Verhandlungsfahrplan fest.

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Die Brexit-Verhandlungen beginnen am 19. Juni: Macron und May unterhalten sich während eines Freundschaftspiels zwischen England und Frankreich im Stade de France. (13. Juni 2017) (Bild: Getty Images)

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Die britische Premierministerin Theresa May will weiterhin in der kommenden Woche die Brexit-Verhandlungen mit der EU beginnen. Sie habe Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bestätigt, dass der Zeitplan auf Kurs bleibe, sagte May am Dienstag bei einem Besuch in Paris.

Zuvor war aus EU-Kreisen bekanntgeworden, dass die EU und Grossbritannien bei ersten Vorgesprächen noch kein Datum für den Beginn der Verhandlungen festgelegt hatten. Dieser war für den 19. Juni angedacht. Es geht um die Bedingungen des britischen EU-Austritts.

Schwierige Regierungsbildung

Theresa May hatte vorige Woche ihre absolute Mehrheit bei der Parlamentswahl verloren und befindet sich in einer schwierigen Regierungsbildung.

Frankreichs Präsident Macron hält einen Verbleib Grossbritanniens in der Gemeinschaft aus Sicht der verbleibenden EU-Staaten weiter für möglich. «Die Tür ist natürlich immer noch offen, solange es keine abgeschlossene Verhandlung über den Brexit gibt», sagte er nach dem Treffen mit May im Élyséepalast.

Die Entscheidung zum EU-Austritt sei aber vom britischen Volk getroffen worden - «und ich respektiere die Souveränität der Völker». Er sagte: weiter: «Es steht mir nicht zu, zu wissen, ob man diese Entscheidung widerrufen sollte oder nicht.» Macron betonte, dass man sich bewusst sein müsse, dass es nach Beginn der Verhandlungen schwierig sei, kehrt zu machen. Ein Reporter hatte ihn explizit gefragt, ob die Tür für einen Verbleib Grossbritanniens noch offen sei.

(kaf/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 14.06.2017 01:17 Report Diesen Beitrag melden

    Spielverderber

    man stellt ihm eine Frage, die er so beantwortet, dass daraus niemand einen Skandal machen kann. Bravo!

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  • Helvetier am 14.06.2017 00:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da wurde die Ernsthaftigkeit verschlafen

    GB bleibt in der EU!?? Ach sie Tagträumer Macron.

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  • Mexim am 14.06.2017 05:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macron, richte die Augen auf die EU!

    Macron...Sollte sich besser Gedanken über die EU als über England machen. Insbesondere sollte Macron zumindest mal in Betracht ziehen, dass das Karten-Häuschen EU ev. am einstürzen ist. Aber wie so oft, sucht man dann die Fehler lieber bei denen wo weg gezogen sind vor dem Einsturz, als bei den Architekten & Bau-Herren!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pierre am 14.06.2017 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Türe ist offen....

    ....M Macron, öffnen Sie sie und betreten Sie Neuland - Ihre Landsleute haben die Nase voll von der 25Prozent MwSt, mit der sie Brüssel widerwillig finanzieren müssen. EU Adieu - die beste Lösung.

    • Snooker am 14.06.2017 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pierre

      genau deiner Meinung

    • Penelope am 14.06.2017 22:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Pierre

      Und warum wurde der EU-freundliche Macron mit überwältigender Mehrheit gewählt ?

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  • defence first am 14.06.2017 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EU am Ende...

    "Schwanz einziehen" nennt mann das...

  • Martin am 14.06.2017 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles heisse Luft

    Nein, die ist zu. Es reicht! Merkt eigentlich niemand, wie der EU-Dämon, der wirklich nicht viel Gutes hervorgebracht hat, sich krampfhaft versucht an der Macht zu halten? Die Menschen haben gewählt und es kann nicht sein, dass unliebsame Wahlergebnisse immer wieder solang hinterfragt werden, medial-/politisch torpediert werden bis den Leuten schwindlig wird. Es ist wie's ist. Sämtlich Drohungen, man sich gegen sich gegen die EU stellt, stellten sich als nichtig heraus. Also ... go on!

    • Herbert am 14.06.2017 20:59 Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      haben Sie den Artikel überhaupt gelesen. Wenn ja, schliesse ich daraus, dass es jetzt bereits als Drohung interpretiert werden MUSS, wenn einer gar nicht viel zum Thema sagt. Wichtigtuer mögen das natürlich noch weniger als Kritik, wird lustig.

    • J. Berger am 14.06.2017 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      Die EU - nicht wirklich viel Gutes bewirkt? Jetzt nicht dein Ernst oder? Wie alt bist du denn?!

    • Pedro am 14.06.2017 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      ...wenigstens durften die Briten abstimmen. In den EU Ländern käme das nie in Frage. Brüssel scheut Volksabstimmungen wie die Pest.

    • R.Ealo am 14.06.2017 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @J. Berger

      Ja - interessante Frage. Was hat die EU Positives vorzuweisen? Etwa dass sie jeden Steuerzahler der Mitgliedsländer mit rund zwanzig Prozent MwSt schröpft und sich dadurch am Leben erhält? Macht endlich die Augen auf!

    • Perez G. am 14.06.2017 22:11 Report Diesen Beitrag melden

      @J. Berger

      Also ich bin über 50, und die EU hat ausser einer Riesebürokratie, der Unterdrückung der Bürger und einer Aushölung des Systems nichts gebracht.

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  • Jules am 14.06.2017 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Wenn Macron meint, die Türen seien noch nicht verschlossen, kommen hier schon einige ins Zittern und kommentieren Pro Brexit. Bei den Brexit Befürwortern scheinen die Nerven mehr als blank zu liegen.

  • Carlo am 14.06.2017 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hören Sie nicht auf diesen Macron

    Liebe Frau May. Hören Sie ja nicht auf diesen aalglatten Macron-Typ. Der hat bis heute noch nie Verantwortung übernommen. Gehen Sie ihren eingeschlagenen Weg konsequent.

    • Roman am 14.06.2017 18:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Carlo

      auf der anderen Seite hat er sich bis jetzt auch noch nicht so überschätzt und blamiert wie Frau May. Ein bisschen Macron täte ihr ganz gut.

    • Helvetier am 14.06.2017 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roman

      Ciao Roman, nehmen wir mal an: Sie sind so jung wie Macron und arbeiten in ihrem Job seit geraumer Zeit und ihr Kollege ist doppelt so alt wie Sie. Haben sie wirklich das Gefühl, dass sie alles besser wissen wie ihr alter Kollege, der schon doppelt so lang den Job macht?

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