Welterbe bröckelt weiter

27. Oktober 2011 14:28; Akt: 27.10.2011 14:33 Print

Neue Einstürze bei Pompeji gemeldet

Die Welterbestätte Pompeji bei Neapel zerfällt immer weiter. Nach 2010 schlagen Wissenschaftler bereits wieder Alarm. Nach Niederschlägen sind zwei Mauern eingestürzt.

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Die archäologische Welterbestätte Pompeji bei Neapel bröckelt weiter. Nachdem am Samstag eine antike Mauer in der Nähe des Steintors «Porta di Nola» eingestürzt war, brachen nach heftigen Niederschlägen weitere zwei Mauern in der «Villa di Diomede» ein.

Alarm schlugen zwei Aufseher des archäologischen Geländes, wie italienische Medien am Donnerstag berichteten. Der neue Einsturz sorgt für zusätzliche Polemik rund um die Zukunft der Welterbestätte. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn hatte am Mittwoch in Rom angekündigt, dass die EU Finanzierungen in Höhe von 105 Millionen Euro für Pompeji locker machen werde.

Unter Aschebergen begraben

«Ich werde dafür sorgen, dass die Restaurierungsarbeiten zu Beginn des kommenden Jahres anfangen», sagte Hahn. Die italienische Regierung hatte zuletzt ein Abkommen mit der UNO-Kulturorganisation UNESCO abgeschlossen, die sich künftig selber direkt um die Instandhaltung des archäologischen Gelände kümmern soll.

Die bedeutsame archäologische Stätte in Süditalien zieht Millionen von Touristen an. Bei einem Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahre 79 nach Christus wurde die antike Stadt Pompeji unter meterhohen Aschebergen begraben und dadurch weitgehend konserviert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erwin Sutter am 27.10.2011 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Eintrittsgelder wo?

    hmmm... wohin verschwinden denn all die Euros für die Eintritte für solche Kulturstätten? Sollten nicht für die Erhaltung eben dieser Stätten verwendet werden?

  • Patrick W. am 27.10.2011 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rettet Pompeji

    Wow war gerade vor zwei Wochen dort in den Ferien und habe eine Tour mitgemacht. Finde es wirklich traumhaft das es noch Städte gibt die so lange erhalten geblieben sind. Vorallem die Sicht auf den Vesuv vom Forum aus. Hoffe das sie möglichst schnell alles wieder hinkriegen damit auch noch viele weitere Menschen sich an dieser antike Stadt erfreuen können.

  • Peschä am 27.10.2011 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    Solch einmalige archäologische Stätten müssen viel besser gepflegt werden. Es ist eine Schande, dass es offenbar seit 50 Jahren keine richtige Denkmalpflege mehr gibt! An Geld sollte es bei 2.5 Mio Touristen im Jahr auch nicht mangeln!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick W. am 27.10.2011 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rettet Pompeji

    Wow war gerade vor zwei Wochen dort in den Ferien und habe eine Tour mitgemacht. Finde es wirklich traumhaft das es noch Städte gibt die so lange erhalten geblieben sind. Vorallem die Sicht auf den Vesuv vom Forum aus. Hoffe das sie möglichst schnell alles wieder hinkriegen damit auch noch viele weitere Menschen sich an dieser antike Stadt erfreuen können.

  • M. Meyer am 27.10.2011 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Zuschütten

    Da die Asche das Ganze ja so prächtig konserviert hatte, und da der italienische Staat offensichtlich nicht genügend für dieses Weltkulturerbe aufkommen kann/mag, sollte man Pompeji zumindest stellenweise wieder zuschütten. So verhindert man hoffentliche weitere Schäden. Hübscher Nebeneffekt: Spätere Generationen hätten dann auch wieder was zu buddeln.

  • Erwin Sutter am 27.10.2011 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Eintrittsgelder wo?

    hmmm... wohin verschwinden denn all die Euros für die Eintritte für solche Kulturstätten? Sollten nicht für die Erhaltung eben dieser Stätten verwendet werden?

  • Sensitiver am 27.10.2011 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Die Renovierungen kommen vermutlich zu

    spät. Es lässt sich nähmlich immer wieder beobachten, dass vor schweren Erdbebeben und Vulkanausbrüchen; dass Wetter total verrückt spielt. Besser Leute evakuieren als Gebäude restaurieren.

  • Peschä am 27.10.2011 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    Solch einmalige archäologische Stätten müssen viel besser gepflegt werden. Es ist eine Schande, dass es offenbar seit 50 Jahren keine richtige Denkmalpflege mehr gibt! An Geld sollte es bei 2.5 Mio Touristen im Jahr auch nicht mangeln!