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Schwerste Verbrechen
30. Mai 2012 11:44; Akt: 30.05.2012 15:10 Print
Charles Taylor muss für 50 Jahre ins Gefängnis
Terror, Mord, Vergewaltigung und die Anwerbung von Kindersoldaten: Das Uno-Sondertribunal zu Sierra Leone in Den Haag hat den früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor zu 50 Jahren Haft verurteilt.

Der ehemalige liberianische Präsident Charles Taylor wartet am 30. Mai im Gerichtssaal des UN-Sondertribunals zu Sierra Leone in Leidschendam bei Den Haag auf die Höhe seiner Strafe. (Bild: Keystone)
Der frühere liberianische Machthaber Charles Taylor ist wegen Mitschuld an Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 50 Jahren Haft verurteilt worden. Er kann noch in Berufung gehen. Da das UNO-Sondertribunal für Sierra Leone in Den Haag ihm am Mittwoch die bereits abgesessene Zeit in Gewahrsam anrechnete, bleiben knapp 44 Jahre. Das kommt für den 64-Jährigen einer lebenslangen Strafe gleich. Die Staatsanwaltschaft hatte 80 Jahre gefordert.
Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit Taylors Mitschuld an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bürgerkrieg Sierra Leones. Zwar habe Taylor die Täter lediglich unterstützt. Jedoch bringe seine damalige Position als Präsident Liberias besondere Verantwortung mit sich.
Mehr als 50 000 Tote
Taylor unterstützte die Kriegsherren im Nachbarland und liess sich mit «Blutdiamanten» bezahlen. In dem mehr als zehnjährigen Konflikt töteten, vergewaltigten und verstümmelten Milizen die Bevölkerung und zwangen Kinder zum Dienst als Soldaten. Die Zahl der Toten wird auf über
Taylor ist das erste ehemalige Staatsoberhaupt, das seit den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg von einem internationalen Gericht verurteilt wurde. Taylor musste sich für seine Taten im Zeitraum zwischen November 1996 und Januar 2002 verantworten. Der Schuldspruch war bereits Ende April erfolgt.
(sda)
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Vorsicht!
Es darf Keiner auf die Propaganda von afrikanischen Diktatoren hereinfallen, welche Versuchen Folter und Korruption als Teil der afrikanischen Kultur darzustellen und somit Menschenrechtsorganisationen oder sogar die UNO als Kuturimperialisten zu brandmarken. Es ist völlig irrelevant, was diese Gruppe von korrupten Despoten sagt. Menschenrechte bleiben Menschenrechte und auch die Afrikaner haben ein Recht auf ein Leben ohne Willkür und Gewalt.
Nichts Neues
Ntaganda und Omar al-Bashir sind das beste Beispiel dafür, dass sich die Geschichte wiederholt. Nach den Nürnberger Prozessen wurden Wehrmachtsoffiziere in die Bundeswehr integriert, der ehemalige Wehrmachtsgeneral Vincenz Müller diente in der NVA der DDR, der BND wurde von ehemaligen GeStaPo-Mitgliedern geführt und vormalige SS-Männer waren in der Französischen Fremdenlegion als Elite-Soldaten sehr begehrt. Know-How ist eben gefragt.
Gerechtigkeit
Alle gegen Afrika! Welche Selbsteinschätzung haben die Afrikaner? Ein Menschenleben gilt auf dem "Schwarzen Kontinent" ziemlich wenig. Nirgens wird in diesem Masse skrupellos gemordet. Was im Kongo abgeht, verbirgt der Urwald, was in Ruanda 1094 stattfand, war ein Völkermord ohne Beispiel, in Nigeria schlachten sich die Volksgruppen ab, und Angola ist noch in guter Erinnerung, die Verminung ist heute noch das Problem des Landes, im Südsudan ist Mord und Vertreibung an der Tagesordnung - und da soll die Welt keine Massenmörder verurteilen aus dem "friedlichen" Afrika?