«Weg ins Nichts»

01. September 2017 14:47; Akt: 02.09.2017 01:19 Print

Putin mischt sich in Nordkorea-Konflikt ein

Der russische Präsident hat auf Trumps kriegerische Töne Richtung Pyongyang reagiert. Er warnte vor «dem Weg ins Nichts».

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Rät von Druck auf Nordkorea ab: Putin bei der Eröffnung der Judo-WM in Budapest. (28. August 2017) (Bild: Tamas Kovacs/AP)

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Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hat sich nach Ansicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin in jüngster Zeit verschärft und drohe in einen «Konflikt grösserer Ausmasse» auszuarten. Nordkorea könne nur ohne Vorbedingungen und ohne Druck zum Dialog über die Einstellung seines Atom- und Raketenprogramms bewegt werden.

Alle Versuche, Pyongyangs Programme mit Druck zu stoppen, hätten «keine Perspektive», sagte Putin nach Angaben russischer Agenturen in einer Erklärung, die in der Nacht zum Freitag vom Kreml verbreitet wurde.

«Der Weg ins Nichts»

«Man muss die Probleme der Region mit einem direkten Dialog aller interessierten Länder lösen, ohne jede Vorbedingungen.» Alle Provokationen, jeder Druck, jede kriegerische Rhetorik seien «der Weg ins Nichts». Er reagierte damit auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump, der am Mittwoch auf Twitter geschrieben hatte: «Reden ist nicht die Lösung».

Putin äusserte sich vor einem Gipfel der vier grossen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC), der am Sonntag im chinesischen Xiamen beginnt. Moskau und Peking schlagen zur Beilegung des Konflikts vor, dass die USA und Südkorea künftig auf gemeinsame Militärmanöver verzichten und Nordkorea im Gegenzug seine Raketentests einstellt.

Am Dienstag hatte Nordkorea eine Mittelstreckenrakete über Japan hinweg in den Pazifik gefeuert. Die USA und Südkorea hatten daraufhin zwei Tage später Kampfflugzeuge über der koreanischen Halbinsel aufsteigen lassen und damit militärische Stärke demonstriert.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anna am 01.09.2017 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefährlicher Stolz

    Da kann ich Putin nur recht geben. Trump fehlt das Feingefühl. Sonst würde er das erkennen. Bleibt zu hoffen, dass Putin die Hitzköpfe stoppen kann.

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  • Sepp am 01.09.2017 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irreführender Titel

    Also ich würde nicht sagen "mischt sich ein" Russland hat genauso Interesse, dass der Konflikt friedlich zu Ende geht. Immerhin grenzt Nordkorea an Russland und nicht an Amerika

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  • EMM am 01.09.2017 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geostrategisch

    Ist Norkorea eine Attraktives Ziel, um dort eine weitere US-Militärbasis zu errichten. Nicht weil Trump gegen Nordkorea Krieg führen will, sondern weil das den Agenda einer US-Imperialismus entspricht, und die letzten zwei Wirtschaftsmacht, China und Russland Militärisch eigekreist sind. Wer rechechiert, wieviele US-Militärbasen sind, und wo sie sich befinden, weiss was ich meine. Wir könne vielleicht Streiten wer hier recht hat, aber wenn es ernst wird, dann spielt das gar keine Rolle mehr, weil es uns dann am härtesten trifft. Deswegen, sage ich Nein zum Krieg, da hat selbst Putin sogar recht, selbst wenn er keine weisse Weste hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leon am 02.09.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Zar Putin

    Für die welche es noch nicht mitbekommen haben. Putin ist an der Macht weil er die Koruption von Jelzin deckte. Er hat dies noch weiter ausgebaut und sogar die Verfassung für seine Machtgier geändert. Als Präsident wird man nicht mehrfacher Milliardär mit Ehrlichkeit.

  • Fritz Zürich am 02.09.2017 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ständige Provokationen

    Man muss sich nicht wundern, wenn sich Nordkorea bedroht fühlt und seine Stärke zum Ausdruck bringen will, wenn die Amerikaner mit den Südkoreanischen Streitkräften ständig provozierende Manöver vor ihrer Küste abhalten. Die Amerikaner sollten eher in ihrem eigenen Land für Ruhe und Ordnung sorgen. Zur Zeit haben wir so viele Kriesen herde auf dieser Welt. Hunger- Armut- kriegerische Auseinandersetzungen- und Gewaltsausbrüchen, Umweltkatastrophen usw. Meine persönliche Meinung ist, dass ich Präsident Putin inteligenter-klüger und auch sympatischer finde als Trump.

  • Dani am 02.09.2017 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch Putin hat Interessen...Aber...

    Noch ist es Nordkorea das permanent den USA die "atomare Vernichtung" androht. Da in der Zwischenzeit auch die Kapazität dazu da sein dürfte (unklar ist nur wieviel A-Sprengköpfe resp. funktionierende Trägerraketen wirklich vorhanden und eisatzbereit sind) muss der amerikanische Oberbefehlshaber, sprich Präsident handeln. Ob Trump dies allerdings clever macht steht auf einem anderen Blatt. Aber nicht umsonst heisst es: Hunde die bellen....

  • Barcelona am 02.09.2017 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Wenn das stimmt, ist das der erste intelligente Vorschlag zur Beruhigung der Situation zwischen Südkorea und USA.

  • Mike am 02.09.2017 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Geld und Waffen statt Frieden

    Russland und China die wichtigsten Waffenhändler für Nordkorea, daher ist verständlich das putin seinen guten Kunden schützt!