Werbung auf Facebook

31. Oktober 2017 02:57; Akt: 31.10.2017 03:29 Print

Russland-Posts erreichten 126 Mio User

Das Online-Netzwerk schätzt, dass die Verbreitung von Politik-Anzeigen aus Russland viel grösser war, als zunächst angenommen.

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Unklar bleibt, wieviele die Anzeigen aus Russland bewusst wahrgenommen haben: Facebook. (Archivbild) (Bild: Keystone/Matt Rourke)

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Nach Angaben von Facebook ist die Verbreitung der aus Russland stammenden Polit-Anzeigen zur Spaltung der US-Gesellschaft deutlich grösser gewesen als zunächst angenommen. Die Werbung könnte 126 Millionen Nutzern angezeigt worden sein, schätzt Facebook.

Das weltgrösste Online-Netzwerk könne aber zugleich nicht sagen, wie viele von ihnen die Anzeigen bewusst wahrgenommen oder ungelesen durchgescrollt hätten. Dies erklärte Facebook in einer Stellungnahme an den US-Kongress, die diversen US-Medien vorlag.

Die neue Schätzung berücksichtigt das Teilen von Inhalten durch Nutzer untereinander. Direkt sei von 2015 bis 2017 die von der russischen «Internet Research Agency» gebuchte Werbung 11,4 Millionen Nutzern angezeigt worden. Bei Facebook kann man dafür bezahlen, dass Beiträge in den Nachrichtenstrom von Nutzern eingefügt werden.

Bei den russischen Anzeigen ging es darum, Spannungen zwischen sozialen und ethnischen Gruppen in den USA anzuheizen. So wurde dort zum Beispiel die Diskriminierung von Afroamerikanern kritisiert – aber auch die Angst vor muslimischen Einwanderern geschürt.

Anhörung im Kongress am Mittwoch

Facebook hatte vor einigen Wochen erklärt, es seien Anzeigen für 150'000 Dollar entdeckt worden – nur ein Bruchteil der gesamten Wahlkampfausgaben in der Präsidentschafts-Kampagne 2016. Das Online-Netzwerk machte zunächst aber keine Angaben dazu, wie viele Nutzer am Ende diese Werbung gesehen haben könnten.

126 Millionen ist eine beträchtliche Zahl: Facebook hat in Nordamerika nach jüngsten Angaben 236 Millionen monatlich aktive Nutzer – und für Trump stimmten bei der Präsidentenwahl insgesamt knapp 63 Millionen Amerikaner.

Die Facebook-Stellungnahme gehört zu einer Anhörung im US-Kongress zur russischen Aktivität in sozialen Medien im vergangenen US-Wahlkampf. Dazu ist am Mittwoch neben Facebook unter anderem auch Twitter geladen.

Vertreter des Kurznachrichtendienstes Twitter würden den Abgeordneten mitteilen, dass nun rund 2700 Profile mit Verbindung zur Internet Research Agency entdeckt worden seien, berichtete der Technologie-Blog «Recode» am Montag. Zunächst war von 200 Nutzerkonten die Rede gewesen.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rea List am 31.10.2017 04:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gehts noch...

    Man kann es langsam nicht mehr hören, alle grossen Länder mischen überall mit, wo sie nicht hingehören. Welches Land geht dabei weltweit am kriminellsten vor? Tipp: es ist nicht Russland.....

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  • Urs Keller am 31.10.2017 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer A sagt soll auch B sagen

    Schön, und was ist mit den USA-Posts, die Russland spalten sollten? Wie viele User wurden da erreicht?

  • Mani Motz am 31.10.2017 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Beweise

    hätte, könnte, wäre, aber wo bleibt das ist?

Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 32 am 31.10.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krass

    Krass

  • Penelope am 31.10.2017 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wird wohl stimmen

    Genau wegen dem Aufschrei der Entrüstung auf diesem Forum und in allen anderen, wenn es um dieses Thema geht zeigt mir, dass die Anschuldigungen wohl wahr sind.

  • Dingsda am 31.10.2017 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Radio Free Europe

    In dem Zusammenhang sei an Radio Free Europe erinnert ;)

  • Wie immer am 31.10.2017 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Überschrift reisserisch

    Im Text steht es dann schön mit "könnten". Nach der Übeschrift könnte man davon ausgehen, dass es 126 Mio gelesen haben. Wie viele von den 126 Mio haben es dann tatsächlich gelesen. Ich les eigentlich nie irgendwelche Sachen, die mir zugeschickt werden, oder die aufbloppen.

  • Sonja Gut am 31.10.2017 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Nur der Vollständigkeit halber...

    ... sollten die Medien vielleicht auch mal all die Millionen an Euros und Schweizer Franken erwähnen welche aus Europa und der Schweiz in den US-Wahlkampf geflossen sind. Da sind die paar Rubel eigentlich schon Peanuts...

    • Martin Schneeberger am 31.10.2017 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      Danke für die Gedankenspitze!

      @ Sonja Gut: Gemäss einer offiziellen Aufstellung waren die grössten Wahlkampfspender von Bush jun. die Banken UBS und CS (ohne anschliessenden Prozess...)

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