Drama am Mont-Blanc

09. November 2011 12:07; Akt: 09.11.2011 15:07 Print

Alpinisten nach sechs Tagen tot gefundenAlpinisten nach sechs Tagen tot gefunden

Sieben Nächte steckten zwei französische Bergsteiger im Mont-Blanc-Massiv bei eisiger Kälte fest. Jetzt hat man sie gefunden. Sie sind beide tot.

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Sechs Tage lang waren der französische Bergführer Olivier Sourzac (47) und seine Kundin Charlotte Demetz im Mont-Blanc-Massiv vermisst. Nun haben sich im Drama um die beiden Alpinisten die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Italienische Rettungssanitäter konnten nur noch den Tod der beiden feststellen. Eine Helikopterbesatzung ortete die beiden Franzosen am Mittwoch bewegungslos in rund 4050 Metern Höhe.

Seit genau einer Woche steckten die Extremsportler bei der Pointe Walker fest. Am Mittwochmorgen konnte die Stelle endlich überflogen werden. Laut Angaben der Präfektur Hochsavoyen hat man dabei die beiden Bergsteiger gesichtet - allerdings leblos.

Am Mittwoch vor einer Woche machten sich die zwei Bergsteiger auf zu einer Tour im Mont-Blanc-Massiv. Sie hatten geplant, entlang dem Gletscher Linceul aufzusteigen, einem sehr steilen Hang.

Hilfe per Handy angefordert

Am Tag darauf forderte Sourzac per Handy die Bergrettung an. Das Wetter habe umgeschlagen, seine Kundin sei erschöpft. Sourzac konnte noch angeben, er habe unter einem eisigen Vorsprung ein Loch in den Schnee graben können. Er habe noch «ein kleines bisschen» Lebensmittel, der Kocher funktioniere. Am Freitag dann brach der Kontakt ab, weil der Akku leer war.

Seither wurden mehrere Rettungsversuche unternommen. Wegen den schlechten Wetterverhältnissen konnten die Helikopter aber nicht wie gewünscht eingesetzt werden.

(feb/jam/sda)