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«Super-Mario»
13. November 2011 18:26; Akt: 14.11.2011 09:16 Print
Signor Monti, der Anti-Berlusconi
Noch heute könnte Mario Monti vom italienischen Staatspräsidenten Napolitano mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt werden. Wer ist der Mann, in den ein ganzes Land die Hoffnung auf Reformen steckt?

Mario Monti, der aussichtsreichste Kandidat als Ministerpräsident der italienischen Übergangsregierung, verlässt am 13. November in Rom sein Hotel. (Bild: AFP)
Mario Monti gilt in jeder Hinsicht als Anti- Berlusconi. Der schmale 68-Jährige mit den grauen Haaren und der Brille steht für Wirtschafts- und Finanzexpertise, für Bildung, gute Manieren und wenig Lärm.
Bildstrecken Die Silvio Top-10Berlusconis Karriere in Bildern Berlusconi-Partei stimmt Monti als Regierungschef zuDie Partei des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat der Bildung einer Regierung unter Führung von Mario Monti unter Vorbehalten zugestimmt. Die Freiheitspartei machte ihre Unterstützung einer Regierung Monti davon abhängig, dass diese nur so lange im Amt bleiben würde, bis die nötigen Maßnahmen umgesetzt sind, um den finanziellen Kollaps Italiens abzuwenden. Parteisekretär Angelino Alfano betonte, dass auch Montis Regierungsprogramm und die Zusammensetzung seines Kabinetts ausschlaggebend für die Unterstützung seiner Partei seien. Der Regierung dürfe kein früherer Gegner Berlusconis angehören.
Parteipolitische Machtspiele seien dem international geachteten Akademiker ein Graus, heisst es. Kurz: Monti verkörpert ein anderes Italien, das mit der Bunga-Bunga-Ära von Silvio Berlusconi nichts zu tun haben will. Nun könnte er die Regierungsgeschäfte in Rom von Berlusconi übernehmen. Diesem hatte er vorgeworfen, «sich niemals wirklich für Wirtschaftspolitik interessiert zu haben.»
1943 im norditalienischen Varese geboren, studierte der parteilose Monti in Mailand und an der renommierten Yale-University im US-Bundesstaat Connecticut. Als Professor arbeitete er in Mailand, Trient und Turin.
Heute ist Mario Monti Präsident der Mailänder Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi. Als EU-Kommissar für Wettbewerb und den Binnenmarkt machte er sich einen Namen als streitbarer Mann, der keinem Konflikt aus dem Weg geht. Das brachte ihm in Brüssel, wo er von 1995 bis 2004 arbeitete, auch den Beinamen «Super-Mario» ein.
Der «italienische Preusse»
Monti gehörte der EU-Exekutive an - zunächst als Kommissar für Binnenmarkt, später in der mächtigen Funktion des obersten Wettbewerbshüters der EU. Er habe sehr genau, diszipliniert und regelgebunden gearbeitet, erinnert sich ein ehemaliger Botschafter.
Er sei ein harter und zugleich zuverlässiger Verhandlungspartner gewesen. «Er hatte keine sehr italienische Vorgehensweise - sein Spitzname war damals ‹der italienische Preusse›.»
International ist der Vater zweier Kinder auch aufgrund seiner wettbewerbsrechtlichen Positionen angesehen. In kartellrechtlichen Streitigkeiten zwang der Mann aus der Lombardei sowohl den amerikanischen Industrieriesen General Electric (GE) als auch den Softwarekonzern Microsoft dazu, klein beizugeben.
Monti sei unbeugsam gegenüber politischem Druck und stelle sich voll und ganz in den Dienst der Sache, sagen ehemalige Wegbegleiter in Brüssel.
Kein Sinn für Kuhhandel
Der damalige Chef von General Electric, Jack Welch, widmete der Auseinandersetzung mit der EU-Behörde ein Kapitel seiner Autobiografie. Um Monti gnädig zu stimmen, bot der Amerikaner diesem das Du an.
Doch der Kommissar lehnte die Aufforderung «Call me Jack» höflich ab - er werde dies tun, nachdem die Fusionskontrolle beendet sei. Auch ein Anruf des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton bei Kommissionspräsident Mario Prodi brachte die Kommission nicht von ihrer Linie ab.
Ob der als grundehrlich und sachlich geltende Italiener geeignet sei, die Regierung in Rom zu führen, sei allerdings fraglich, sagt ein langjähriger Begleiter Montis. «Er hat zwar ein gutes Gespür dafür, wie Politik funktioniert - aber er ist nicht der Mann für den Kuhhandel.»
Viele Experten gehen denn auch davon aus, dass Monti nicht bis zum nächsten regulären Wahltermin 2013 die Regierung führen wird. Er könnte eine Neuwahl ansetzen, sobald die von Italien versprochenen Reformen verabschiedet sind.
Berlusconi nach Abgang «sehr müde»
Berlusconis Rücktritt wurde in Rom von hunderten Demonstranten gefeiert. Wegen der Kundgebung verliess er den Präsidentenpalast nach seinem Rücktritt am Samstagabend durch einen Seiteneingang. Innenminister Roberto Maroni sagte, er habe Berlusconi am Abend getroffen und ihn sehr müde erlebt. Zu den Szenen am Quirinalspalast sagt das Gründungsmitglied der Lega Nord: «Es waren hässliche Bilder, Leute, die spuckten und (Gegenstände) warfen.»
(sda)
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Alle 6 Kommentare


























Bilderberger, Freimaurer etc.
Vor unseren Augen wird eine Neue Weltregierung aufgebaut und die Medien reden es auch noch schön. Wer hat eigentlich wählen dürfen? Die Italiener bekommen einfach einen der Elite vorgesetzt und sollen jetzt zufrieden sein? Was ein Witz.....
Monti ist einer von ihnen
Was in dieser schöngefärbten Biograpie fehlt, Mario Monti ist im Steering Committee der Bilderberger, Präsident der europäischen Council on Foreign Relations und ein hochgrad Freimaurer. Die Krise wird benutzt um ihre Schergen in Topposititionen zu platzieren
Goldman Sachs
Zudem ist der Mann mit der weissen Weste auch noch im Board of International Advisors von Goldman Sachs.
Silvio, möchtest du nicht bleiben?
Nebenbei ist Herr Monti auch Vorsitzender des Europäischen Ablegers der Trilateral Commission, Bilderberger und Berater für Goldman Sachs und Coca Cola. Ist es schlimm wenn ich mir Berlusconi zurück wünsche?
ja natürlich....nonbestemiamo
Nur weil der neue Gaul auch schon hinkt, wünscht man sich nicht den halbtoten Gaul zurück, alternativen gab es in Italien ohnehin schon nicht viele. Eigentlich verlor Berlusconi schon mal das Vertrauen der Wähler, nur stellte man sehr schnell fest das Romano Prodi alias Prinz Valium eine noch grössere Pfeiffe war und es kam zur Vorzeitigen Wahl....Ich als italiener bin froh, dass der eine weg ist, aber was ist mit allen seinen Anhängern, die sind ja immer noch dort....wenn wir in Italien wirklich etwas ändern möchten, dann müssten 80% der so genannten "Onorevoli" nach HAUSE...Tutti a Casa