Vorwahlen in Nevada

05. Februar 2012 02:12; Akt: 06.02.2012 09:00 Print

Romneys nächster StreichRomneys nächster Streich

Es ist bereits die zweite Vorwahl innerhalb nur einer Woche - und der Ex-Gouverneur und Multimillionär Mitt Romney konnte nach seinem klaren Sieg in Florida auch Nevada für sich gewinnen.

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Die Cowboys scheinen ihn zu mögen: Mitt Romney an einer Wahlkampfveranstaltung in Elko, Nevada (3.2.2012). (Bild: Keystone/Ted S. Warren)

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Nach Florida konnte der Ex- Gouverneur und Multimillionär nun auch die Republikaner-Vorwahl in Nevada klar gewinnen. Das berichten mehrere TV-Sender kurz nach Schluss der Abstimmung am Samstag.

Unklar war zunächst aber, wer auf den zweiten Platz komme, hiess es. Hier zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ex- Parlamentspräsident Newt Gingrich und dem libertären Kongressabgeordneten Ron Paul ab.

Klatsche für Gingrich

Romneys klarer Sieg war nach Umfragen erwartet worden. Teilweise hatten ihm Umfragen sogar über 50 Prozent der Stimmen zugesprochen. Der Mormone Romney konnte nicht zuletzt auf die starke Unterstützung seiner Glaubensbrüder bauen. Diese machen etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Nevada aus und gelten als besonders eifrige Teilnehmer an Vorwahlen.

Nach knapp 15 Prozent der ausgezählten Stimmen komme Romney auf rund 47 Prozent der Stimmen, berichtete der TV-Sender CNN. Auf Gingrich entfielen demnach etwa 22 Prozent, auf Paul 19 Prozent, hiess es. Nevada war die fünfte Vorwahl und die erste Abstimmung im Westen der USA.

Wahlen noch nicht gelaufen

Experten warnen jedoch, noch sei das Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur längst nicht gelaufen. Bereits am Dienstag wird in Colorado, Minnesota und Missouri abgestimmt. Insgesamt stehen noch Vorwahlen in 45 weiteren Bundesstaaten an.

Eine erste echte Vorentscheidung dürfte aber erst beim «Supertuesday» am 6. März fallen. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.

Endgültig wollen die Republikaner ihren Kandidaten erst beim Parteitag im Sommer entscheiden, wer bei den Präsidentenwahlen im November gegen Barack Obama antritt.

Wenig Zeit für Nevada

In Nevada geht es um 28 Wahlmännerstimmen für den Nominierungsparteitag Ende August. Romney hatte nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP vor der Abstimmung in Nevada 87 der für die Nominierung notwendigen 1144 Delegiertenstimmen sicher, Gingrich 26, Santorum 14 und Paul 4.

Anders als bei den Vorwahlen in Iowa bis Florida hatten alle Bewerber in Nevada wenig Zeit und Geld für ihren Wahlkampf investiert.

(sda/ap/mbu)