In vier Ländern

11. März 2017 04:11; Akt: 11.03.2017 09:19 Print

20 Millionen Menschen droht der Hungertod

Der UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnt vor der grössten humanitären Krise seit der Gründung der Vereinten Nationen vor über 70 Jahren.

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UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat den Weltsicherheitsrat mit dramatischen Worten um Hilfe für Millionen von hungernden Menschen gebeten. Ohne grössere Hilfsaktion droht nach seinen Worten rund 20 Millionen Menschen in vier Ländern der Hungertod.

O'Brien hatte kurz zuvor die Krisengebiete im Jemen, im Südsudan und Somalia sowie in Nigeria besucht und sich ein Bild von der Lage gemacht. «Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben», sagte er am Freitag zu den im Sicherheitsrat vertretenen Diplomaten.

Hungersnot und Konflikte

Für den Nothilfekoordinator sei damit ein «kritischer Punkt in der Geschichte der Vereinten Nationen» erreicht, wie aus einer UNO-Mitteilung hervorgeht. Die Vereinten Nationen stünden vor der grössten humanitären Katastrophe seit ihrer Gründung. «Die Lage für die Menschen in diesen Ländern ist schrecklich und ohne eine grosse internationale Reaktion wird sie noch schlimmer», sagte der Brite. «Alle vier Länder haben eine Sache gemeinsam – den Konflikt. Das bedeutet, dass wir (die UNO) die Möglichkeit haben, weiteres Elend und Leiden zu verhindern.»

Rasche Hilfe und auch finanzielle Hilfe seien nötig, da noch die Gelegenheit bestehe, das Schlimmste zu verhindern.

(foa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerry41 am 11.03.2017 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe

    Man nehme die Gehälter aller unnötigen EU Politiker also 99% und organisiere eine Aktion das sich die betroffenen Leute selbst helfen können. Dann wäre es gut :)

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  • Bella am 11.03.2017 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer auf die kleinen

    Über Jahre hinweg Spenden diverse Länder Millionen Beträge. Der große Teil des Geldes kommt nie an. Korruption pur. Darum Spende ich nicht. Diese betlerei geht mir so auf die Nerven. Wo sind die Millionäre und Milliardäre???

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  • Schubert am 11.03.2017 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So läufts halt

    Irgendwie hält sich mein Mitleid in Grenzen, so hart es klingt. Denn solange diese Leute teils 10 und mehr! Kinder zeugen, nutzt alles nichts. Das ist natürliche Regulation, läuft im Tierreich genauso ab. Und kommt jetzt nicht mit Sprüchen wie null Empatie,... Das ist rein sachlich Fakt und kein emozionaler Kommentar.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • lauretta am 13.03.2017 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    stoppt mal die entwicklungshilfe!

    man lässt diese menschen kinder auf die welt stellen, wie es grad kommt. dann wundert mich nichts. die hilfsorganisationen sollten sich um massen-unterbindungen solcher frauen bemühen. sie Kriegen kinder und wenden sich dann an die ganz welt um hilfe. gehts eigentlich noch? irgendwann kann die erde diese massen von menschen nicht mehr stemmen, geschweige noch ernähren. je mehr mia hilfe wir alle dahinschicken, desto mehr versickern bei den despoten. aufhören!!! auch diese menschen müssen lernen, verantwortung für sich selbst zu übernehmen! wir sind nicht die retter der welt!

    • Art. am 14.03.2017 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @lauretta

      Gehen Sie dann zu diesen kinderlosen Menschen hin, wenn Diese krank oder alt werden?

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  • Realistin am 11.03.2017 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    Weltverebessserer bitte mal nachdenken!

    Euer übergrosses Mitleid ist ehrenwert, löst aber das Problem nicht. Humanitäre Hilfe leisten wir seit Jahrzehnten, trotzdem ist die Hungersnot grösser denn je. Afrika muss endlich seine Hausaufgaben auch mal machen... die Bevölkerungsexplosion eindämmen, Sonst sind bei der nächsten Generation 40 und bei der übernächsten Generation 60 Millionen vom Hungertod bedroht!! Wer schafft es dann noch wirkungsvoll zu helfen?

    • Le Tintin am 12.03.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realistin

      Solange ganze Getreide-Felder zur Treibstoff-Entwicklung genutzt werden, wir im "Westen" JEDEN Tag Fleisch essen wollen, mit Naheungsmittel spekulieren, solange wird sich nichts ändern. Klar müssen diese (korupten) Regierungen ihre Hausaufgaben machen. Doch was können die Einfachen, hungernden Leute dafür? Sollen wir zuschauen wie sie sterben? Ganz nach dem Motto: Ich wurde ja zum Glück nicht da geboren, darum gehts mich auch nix an? Wenn das Ihre Gedanken sein sollten, fände ich das pure Borniertheit.

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  • Schnupfnudel am 11.03.2017 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem

    ist die Mentalität. Die Leute leben auf einfache Art und Weise. Sie haben ihren Trott seit zig Jahren. Wir machen Entwicklungshilfe, bauen Brunnen ect. Sobald diese Leute wieder alleine sind mit den neuen Bauten ect, verlottert due Ware auch schon wieder. Die 3 Weltländler haben keinen Bezug zu "instand halten" ect. Es geht somangs geht und wenn fertig dann ists halt so. Da ist es schwierig etwas nachhaltiges zu machen.

  • Peter77 am 11.03.2017 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Nahrungshilfe ist keine Lösung!

    Nahrungsmittelhilfe löst keine Probleme, sondern verschlimmert sie! Die Geretteten werden nämlich wiederum zahllose Kinder in die Welt setzen und die ganze Ernährungslage wird sich dadurch nur noch weiter verschlimmern. Ein Teufelskreis!

  • Realist am 11.03.2017 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Alle retten?

    Und was soll man da bitte machen. Essen hinschicken oder was? Dann sind es nämlich in 20 Jahren 40 oder 60Mio Leute, die nix zu essen haben. Vielleicht erst mal überlegen, was mit einer Exponentialfunktion mit Basis >1 gegen unendlich passiert, bevor man meint, dass man alle retten müsste.