Zeichen gegen den Terror

04. Juni 2017 15:10; Akt: 05.06.2017 10:23 Print

«Die Medizin, die die Erde braucht»

Mit Tränen in den Augen haben Stars wie Ariana Grande, Miley Cyrus und Justin Bieber für die Opfer von Manchester gesungen.

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Ungeachtet der jüngsten Anschläge in London ging am Sonntagabend das grosse Benefizkonzert unter dem Motto «One Love Manchester» für die Terroropfer von Manchester über die Bühne.

Das britische Rote Kreuz hat Spenden für die Terroropfer von Manchester gesammelt. Das Ziel waren 2 Millionen Dollar. Erhalten hat es bei weitem mehr: 9 Millionen Dollar.

Das Konzert begann mit einer Schweigeminute für die Anschlagsopfer. Viele der Konzertbesucher trugen als Zeichen der Würdigung der Opfer Anstecker mit der Aufschrift «Für unsere Engel».

«We won't let hate win»

«Wir werden den Hass nicht siegen lassen», sagte Ariana Grande, bevor sie nach Manchester zurückkehrte. Nach ihrem Konzert vom 22. Mai 2017 riss ein islamistischer Selbstmordattentäter 22 Menschen in den Tod. Als das Benefizkonzert begann, war es nicht einmal 24 Stunden her, dass drei Attentäter in London mit einem Lieferwagen und Messern sieben Menschen getötet und rund 50 verletzt hatten.

Ariana Grande gibt Benefizkonzert

Die 50'000 meist jungen Zuschauer feierten nicht nur ihre Idole, sondern setzten auch ein Zeichen gegen den Terror.

Zahlreiche Stars standen Seite an Seite mit Ariana Grande auf der Bühne. Darunter Katy Perry und Coldplay.

Ariana Grande stand auch gemeinsam mit Freundin Miley Cyrus auf der Bühne:

Die Stars betonten, dass die Menschen auf der Welt zusammenstehen und sich nicht von der Angst vor Terror beherrschen lassen dürften. «Was für eine grossartige Sache wir hier heute gemeinsam machen, meint ihr nicht auch?», rief Justin Bieber den Fans zu.

Grande sagte: «Ich danke Euch so sehr, dass Ihr zusammengekommen und so liebend, stark und einig seid. (...) Diese Einigkeit, die ihr hier heute Abend zeigt, ist die Medizin, die die Erde genau jetzt braucht. Manchester, alles wird gut!», rief sie der Menge zu.

Der emotionale Schluss des Konzerts:

Im Internet gab es so gut wie keine negative Kritik, sondern fast nur Lob und Anerkennung für die Veranstaltung, mit der auch Spenden für die Terroropfer von Manchester gesammelt wurden.

«Sprachlos» ist dieser User auf Twitter:

Dieser User zollt Ariana Grande grössten Respekt:

Zeitweise verfolgten deutlich mehr als 600'000 Menschen den Live-Stream bei YouTube, zusammen mit den Übertragungen bei anderen sozialen Netzwerken und etlichen Fernsehsendern auf der ganzen Welt dürften zig Millionen Menschen live zugeschaut haben.

Keine erhofften Wiedervereinigungen

Musikalisch blieb das Konzert aber zwei von vielen erhofften Reunions schuldig. Take That und Robbie Williams standen zwar kurz gemeinsam auf der Bühne, aber nur, um sich gegenseitig abzuklatschen, denn «Robbie» sang direkt im Anschluss an seine alten Bandkollegen – eine Wiedervereinigung war das nicht.

Und Ex-Oasis-Frontmann Liam Gallagher heizte in seiner Heimatstadt den Fans zwar ordentlich ein, doch für eine Oasis-Reunion fehlte dann doch Bruder Noel – beide liegen seit Jahren im Streit, weshalb ihre Britpop-Band 2009 auch aufgelöst worden war.

(nxp/sda)