Guter Zweck

22. Mai 2009 06:42; Akt: 22.05.2009 10:24 Print

Waterboarding für Bush vorgeschlagenWaterboarding für Bush vorgeschlagen

Ein US-Abgeordneter will Ex-Präsident George W. Bush am eigenen Leib spüren lassen, wie sich Waterboarding anfühlt. Bush hat immer bestritten, dass es sich bei der Verhörtechnik um Folter handelt.

Kino-Spot von Amnesty International gegen das Waterboarding (2008). (Quelle: YouTube)
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Sollte der ehemalige Präsident das Angebot eines demokratischen Abgeordneten im US-Staat Rhode Island annehmen, will dieser einer Wohltätigkeitsorganisation 100 Dollar für jede Sekunde spenden, die Bush dem Waterboarding standhalte. Dies sagte der Abgeordnete Rod Driver laut einem Bericht der Zeitung «The Westerly Sun» vom Donnerstag. Bei dieser inzwischen untersagten Verhörpraxis haben die Betroffenen das Gefühl, kurz vor dem Ertrinken zu stehen, was von Kritikern als Folter eingestuft wird.

Seinen Vorschlag unterbreitete Driver in Briefen an Bush, Ex-Vizepräsident Dick Cheney und die frühere Aussenministerin Condoleezza Rice. Die damalige Regierung hatte das Waterboarding für Verhöre von Terrorverdächtigen zugelassen. Driver erklärte, wenn Bush der Ansicht sei, dass es sich dabei nicht um Folter handele, könne er es selbst ausprobieren. Rice wies den Vorschlag bereits zurück.

Cheney hatte erst am Donnerstag die von Bushs Nachfolger Barack Obama untersagten Verhörmethoden noch einmal nachdrücklich verteidigt und erklärt, sie hätten zu wichtigen Erkenntnissen geführt und «den gewaltsamen Tod Tausender, wenn nicht Hunderttausender unschuldiger Menschen verhindert».

(dapd)