Im Abseits

02. Februar 2012 22:29; Akt: 03.02.2012 10:55 Print

Millionär Romney sorgt sich nicht um «Arme»Millionär Romney sorgt sich nicht um «Arme»

Eine Äusserung über sozial Schwache bringt Präsidentschaftskandidat Romney in Bedrängnis. In einem Interview sagte er, dass er nicht um die sehr Armen besorgt sei.

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Der US-Milliardär Donald Trump (rechts) will Mitt Romney bei seiner Kandidatur unterstützen. (Bild: Keystone)

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Der republikanische US- Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat nach seinem Vorwahlsieg in Florida mit einer Äusserung über sozial Schwache für Empörung gesorgt. Der Multimillionär sagte dem Fernsehsender CNN, er sorge sich nicht um die «sehr Armen», sondern um die Mittelschicht.

«Ich bin um die sehr Armen nicht besorgt. Wir haben ein Sicherheitsnetz. Und wenn das repariert werden muss, werde ich es reparieren», sagte Romney am Mittwoch. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts ergänzte: «Ich bin besorgt um das Herz von Amerika - die 90 bis 95 Prozent der Amerikaner, die derzeit kämpfen müssen.»

Bodenhaftung verloren?

Romney hatte mit einem klaren Erfolg bei den Vorwahlen am Dienstag in Florida wieder vollen Kurs auf die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei genommen. Im Wahlkampf unterliefen ihm aber bereits mehrfach fragwürdige Aussagen, die den früheren Chef einer Investmentfirma abgehoben von den Sorgen der breiten Bevölkerung erscheinen liessen.

So bezeichnete er seine Redehonorare in Höhe von 374 000 Dollar als «nicht viel». Dem mittlerweile ausgestiegenen Bewerber Rick Perry bot er in einer TV-Debatte kurzerhand eine Wette mit einem Einsatz von 10 000 Dollar an.

Der Multimillionär war auch in die Kritik geraten, weil er in den vergangenen Jahren auf seine Einkünfte nicht einmal 15 Prozent Steuern gezahlt hatte. Zudem musste er sich gegen Vorwürfe wehren, mit seiner Investmentfirma Bain Capital hohe Profite auf dem Rücken von angeschlagenen Unternehmen und deren Angestellten erzielt zu haben.

Steilpass für Gingrich und Obama

Romneys schärfster innerparteilicher Rivale, Newt Gingrich, reagierte prompt auf die Äusserungen des Ex-Gouverneurs. «Ich habe genug von Politikern beider Parteien, die zwischen Amerikanern unterscheiden», sagte Gingrich. Er wolle der Präsident aller US-Bürger sein: «Ich interessiere mich für alle Amerikaner.»

Auch Präsident Barack Obama, der seine Wiederwahl vor allem mit der Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit erreichen will, dürften die Worte seines möglichen Gegners sehr gelegen kommen.

Romney rudert zurück

Romney versuchte später, seine Äusserungen zu relativieren. «Natürlich sorge ich mich um alle Amerikaner», sagte er vor Journalisten.

Er wolle sein Augenmerk aber vorrangig auf Familien mit mittlerem Einkommen richten, da diese seiner Ansicht nach am meisten unter der Wirtschaftspolitik von Obama leiden. Die nächsten Vorwahlen finden am Samstag in Nevada und in Maine statt.

Quelle: CNN

(sda)

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  • Reto Stadelman am 03.02.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Obama for President

    Gut so, zeig uns dein Gesicht. Republikaner sind das letzte was die USA jetzt brauchen kann... Die Vergangenheit hat deutlich gezeigt das grundsätzlich nichts am Kapitalismus und Liberalismus auszusetzen wäre, wenn man den faire Regeln herrschen würden. Und die gibt es eben nicht. Darum braucht es Obama, der endlich gleiche Steuern für alle durchsetzt etwas gegen die Steuerflüchtlinge unernimmt, gegen die Lobby ankämpft etc. Wenn das einem Präsidenten gelingen soll, dann nur Obama!

  • Patrick Schneider am 03.02.2012 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Obama

    Meiner Meinung nach sollte Obama wiedergewählt werden, denn zurzeit besitzen die Republikaner keinen wirklich guten Kandidaten.

  • Logine am 03.02.2012 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Google ist dein Freund

    Romey sagte sinngemäss: Ich sorge mich nicht um die Armen, wir haben hier ein Sicherheitsnetz. Wenn man es reparieren muss werde ich mich darum kümmern. Ich sorge mich nicht um die Reichen. Ich sorge mich um die Mittelschicht, di 90-95% Amerikaner......