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Nicht richtig enteist
02. April 2012 09:17; Akt: 02.04.2012 19:32 Print
Flugzeugabsturz in Sibirien - Dutzende Tote
Drama in Sibirien: Ein Flugzeug mit 43 Personen an Bord ist bei Tjumen abgestürzt. Mindestens 31 Personen kamen ums Leben. 12 Insassen konnten aus dem brennenden Wrack gerettet werden.
Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Westsibirien sind mindestens 31 der 43 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Nur wenige Minuten nach dem Start zerschellte die Maschine der russischen Fluggesellschaft UTair aus bislang ungeklärten Gründen auf dem Boden und geriet in Flammen.
Infografik Wie überlebt man einen Flugzeugabsturz?Die schlimmsten Flugzeugcrashs seit 200413 Insassen konnten lebend aus dem brennenden Wrack gerettet werden, einer davon erlag aber später seinen schweren Verletzungen. Die Überlebenden wurden in Spitäler gebracht. Der Zustand der Verletzten sei lebensbedrohlich, hiess es.
Die zweimotorige Turboprop Maschine vom Typ ATR-72 war auf dem Weg von Tjumen in die sibirische Stadt Surgut. An Bord befanden sich nach Behördenangaben 39 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder. Laut der von UTair veröffentlichten Passagierliste schien keiner der Insassen Ausländer gewesen zu sein.
Staatsmedien zeigten Bilder der Trümmerteile etwa 45 Kilometer entfernt vom Flughafen. Die Maschine zerbrach beim Aufprall, und Teile gingen in Flammen auf. Zum Zeitpunkt des Absturzes habe es starken Wind und Niederschlag gegeben, berichteten Anwohner des Gebietes Tjumen im Radiosender Echo Moskwy.
Flugschreiber gefunden
Die Staatsanwaltschaft gehe nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Versagen oder einem Pilotenfehler aus, sagte der Chef der Ermittlungsbehörde Wladimir Markin. Die Maschine habe unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Roschtschino an Höhe verloren und sei gegen 07.50 Uhr bei eisiger Kälte in unbewohntem Gebiet abgestürzt.
Der Leiter der russischen Zivilluftfahrtbehörde, Alexander Neradko sagte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti, das Flugzeug sei vor dem Start nicht richtig enteist worden. Zugleich betonte er, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass dies den Absturz verursacht habe.
Die Maschine mit der Flugnummer 120 habe rund vier Minuten nach dem Start vom Flughafen Roschtschino an Höhe verloren, sagte Markin. Sie sei gegen 7.50 Uhr Ortszeit (3.50 Uhr MESZ) bei eisiger Kälte in unbewohntem Gebiet abgestürzt.
Der Flugschreiber sei bereits gefunden worden und werde ausgewertet. Drei Minuten nach dem Start sei der Kontakt zum Flugzeug abgebrochen.
UTair teilte auf seiner Internetseite mit, der Pilot habe noch versucht, eine Notlandung einzuleiten. Der Flugzeughersteller ATR gehört gemeinschaftlich dem europäischen Konzern Airbus und der italienischen Finmeccanica.
Schlimmstes Unglück seit September
Es war das schwerste Flugzeugunglück in Russland seit dem Absturz einer Passagiermaschine in Jaroslawl im September. Dabei waren 44 Menschen ums Leben gekommen, darunter die Eishockey-Mannschaft Lokomotive Jaroslawl. Laut Untersuchungsbericht ging das Unglück auf Fehler eines Piloten und der Besatzung zurück.
Präsident Dmitri Medewedew hatte sich nach dem Unglück für eine Verringerung der Zahl der russischen Fluggesellschaften und bessere Schulungen für Flugzeugbesatzungen ausgesprochen. Wenige Monate zuvor war ebenfalls in Russland eine Maschine abgestürzt, weil einer ihrer Piloten betrunken war. Damals starben 47 Menschen.
In Russland kommt es vor allem wegen des Verstosses gegen Sicherheitsvorschriften immer wieder zu schweren Katastrophen im Flugverkehr. Viele Maschinen gelten als technisch veraltet.
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
Hier ereignete sich das Flugzeugunglück:

(sda)
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schrecklich..
... mein beileid an alle hinterbliebenen! ich wünsche allen trost u viel kraft!!
Jedesmal ein mulmiges Gefühl
Ich bin Vielflieger...trotzdem habe ich jedesmal ein mulmiges Gefühl zu fliegen.
Tut mir Leid um die Menschen
Ich bin Pilotin und gebe zu, dass es eine einzige Airline aus der ehemaligen UDSSR und unter all den neu gegründeten gibt, bei der ich vielleicht einmal alle 3 Jahre einsteigen würde - aber nur vorne im Cockpit und nur, wenn das TCAS funktioniert. Und sonst, beim Überfliegen des Gebietes, gelten besondere Regeln, aber wenigstens hat man das eigene Schiff dabei.