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10. Januar 2012 09:03; Akt: 10.01.2012 17:59 Print

Romney auf SiegeskursRomney auf Siegeskurs

Die US-Republikaner haben im Bundesstaat New Hampshire ihre Vorwahlen für die parteiinterne Kür ihres Präsidentschaftskandidaten fortgesetzt. Dabei gilt Mitt Romney als klarer Favorit.

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: Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses hat bislang eine Achterbahnfahrt erlebt. Mit dem Sieg bei der Vorwahl in South Carolina war er zuletzt ganz oben. Unklar ist, wie lange dies so bleibt, denn Gingrich schleppt viel Ballast mit sich herum. : Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär gilt als mehrheitsfähig. Doch viele Konservative tun sich schwer mit dem Mormonen, sie halten ihn für zu glatt und abgehoben. Nach gutem Start in die Vorwahlen ist er zuletzt in Rücklage geraten. Der 53-jährige Italoamerikaner sass zwölf Jahre für den Bundesstaat Pennsylvania im Senat, ehe er 2006 abgewählt wurde. Er politisiert am rechten Rand der Partei. Lange war er ein krasser Aussenseiter, doch in Iowa gewann er knapp gegen Romney. : Der Texaner hat mit seinen libertären, staatskritischen Ansichten eine grosse Fangemeinde erobert. Diese hat ihm bei den bisherigen Vorwahlen zu teilweise guten Resultaten verworfen. Eine Chance auf die Nomination hat er trotzdem nicht. Der Gouverneur von Texas stieg im August ins Rennen ein und erreichte in den Umfragen sofort Spitzenwerte. Doch nach einigen Patzern stürzte er immer tiefer ab. Nach schwachen Ergebnissen in Iowa und New Hampshire stieg er aus dem Rennen aus. : Er war Gouverneur von Utah, US-Botschafter in China und ist bekennender Mormone, wie Mitt Romney. Huntsman wollte sich als moderate Alternative zu diesem anbieten, doch wirklich durchsetzen konnte er sich nie. Am 16. Januar warf er das Handtuch. Die Kongressabgeordnete aus Minnesota hat fünf eigene und 23 Pflegekinder. Sie ist eine Favoritin der Tea-Party-Bewegung und berüchtigt für ihr loses Mundwerk. Nachdem sie bei der Vorwahl in ihrem Geburtsstaat Iowa nur den letzten Platz belegte, gab sie ihre Bemühungen auf. Der ehemalige Chef einer Pizza-Kette inszeniert sich als Anti-Politiker und kommt damit vor allem bei der Tea-Party-Bewegung an. Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und peinliche Patzer haben ihm jedoch geschadet - so sehr, dass er am 3. Dezember 2011 seine Kandidatur vorläufig auf Eis gelegt hat. Mit seiner zupackenden Art hat er sich als Gouverneur von New Jersey schnell Respekt verschafft. Für viele Republikaner ist er ein Hoffnungsträger, doch am 4. Oktober 2011 stellte Christie ein für allemal klar, dass er nicht kandidieren wird. : Die ehemalige Gouverneurin von Alaska erhält viel Aufmerksamkeit, doch ob sie in der Lage wäre, gegen Barack Obama zu gewinnen, haben viele bezweifelt. Am 5. Oktober 2011 hat sie ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben. Der Bruder von George W. Bush (l.) hat sich als früherer Gouverneur von Florida Respekt verschafft. Einen weiteren Bush im Weissen Haus will er den Amerikanern aber offensichtlich nicht zumuten. «Ich kandidiere nicht», hielt er in einer Mitteilung fest. Der Kongressabgeordnete von Wisconsin hat den radikalen Budget-Sparplan der Republikaner entworfen. Das macht ihn für viele in der Partei zu einem möglichen Kandidaten, doch Ryan will davon bislang nichts wissen. Der populäre Gouverneur von Indiana und Budgetdirektor in der Regierung von George W. Bush galt als Favorit der Parteiführung. Am 22. Mai 2011 erklärte er jedoch aus Rücksicht auf seine Familie den Verzicht auf eine Kandidatur. : Dem ehemaligen Gouverneur von Arkansas gelang 2008 zum Auftakt der Vorwahlen ein Überraschungssieg. Dieses Mal hat der Baptistenprediger frühzeitig das Handtuch geworfen. : Der Gouverneur von Minnesota hat versucht, sich als solider Konservativer zu profilieren. Allerdings fehlt es ihm an Charisma. Im Juli stieg er als erster Kandidat aus dem Rennen aus. Der New Yorker Immobilienmogul sorgte mit markigen Sprüchen für Furore und erklomm in den Umfragen kurzzeitig den Spitzenplatz. Dann krebste er zurück: Seine vermeintliche Präsidentschaftskandidatur war wohl nur ein Werbegag für seine TV-Show «The Celebrity Apprentice».

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Der US-Republikaner Mitt Romney ist in New Hampshire als klarer Favorit ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gegangen.

Der 64 Jahre alte einstige Gouverneur von Massachusetts, der bereits in Iowa knapp gewonnen hatte, lag in Umfragen vor dem Wahlauftakt am Dienstag um durchschnittlich 18 Prozentpunkte vor dem Zweitplatzierten Ron Paul.

Bei der Vorwahl in New Hampshire wurde praktisch nur noch über die Höhe des Romney-Sieges gerätselt und darüber, wer nach ihm respektabel genug abschneidet, um im Rennen bleiben zu können.

Traditionell wurde die Abstimmung gleich nach Mitternacht in dem kleinen nordöstlichen Bundesstaat im Minidorf Dixville Notch eröffnet.

Erste Ergebnisse in der Nacht

Hier teilten sich Romney und der Exgouverneur von Utah, Jon Huntsman, mit je zwei Stimmen den Sieg, der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul und der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, kamen auf je eine Stimme. Erste aussagekräftige Ergebnisse wurden in der Nacht zum Mittwoch (MEZ) erwartet.

Mittlerweile deutet immer mehr darauf hin, dass es Romney sein wird, der am 6. November gegen Präsident Obama im Rennen um das Weisse Haus antritt. Denn auch bei den entscheidenden Vorwahlen in South Carolina (21. Januar) und Florida (31. Januar) liegt Romney im Durchschnitt der Umfragen klar vorn, wie die Polit-Webseite realclearpolitics.com errechnete.

Viele Experten schliessen daher nicht aus, dass Romney danach nicht mehr zu stoppen sein wird. Das heisst, dass er bereits Ende Januar die Kandidatur so gut wie in der Tasche haben könnte.

Zwar herrscht in der konservativ-populistischen Tea-Party- Bewegung weiter keine grosse Begeisterung über Romney, einen Mormonen und erfolgreichen Geschäftsmann. Aber laut Umfragen räumen ihm die Republikaner die grössten Chancen ein, im Rennen gegen Obama zu gewinnen.

(dapd)