Angriffe ausgesetzt

13. März 2012 01:48; Akt: 13.03.2012 05:48 Print

Waffenruhe in Nahost - Ägypten als Wachhund

Die Gewalteskalation rund um den Gazastreifen hat in den vergangenen Tagen mindestens 25 Todesopfer gefordert. Nun haben sich Israel und die Palästinenser auf eine Waffenruhe geeinigt.

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Palästinenser tragen einen durch israelische Angriffe Getöteten zu Grabe. (Bild: Keystone/AP)

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Nach tagelanger Gewalt ist es Ägypten offenbar gelungen, zwischen Israel und Palästinensern im Gazastreifen eine Waffenruhe zu vermitteln. Die Übereinkunft sei seit 1 Uhr in Kraft, sagte ein an den Gesprächen beteiligter ägyptischer Geheimdienstvertreter am Dienstag.

Seit Freitag hatten bewaffnete Palästinenser rund 150 Raketen auf Israel abgefeuert. Im Gegenzug wurden bei israelischen Luftangriffen 25 Palästinenser getötet.

Nach Angaben des ägyptischen Vertreters verständigten sich beide Seiten auf einen «umfassendes und gegenseitiges Abkommen», zur Beendigung der jüngsten Gewalt, «einschliesslich der Tötungen». Ägypten werde davor sorgen, dass sich beide Seiten an die Vereinbarungen halten werden, sagte der Vertreter weiter, der ungenannt bleiben wollte.

Wie das ägyptische Staatsfernsehen berichtete, erklärten sich die Palästinenser bereit, keine weiteren Raketen auf Südisrael abzuschiessen. Israel habe zugesagt, seine Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen zu stoppen. Im Sender hiess es, intensive Gespräche und Anstrengungen, die Ägypten in den vergangenen Stunden unternommen habe, hätten zu diesem umfassenden Abkommen geführt.

Blutiger Schlagabtausch

Vertreter Israels und der Hamas wollten sich zu den Angaben zunächst nicht äussern. Zu Berichten über einen Waffenstillstand zwischen Israel und militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen hatten israelische Beamte nach Angaben der Zeitung «Jerusalem Post» zuvor erklärt: «Ruhe von der palästinensischen Seite wird mit Ruhe beantwortet».

Der jüngste blutige Schlagabtausch begann am Freitag mit der gezielten Tötung des Chefs des palästinensischen Volkswiderstandskomitees, Suheir al-Kaissi. Die israelische Armee machte ihn für einen blutigen Anschlag im vergangenen August verantwortlich und warf ihm die Planung eines weiteren Anschlags «für die kommenden Tage» vor.

Zur Vergeltung feuerten bewaffnete Gruppen vom Gazastreifen aus rund 150 Raketen auf israelisches Gebiet, mehr als 50 weitere Geschosse wurden in der Luft zerstört. Israel meldete fünf Verletzte.

Die israelische Luftwaffe flog daraufhin Dutzende Angriffe auf den Gazastreifen. Nach palästinensischen Angaben tötete sie bis Montagabend 19 Mitglieder bewaffneter Palästinensergruppen und sechs Zivilisten, mehr als 80 Menschen wurden verletzt.

Zu Zurückhaltung aufgerufen

Mit grosser Sorge reagierte die internationale Gemeinschaft auf den jüngsten Gewaltausbruch. Bei einem Treffen in New York forderte das Nahost-Quartett beide Seiten zur Zurückhaltung auf.

In einer gemeinsamen Erklärung appellierten die Vertreter von EU, den USA, Russland und der UNO zudem an beide Seiten, sich weiter in den seit Monaten stockenden Friedensprozess einzubringen. Es war das erste Treffen der Gruppe seit sechs Monaten. Eine neue Sitzung ist für April in Washington geplant.

(dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • timo am 13.03.2012 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    danke

    danke 20 min für einen artikel, der für einmal auch berichtet, was die israelis aushalten müssen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • timo am 13.03.2012 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    danke

    danke 20 min für einen artikel, der für einmal auch berichtet, was die israelis aushalten müssen...