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Aufstand in Syrien
10. Februar 2012 10:19; Akt: 10.02.2012 13:38 Print
25 Tote in Aleppo
Bilder des Grauens: Bei zwei Bombenanschlägen in der syrischen Stadt Aleppo sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Das Staatsfernsehen berichtete zudem von 175 Verletzten.
In der Nähe eines Gebäudes der Sicherheitskräfte in der syrischen Stadt Aleppo explodierten zwei Sprengsätze.
Infografik SyrienDie arabische Welt im UmbruchUnter den Toten seien Soldaten und Zivilisten. Die Anschläge galten Militäreinrichtungen der Stadt, die bislang von dem Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad weitgehend ausgenommen war. Erst in jüngster Zeit mehrten sich auch hier Proteste und Gewalt.
Das Staatsfernsehen nannte «bewaffnete Terrorgruppen» als Urheber. Gegner von Präsident Baschar al-Assad machten dagegen das Regime für die Anschläge verantwortlich. Bislang war es in der zweitgrössten Stadt Syriens relativ ruhig gewesen.
Bilder des Grauens
Im staatlichen Fernsehen waren Bilder von Trümmern und Blut auf der Strasse sowie von Toten zu sehen. Fensterscheiben eines Gebäudes, dem die erste Explosion gegolten hatte, waren zerborsten.
Ein Reporter hob Decken und Plastikfolien, die über die Toten gelegt worden waren, hoch und zeigte die zerstückelten Leichen. «Wir entschuldigen uns dafür, diese Bilder zu zeigen,» sagte der Reporter. «Aber das ist der Terrorismus, dem wir uns ausgesetzt sehen.»
63 Tote in Homs
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London meldete am Freitag, in der Provinz Homs seien am Donnerstag 63 Menschen getötet worden, die geborgen und identifiziert werden konnten. Andernorts in Syrien hätten die Truppen des Regimes zwölf Zivilisten getötet.
Gemäss der Beobachtungsstelle besetzte die Armee am Freitag ein Wohnquartier der Stadt Homs mit Panzern. Soldaten hätten zudem zahlreiche Wohnhäuser durchsucht. Homs wird bereits seit einer Woche von der syrischen Armee attackiert. Gemäss Aktivisten wurden während der gesamten Offensive in Homs hunderte Menschen getötet.
Berichte aus Syrien können nicht von unabhängiger Seite überprüft werden, da das Regime wenn überhaupt ausländische Journalisten nur unter Beaufsichtigung durch Behördenvertreter im Land arbeiten lässt.
(sda)






















