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Karadzic vor Gericht
16. Oktober 2012 10:51; Akt: 16.10.2012 15:14 Print
«Ich sollte ausgezeichnet werden»
Im Prozess gegen den früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic hat sich der Angeklagte geäussert. Und dabei jegliche Verbrechen von sich gewiesen.
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Goran Hadzic: Der letzte flüchtige Balkan-Kriegsverbrecher
Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic hat am Dienstag vor dem UNO-Tribunal zum früheren Jugoslawien in Den Haag erneut alle Anschuldigungen des Völkermords und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit zurückgewiesen. «Ich habe alles getan, um einen Krieg zu verhindern», sagte Karadzic. Er sei ein «milder und toleranter Mensch».
Radovan Karadzic vor Gericht.(Bild: Keystone)
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Tribunal gegen die KriegsverbrecherRatko Mladic - der Schlächter von Srebrenica
Infografik
Der Zerfall Jugoslawiens
Karadzic verteidigt sich vor Gericht selbst und fordert einen Freispruch in allen Anklagepunkten. Er will unter anderem beweisen, dass er keine Schuld am Völkermord von Srebrenica 1995 trägt. Beim schlimmsten Massaker in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der damaligen UNO-Schutzzone etwa 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet.
«Ich habe nie etwas gegen Muslime gehabt», betonte Karadzic, der sich den UNO-Richtern vor allem als Psychiater und Dichter präsentierte. Der 67-Jährige will nach eigenen Angaben 300 Entlastungszeugen aufrufen.
100 000 Tote
Karadzic muss sich seit Oktober 2009 wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs vor dem Haager Tribunal verantworten. Er war im Juli 2008 in der serbischen Hauptstadt Belgrad gefasst worden, nachdem er sich 13 Jahre lang versteckt gehalten hatte.
Insgesamt starben im Bosnienkrieg zwischen 1992 und 1995 etwa
(Video: YouTube/AlJazeera)
(aeg/sda)
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Alle 27 Kommentare

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Das rad dreht sich
Ja diesen teil der geschichte vergisst man gern... hier waren es nicht die Islamisten wie ihr dieses ja so gern nennt. aber das intressiert ja keinen von euch.... das Rad dreht sich...man kriegt nunmal alles zurück :-)
Gerne Freischalten.
Sobald man etwas auf die Wiederholungen achtet und sich die Frage"Wem nützt es?" stellt, umgehend werden die täglichen Nachrichten anderst aussehen als sie gedacht haben. In Europa vollkommen unbekannt und unterdrückt. In den USA und England wird es zwar veröffentlicht, aber es intressiert heute niemanden mehr, es fliesst ja auch kein Geld mehr. Heute ist Syrien dran, gestern wurde KONI 2012 vorgekocht, vorgestern Lybien, Russland Iran und Nordkorea sind Nonstop dran. Das ist unser System ...
traurige WELT
Vater und 2 Brüder wurden einer Bekannten von mir bei Srebrenica ermordet. Vater wurde vor ca. 2 Jahren anhand einem Taschentuch Identifiziert. Unvorstellbar grausam hingerichtet. Solche Aussagen sind für Angehörige ein Schlag ins Gesicht. Mögen alle Ihre Gerechte Strafe durch Gott erfahren.