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Selbstverbrennungen
10. März 2012 11:53; Akt: 10.03.2012 11:54 Print
Tibet gibt China die Schuld
14 Menschen haben sich in den vergangenen zwei Monaten im Tibet selbst verbrannt. Schuld daran sei China, findet die tibetische Exilregierung - weil normale Proteste nicht möglich seien.

14 Selbstverbrennungen in etwas mehr als zwei Monaten. «Der Tibet brennt»: Exiltibeter in Indien appellieren an die UNO.
Die tibetische Exilregierung hat China für eine Serie von Selbstverbrennungen unter den Tibetern verantwortlich gemacht. Ministerpräsident Lobsang Sangay erklärte am Samstag, die Tibeter hätten keine andere Wahl, als zu extremen Massnahmen zu greifen, weil ihnen das Recht auf konventionelle Proteste verwehrt werde. In den letzten zwei Monaten wurden 14 Fälle von Selbstverbrennungen in Tibet gemeldet.
Infografik Dalai LamaTibet – Aufstand auf dem Dach der WeltDie Tibeter begingen am Samstag zwei bedeutende Jahrestage: den der erfolglosen Revolte 1959, wegen der der Dalai Lama von Tibet nach Indien floh, und den der schweren Proteste in der tibetischen Hauptstadt Lhasa 2008. In Dharmsala, dem Sitz der tibetischen Exilregierung in Nordindien, beteiligten sich rund 3.000 Menschen an einer Kundgebung. Der Dalai Lama nahm auch teil, äusserte sich aber nicht öffentlich.
Freiheit für Tibet
«Lang lebe der Dalai Lama», riefen die Tibeter, als sie später durch die Stadt zogen. Einige hatten sich «Freies Tibet» auf die Wangen geschrieben und trugen tibetische Fahnen. Hunderte Tibeter zogen auch durch Neu-Delhi und forderten Freiheit für Tibet.
«Tibeter werden als Bürger zweiter Klasse behandelt», sagte Sangay in seiner Rede in Dharmsala. Wenn Tibeter sich friedlich versammelten und ihre Grundrechte einforderten, die ihnen nach der chinesischen Verfassung zuständen, würden sie festgenommen oder erschossen. Er verwies auf Hongkong und Macau, die weitreichende Autonomierechte erhalten hätten. Sangay erklärte sich aber bereit, den Dialog mit China nach fast zwei Jahren wieder aufzunehmen.
Polizei tötet Aktivisten
Die chinesischen Sicherheitskräfte töteten nach Angaben von Aktivisten einen Tibeter und verletzten zwei weitere. Wie die in London ansässige Gruppe Free Tibet und der US-Sender Radio Free Asia am Samstag mitteilten, wurden die drei Männer angeschossen, als Polizisten einen Verdächtigen im Zusammenhang mit Protesten im Januar suchten.
Die chinesischen Behörden bestätigten den Vorfall nicht. Bei einem Protest am 25. Januar hatten Aktivisten in einer tibetischen Region in der Provinz Qinghai vor einer Polizeiwache eine chinesische Fahne heruntergerissen.
(dapd)
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Hoffnung auf Gerechtigkeit
Es macht mich unbeschreiblich traurig, dass die westlichen Politischen Führer wirtschaftliche Interessen immer noch über die Menschenrechte der Tibeter im Tibet (wohlgemerkt in ihrem EIGENEN Land von den Chinesen unterdrückt, gefoltert, und bald ausgerottet) stellt. Ich wünschte mir so sehr dass man diesem friedlichen Volk Gerechtigkeit verschafft. Irgendwann wird es soweit sein, irgendwann werden die Tibeter in das eigene Land zurückkehren!
China geht mit Tibet um
wie Amerika seinerzeit mit den Indianern, die Australier mit den Aboriginales. China träumt den Traum vom Chinesischen Empire. Aber China bröckelt von den Rändern und zersetzt sich von innen, dies ist der einzige Unterschied zu Amerika welches von innen am verfaulen ist, letztendlich werden beide auf dem Müllhaufen der Geschichte enden. Hoffen wir, dass dies sich bald manifestieren wird.
Falsch!
Die Indianer wurden zuerst von den Engländer ausgebeutelt.
@ Ralf
beides richtig! engländer = amerikaner! früher nannte man es mal "new england"
Himmeltraurig
Eine Hand alleine macht noch keinen Lärm. Es gibt noch viel dunklere Schatten in Tibet als die Chinesen... Alles sehr sehr traurig...
Dharm-sala
Wie Recht Du hast!