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Assads Schergen gnadenlos
10. Februar 2012 13:00; Akt: 11.02.2012 11:11 Print
Homs wird ausradiert
Seit einer Woche steht die Metropole nahe der libanesischen Grenze unter Dauerbeschuss. Alle Zufahrtsstrassen sind gesperrt. Lebensmittel, Heizöl und Medikamente werden knapp. Aus Homs gibt es kein Entkommen.
Eine Bevölkerung am Ende: Undatierte Aufnahme aus Homs, die vom syrischen Widerstand am 8. Februar verbreitet wurde. (Bild: Keystone/AP)
Die syrische Stadt Homs befindet sich am Rande einer humanitären Katastrophe. Seit einer Woche steht die Hochburg des Widerstands gegen das Regime von Präsident Bashir al Assad unter Dauerbeschuss der Armee. Weil seit über zehn Tagen alle Zufahrtsstrassen gesperrt sind, kommen keine Lebensmittel, Medikamente und sonstigen Güter mehr in die Stadt. Für die
Und keine Hilfe: Esswaren werden immer knapper. Die medizinische Versorgung steht kurz vor dem Zusammenbruch. Auch die Heizölvorräte gehen zur Neige – bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Patienten werden im Untergrund behandelt
Nach Angaben von Aktivisten arbeiten in ganz Homs nur noch drei Ärzte. Verletzte, Doktoren und Patienten müssen damit rechnen, aus den Kliniken verhaftet zu werden. «Weil die Leute aus Angst nicht mehr in Krankenhäuser gehen, haben die Mediziner und Pfleger ein Parallelsystem aufgebaut», berichtet die Präsidentin von Médecins sans Frontières, Marie-Pierre Allié, der Nachrichtenagentur DPA. Patienten würden unter prekären Umständen im Untergrund behandelt.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London meldete am Freitag, in der Provinz Homs seien allein am Donnerstag 63 Menschen getötet worden. Seit Beginn der Offensive in Homs vor genau einer Woche zählte Amnesty International 246 Opfer. Die Toten seien mehrheitlich unbewaffnete Zivilisten, unter ihnen 17 Kinder. Viele wurden von Heckenschützen des Regimes erschossen.
Eine «Geisterstadt»
«Raketen regnen heute ununterbrochen auf Baba Amr», sagte ein Aktivist am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. In vielen Häusern in dem Stadtviertel lägen verkohlte Leichen. Ein weiterer Aktivist berichtete, Homs gleiche inzwischen einer «Geisterstadt». Die Aufständischen mit ihren Handfeuerwaffen seien den «Raketen des Regimes» unterlegen.
Mittlerweile dehnen sich die Kämpfe auf weitere Städte aus. Am Freitag erschütterten mindestens zwei Explosionen Aleppo, nach Damaskus die zweitgrösste Stadt Syriens. Schauplatz der Detonationen waren offenbar Gebäude des Militärgeheimdienstes und der Polizei.
(le/dapd)
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Alle 49 Kommentare

























Zuwenig Öl
Traurig für die Zivilbevölkerung. Es hat einfach zuwenig Öl in diesem Land. Da sind Menschenrechte unwichtig und können nicht für eine Intervention vorgeschoben werden.
Traurig
Es ist unvorstellbar was dort geschieht. Und die ganze Region gleicht einem Pulverfass. Aber diesem Regime muss mit aller Härte begegnet werden. Dummerweise haben Russland den Syriern massenweise Waffen geliefert. Darum kommt ein Niet. Aber auch diese Leute gehören vor ein Gericht. Aber das bleibt ein Wunsch denken, solange Russland die Hand über das Land hält geschieht wenig.es Bräuchte schon ein gezielter Angriff auf den Präsident. Aber wer soll das tun? Ich frage mich in solchen Situationen oft: hört das nie auf.
Ergänzung
Ein interessanter Artikel von Jürgen Todenhöfer steht in "der Welt" vom 23.01.2012. Auch Thierry Meyssan liefert einige Fakten über Syrien.