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Brüssel
23. Januar 2011 18:05; Akt: 23.01.2011 18:21 Print
Demos für Einheit, Spaltung befürchtet
Rund 30 000 Menschen sollen sich an Protesten in Belgien beteiligt haben. Alle wünschen sie sich eine einheitliche Regierung. Beobachter hingegen sehen schwarz für das Land.

Zehntausend beteiligten sich am Protestmarsch in Brüssel. (Bild: AFP)
Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Brüssel für die Einheit Belgiens demonstriert und die Bildung einer Regierung gefordert. Nach Angaben der Organisatoren sollte die Demonstration auch für Solidarität zwischen den Volksgruppen der Flamen und Wallonen werben.
Polizeiangaben zufolge beteiligten sich
Den belgischen Parteien ist es seit der Parlamentswahl im Juni vergangenen Jahres nicht gelungen, eine Koalition zu bilden. Auch an einer Verfassungsreform, die den sechs Millionen Flamen und 4,5 Millionen Wallonen mehr Autonomie einräumen sollte, sind die Politiker bislang gescheitert. Einige Beobachter befürchten nun die Spaltung des Landes. Derzeit verhandelt die nationalistische Partei N-VA des Flamen Bart De Wever mit der sozialistischen Partei PS aus Wallonien. Bis zur Bildung einer neuen Koalition führt Ministerpräsident Yves Leterme kommissarisch die Regierungsgeschäfte.
Bei dem Protestmarsch, der mit einer Kampagne im sozialen Online-Netzwerk Facebook ins Leben gerufen worden war, zeigten die Demonstranten Transparente mit der Aufschrift «Teilung? Nicht in unserem Namen» und «Weniger Blabla - mehr Ergebnisse». Viele trugen Regenschirme, Schals sowie Hüte in den Nationalfarben und skandierten: «Was wir wollen? Wir wollen eine Regierung.»
Schon im November 2007 waren
(dapd)






















