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Neonazi-Terror
16. November 2012 18:57; Akt: 16.11.2012 19:02 Print
Zschäpe war NSU-Drahtzieherin
Die Terrorzelle NSU wird des Mordes an zehn Ausländern beschuldigt. Beate Zschäpe, die einzige Überlebende der Gruppe, ist gemäss der Anklageschrift weit mehr als nur eine Mitläuferin.
Die Neonazi-Terrorzelle NSU soll weitere potenzielle Tatorte für Nagelbombenattentate nach dem Muster des Kölner Anschlags ausgekundschaftet haben. Das geht nach Informationen der Zeitung «Die Welt» (Samstagausgabe) aus der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft hervor. Im Brandschutt der Zwickauer NSU-Wohnung seien demnach zwei Ausdrucke sichergestellt worden - der eine zu einer ausgespähten Gaststätte in Nürnberg und der andere zu einem Wohngebiet in Dortmund.
Laut «Welt» zeichnet die Bundesanwaltschaft in der Anklageschrift ein neues Bild der mutmasslichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe, wobei diese als Drahtzieherin des Terrors der Neonazi-Gruppe angesehen werde. Zschäpe soll demnach einen bestimmenden Einfluss auf ihre beiden Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gehabt haben. Zschäpe wird in der Anklage vorgeworfen, den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) mitgegründet und an den zehn Morden der rechtsextremen Gruppierung als Mittäterin beteiligt gewesen zu sein.
(dapd)

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