Drogenboss verhaftet

05. September 2012 11:55; Akt: 05.09.2012 12:45 Print

«El Gordo» in Mexiko geschnappt

Erfolg für die mexikanische Armee im Kampf gegen die Drogenkartelle. Mario Cárdenas Guillén wurde von einer Spezialeinheit verhaftet. Er war der Kopf des mächtigen Golfkartells.

Die mexikanische Regierung präsentiert den verhafteten Drogenboss. (Video: YouTube/gobiernofederal)
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Die mexikanischen Streitkräfte haben einen der Anführer des berüchtigten Golfkartells gefasst. Der Drogenboss Mario Cárdenas Guillén, bekannt als «El Gordo», sei am Dienstag in der nordmexikanischen Stadt Altamira von Marineinfanteristen festgenommen worden, sagte ein Sprecher der mexikanischen Marine, José Luis Vergara. Mario Cárdenas trug bei seiner Verhaftung eine kleine Anzahl Waffen, Kokain, Geld und Handys auf sich.

Die Familie Cárdenas Guillén hat seit Jahren die Geschicke des Golfkartells gelenkt. Marios Bruder Osiel führte es an, bis er 2003 festgenommen wurde. Vier Jahre später wurde er in die USA ausgeliefert und dort zu 25 Jahren Haft verurteilt. 2010 wurde ein weiterer Bruder und Kartellchef, Antonio Ezequiel Cárdenas Guillén, von Soldaten getötet.

«Zetas» auf dem Vormarsch

Nach seinem Tod sei das Golfkartell in zwei Teile gespalten worden, sagte Marine-Sprecher Vergara. Einer sei vom jetzt festgenommenen dritten Bruder geleitet worden, dem zweiten steht Jorge Eduardo Costilla («4 El Coss») vor, der ebenfalls seit Jahren zur Führungsebene des Kartells gehört.

Das mexikanische Golfkartell liegt seit längerer Zeit in Konflikt mit den «Zetas», die einst als ihr bewaffneter Flügel fungierten. Laut Berichten haben die «Zetas» mittlerweile die Oberhand über das Golfkartell erlangt. Cárdenas’ Festnahme dürfte nun zu erneuten Kämpfen um die Macht im Kartell führen.

Seit die US-Geheimdienste den mexikanischen Behörden Hilfe leisten in der Verfolgung der mächtigen Drogenbosse, sind bereits mehrere von ihnen der Polizei und Armee ins Netz gegangen. Der mächtigste, Milliardär Joaqiun «Chapo» Guzman, ist aber immer noch auf der Flucht.

(aeg/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • execute am 05.09.2012 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Simpel

    Würde der Sozialen Ungerechtigkeit in Mexiko ein Riegel vorgeschoben und den einfachen Leuten ermöglicht "legale" Arbeit,die gerecht bezahlt wird,nachzugehen. Ginge der Einfluss der Kartelle auch zurück, dazu müssten im selben Atemzug die USA, Waffenexporte & grössere Geld/Werttransfers nach Mexiko strikte kontrollieren und verbieten, solang die USA einer der grössten Drogenabnehmer ist wird sich nicht viel ändern. Drogen in Mexiko 1000 USD in den USA 1oooo USD traurig aber wahr.

  • Hector, G am 05.09.2012 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Hört nie auf solange...

    Es einen gut geölten Wirtschaftskreislaufe zwischen Mexiko und den USA gibt. Waffen gehen von den USA nach Mexiko und die Drogen von Mexiko zum grössten Abnehmer in die USA.

  • M.Schmid am 05.09.2012 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mexico

    Und schon haben sie einen Neuen Boss an der Macht.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • execute am 05.09.2012 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Simpel

    Würde der Sozialen Ungerechtigkeit in Mexiko ein Riegel vorgeschoben und den einfachen Leuten ermöglicht "legale" Arbeit,die gerecht bezahlt wird,nachzugehen. Ginge der Einfluss der Kartelle auch zurück, dazu müssten im selben Atemzug die USA, Waffenexporte & grössere Geld/Werttransfers nach Mexiko strikte kontrollieren und verbieten, solang die USA einer der grössten Drogenabnehmer ist wird sich nicht viel ändern. Drogen in Mexiko 1000 USD in den USA 1oooo USD traurig aber wahr.

  • Hector, G am 05.09.2012 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Hört nie auf solange...

    Es einen gut geölten Wirtschaftskreislaufe zwischen Mexiko und den USA gibt. Waffen gehen von den USA nach Mexiko und die Drogen von Mexiko zum grössten Abnehmer in die USA.

  • Beobachter am 05.09.2012 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Überlegen und dann schreiben

    Die Regierung in Mexico ist keineswegs se korrupt, sonst wären solche Verhaftungen nicht möglich. Es gibt offenbar einzelne Elemente die korrupt sind, doch die Erfahrung lehrt uns, dass Auswüchse dieser Art in jeder Regierung möglich sind, auch in der Schweiz und anderswo. Mexico besteht nicht aus Drogenkartellen, Mexico ist auch ein wunderbares Land, fast 50x grösser als die Schweiz, mit in der überwiegenden Mehrheit, interessanten, freundlichen und nicht korrupten Menschen. Besuchen Sie Mexico mit den fantastischen, vielfältigen Landschaften und den fast 9800 Km langen Küsten.

  • Armin Abderhalden am 05.09.2012 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Grund ist der Mega-Profit

    Das einzige Mittel gegen die Drogenmafia ist eine Drogen-Legalisierung und damit der Wegfall der riesigen Gewinnmargen. Diese Erkenntnisse haben inzwischen eine grosse Anzahl südamerikanischer Regierungschefs, jedoch nicht Nordamerika, wo die eigentliche Drogennachfrage besteht. Und solange wird es auch Drogenbarone geben. Wenn ein Kopf abgeschlagen wird, wachsen zwei andere nach.

    • Prohibition Reloaded am 05.09.2012 14:45 Report Diesen Beitrag melden

      Vermutlich fliesst der grösste Teil des

      Profits letztendlich nach Nordamerika, was erklären könnte wieso dieses sich so vehement gegen einen Legalisierung stellt. Es existiert auch eine sogenannte Atöanta Resolution; deren Inhalt lautet in etwa. Wir wollen auf keinen Fall eine Legalisierung und wenn immer möglich nicht einmal eine Diskussion üb er eine Legalisierung.

    • Machete am 05.09.2012 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      so ist es...

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  • M.Schmid am 05.09.2012 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mexico

    Und schon haben sie einen Neuen Boss an der Macht.

    • bonos am 05.09.2012 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      Genau, und unterstützt von weiten Teilen der korrupten Regierung.

    einklappen einklappen