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Gingrich vs Romney
20. Dezember 2011 23:54; Akt: 21.12.2011 10:29 Print
Jetzt wird auf den Mann gespielt
Die Vorwahlen der Republikaner werden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der bisherige Favorit Newt Gingrich büsst an Popularität ein und Mitbewerber Mitt Romney lanciert millionenschwere Kampagnen gegen ihn.
Die US-Republikaner tun sich schwer damit, einen valablen Herausforderer für Barack Obama zu finden.
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Gingrichs Comeback: Ein «Held» mit vielen Fehlern
Zwei Wochen vor den ersten Vorwahlen zur Nominierung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten in den USA gerät der bislang aussichtsreichste Bewerber Newt Gingrich zunehmend unter Druck. Anhänger seines Konkurrenten Mitt Romney schalteten in den vergangenen Tagen Anzeigen im Wert von über einer Million Dollar, in denen der ehemalige Präsident des US-Repräsentantenhauses Gingrich als kühler Politprofi dargestellt wird.
In seinen Augen sei dies kontraproduktiv, gab sich Gingrich gegenüber CNN gelassen. Er werde in den nächsten Tagen auch eine neue Werbung schalten - aber keine, die den Gegner fertigmachen soll. «Meine Frau Callista und ich wünschen allen fröhliche Weihnachten», sagte Gingrich. Das negative Gerede des Romney-Lagers passe nicht zum «Geist der Festtage».
«Obama will Gingrich»
Romneys Wahlkampfhelfer beliessen es aber nicht bloss bei Fernsehspots. Sie verteilten in Iowa auch Flyer. Sie zeigen Präsident Barack Obama, der sich über eine Zeitungs-Schlagzeile freut: «Newt wins Iowa». Die Erklärung aus dem Lager Romneys: Obama wisse, dass Gingrich derjenige sei, den er besiegen könne. Deshalb gelte es, diesen Zweikampf zu verhindern und stattdessen Romney für die Republikaner ins Rennen zu schicken.
Mit dem sogenannten Caucus im US-Staat Iowa beginnen am 3. Januar kommenden Jahres die Vorwahlen der Republikaner. Das Ergebnis gilt als richtungsweisend für die folgenden Abstimmungen über den Präsidentschaftskandidaten.
Zusammenrücken in Umfragen
Eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup sah die Zustimmungswerte für Gingrich unter republikanischen Wählern bei 26 Prozent. Am 8. Dezember hatte er noch bei 37 Prozent gelegen. Romneys Umfragewerte lagen fast unverändert bei 24 Prozent.
Im direkten Vergleich lagen Romney und US-Präsident Barack Obama laut einer früheren Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Meinungsforschungsinstituts GfK gleichauf. Gegen Gingrich führte Obama mit 51 zu 42 Prozent.
Glaube als Faktor
Auch Rick Perry hat noch nicht aufgegeben. Der Gouverneur von Texas möchte ebenfalls Präsident der Vereinigten Staaten werden. Er gilt als Aussenseiter, worauf er am Dienstag auch selber via Twitter anspielte. «Es gab auch viele, die sagten, Tim Tebow werde nie ein guter Quarterback in der NFL. Ich möchte der Tim Tebow der Vorwahlen in Iowa sein.» Der Footballspieler, als Sohn von Missionaren sehr gläubig, spielt bei den Denver Broncos.
Perry gilt ebenso als erzkonservativ. Zudem ist er der Überzeugung, kompetenter zu sein als Romney und Gingrich. In einem neuen Werbespot greift er das Duo frontal an.
Dass Perry den Glauben in die Waagschale wirft, ist sicher kein Zufall. Denn Gingrich kann sich mittlerweile seiner konservativen Basis nicht mehr sicher sein. Wegen seiner zwei Scheidungen rief eine christliche Interessengruppe aus Iowa konservative Wähler auf, Gingrich die Unterstützung zu entziehen.
Gingrich will US-Marshals aufbieten
Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur Wahlkampffinanzierung hatte sich die Intensität der politischen Kampagnen in den USA zuletzt deutlich verschärft. Privatpersonen, Verbände und Unternehmen dürfen den Kandidaten nun Spenden in unbegrenzter Höhe zukommen lassen und so deren Wahlkampf unterstützen.
Gingrich hatte das Urteil scharf kritisiert und angekündigt, die beteiligten Richter notfalls zwangsweise von US-Marshals vorführen zu lassen, sollten sie einer Ladung vor den Kongress nicht folgen. Romney sprach sich im Fernsehsender Fox gegen einen solchen Schritt aus. Die Justizvollzugsbehörden gegen Richter einzusetzen sei weder verfassungsgemäss noch praktikabel.
(rme/dapd)
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Alle 8 Kommentare
























Keine Ron Paul Erwähnung im Artikel?
Vermisse die Erwähnung von Ron Paul in dem Artikel. Nicht nur in IOWA sondern auch in vielen anderen Staaten ist Ron Paul immer in den Top 5 Plätzen gewesen. Damit dürfte er über mehr Stimmen verfügen als alle anderen Kandidaten. Die Berichterstattung ist dadurch schon etwas fragwürdig, wenn der aussichtsreichste Kandidat einfach ausgelassen wird. Ron Paul hat sehr gute Chancen der nächste Präsident der USA zu werden.
Ron Paul 2012
Ein toller Kandidat und sehr ernstzunehmen!
Ron Paul momentan am aufsteigen
Ron Paul liegt in Iowa in den beiden neusten Umfragen auf Platz 1 - knapp vor Romney und 10 Prozente vor Gingrich. Im 2. Vorwahlstaat New Hampshire liegt er hinter Romney und vor Gingrich auf Platz 2. New H. ist Romney-Land und somit kein Wunder, dass Mitt vorne liegt. Gingrich ist zurückgefallen und wird noch mehr fallen, genau so wie Bachmann, Perry und Cain. Ron Paul wird in den Vorwahlen ausgezeichnet abschliessen und sie evtl. sogar gewinnen.
hoffen wirs
dass er gewinnt. ein kühler kopf, überlegt, sachlich und mit geradezu tollen ansichten für einen republikaner