Moderne Schlachtfelder

10. Februar 2012 11:36; Akt: 10.02.2012 12:23 Print

US-Soldatinnen ab jetzt auch an der FrontUS-Soldatinnen ab jetzt auch an der Front

Die rund 200 000 US-Soldatinnen, die bisher offiziell nicht in Kriegen kämpfen durften, können jetzt auch ins Kampfgeschehen eingreifen - mit wenigen Ausnahmen, wie das US-Militär bekannt gab.

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Soldatin in Irak: Ab jetzt könnte sie auch an die Front. (Bild: Keystone)

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Im US-Militär dürfen Soldatinnen nun auch regulär in kämpfenden Einheiten dienen. Das US-Militär erweiterte die Einsatzmöglichkeiten für Frauen in seinen Reihen entsprechend, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Damit können sich Frauen auf etwa 14 000 Stellen im Militär bewerben, die ihnen bislang verwehrt blieben. Grundlage der veränderten Regeln seien die neuen Ansätze, Kriege zu führen. Aktiv dienen in den US-Streitkräften rund 200 000 Soldatinnen und 1,2 Millionen Soldaten.

Soldatinnen war der Einsatz an der Front bisher offiziell verboten. Jetzt ist er zumindest mit Einschränkungen denkbar. Tatsächlich dienen US-Soldatinnen aber schon seit längerem an der Seite ihrer Kameraden in kämpfenden Einheiten.

Positionen wie Sanitäter oder Aufklärer hatten sie schon seit längerem inne. Doch durften sie ihre Tätigkeit nicht direkt im Kampfgeschehen ausführen. Diese Regel diente dazu, Frauen hinter der Front zu stationieren und aus Gefechten herauszuhalten.

Einige Ausnahmen bleiben

Moderne Schlachtfelder hätten «keine klaren Frontlinien und sichere Rückzugsbereiche, Operationen zur Unterstützung des Gefechts sind über Kampfgebiete zerstreut», hiess es in der Mitteilung des Pentagons. Diese Faktoren hätten es zuletzt schon in Afghanistan und Irak schwieriger gemacht, die geltenden Regeln umzusetzen.

Nach «über zehn Jahren Krieg, in denen sich Frauen als unentbehrlich erwiesen haben», sei das Verteidigungsministerium zu der Entscheidung gekommen, ihnen mehr Einsatzmöglichkeiten zu bieten, sagte Vee Penrod, Personalverantwortliche im Pentagon.

Frauen dürfen aber auch künftig nicht in der Infanterie, Artillerie oder in Spezialeinheiten dienen. Doch prinzipiell sei nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft noch weitere Positionen für Frauen geöffnet werden, sagte Pentagon-Sprecher George Little.

(sda)

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  • Peter Mayer am 10.02.2012 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Menschenleben verheizen

    Die USA verheizen sinnlos Menschenleben. Offenbar finden sich nicht mehr genügend "dumme" Männer, die da mitmachen, jetzt dehnt man es halt auf Frauen aus. Mit den gängigen Ködern "in der Welt rumkommen", "Stipendium" etc. werden die Militäranwerber leider auch wieder Erfolg haben.

  • Thomas am 10.02.2012 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen haben nichts verloren im Krieg

    Frauen haben nichts in der Infanterie verloren, wie sollte sie es auch nur schaffen einen verwundeten Kameraden zu bergen? Es hat schon seine Gründe warum Frauen nicht an der Front sind.

    • Leon am 10.02.2012 18:41 Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      Eine Frau kann problemlos einen Kameraden bergen, deshalb sind sie ja bereits als Sanitäterinnen im Einsatz. Das sind keine Püppchen, die sind trainiert und kräftig genug (kann jede Krankenschwester übrigens auch!). Du hättest den Artikel erstmal lesen sollen. Der Grund weshalb sie nicht offiziell aktiv an Kampfhandlungen teilnehmen ist ein ganz banaler. Wird eine Frau gefangen genommen, ist die Gefahr extrem hoch, dass sie sexuell missbraucht wird. Das wird vom Volk nicht mitgetragen, deshalb sind sie an vorderster Front nicht dabei oder waren es zumindest nicht. So einfach ist das begründet.

    • Ricardo Granda am 10.02.2012 22:22 Report Diesen Beitrag melden

      @ Thomas

      Haben Sie vielleicht mal daran gedacht, dass mehrere Frauen oder Frauen und Männer zusammen Verletzte borgen können? Vielleicht stellen Sie sich auch nur ein Fronteinsatz wie in den Filmen vor.

    • Thomas Cook am 11.02.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch...

      Sie liegen hinter der Realitäts- und Lernkurve bezüglich Frauen zurück...haben die Frauen doch schon x mal bewiesen, dass sie unter Gefechtsbedingungen ihre männlichen Kameraden retten konnten. Im echten Krieg und nicht in der Sani Übung der "besten Armee der Welt". Die Frauen bei den Marines und anderen Einheiten haben auch schon lange inoffiziell an Gefechten teilgenommen, weil z.B. Aufklärer per se im Kampfgebiet sind und die Frauen mit den Männern im gleichen Fahrzeug sitzen. Es gibt keine Reklamationen der Männer mit denen sie Dienst tun. Sie werden geschätzt.

    • mir egal am 11.02.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

      hä?!?

      ich bin 1.66 klein und knapp 60kg schwer und kann trotzdem einen 77kg schweren mann tragen(wir mussten 'rennen'). also wo liegt das problem?

    einklappen einklappen
  • Sam B am 10.02.2012 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Grund warum Frauen geschuetzt

    Ich glaube vor 1-2 Jahren gab es hier mal einen Artikel darueber warum Frauen im US Militaer geschuetzt werden. Der Grund ist, dass Bilder von toten oder verstuemmelten Frauen in der Gesellschaft als viel schlimmer als solche von Maenner angesehen werden. Da man nicht die Gefahr von solchen Bildern eingehen will, haelt man die Frauen zurueck. Hat nichts mit den Faehigkeiten von Frauen zu tun. Ich glaube das US Militaer trainiert diese schon gut genug, dass sie meistens auch mit den Maennern mithalten koennen.