Nordkorea fühlt sich bedroht

03. November 2017 04:26; Akt: 03.11.2017 08:08 Print

US-Bomber fliegen über Südkorea

Inmitten der Spannungen mit Nordkorea haben die USA mit Südkorea und Japan eine gemeinsame Luftwaffenübung abgehalten.

Führt zu weiteren Spannungen: Die Militärübung in Südkorea. (Video: Tamedia/Reuters)
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US-Bomber vom Typ B-1B überflogen am Donnerstag Südkorea, wie die US-Luftwaffe mitteilte. Die Flüge der überschallschnellen, strategischen Langstreckenbomber erzürnen Pyongyang regelmässig. Nordkorea betrachtet die Übungsflüge als Drohung.

Zwei der US-Bomber starteten am Donnerstag vom Luftwaffenstützpunkt auf Guam, in der Luft stiessen japanische Kampfjets hinzu. Über dem Gelben Meer schlossen sich ihnen dann japanische Kampfflugzeuge an, wie die Luftwaffe erklärte. Die Übung sei Teil einer Mission «ständiger Bomberpräsenz» im Pazifik und keine Reaktion auf ein aktuelles Ereignis gewesen, hiess es weiter.

Nordkorea auf Terrorliste

Die Spannungen zwischen Washington und Pyongyang hatten sich in den vergangenen Monaten massiv verschärft. Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Zudem hatte Pyongyang in den vergangenen Wochen mehrfach Mittelstreckenraketen getestet. In zwei Fällen feuerte Pyongyang Raketen über Japan hinweg in den Pazifik.

US-Bomber über Südkorea

Im Zusammenhang mit dem Konflikt könnten die USA Nordkorea zudem erneut als Förderer von Terrorismus bezeichnen. Die Aufführung auf einer bestimmten Liste werde derzeit erwogen, sagte Trumps Sicherheitsberater, Herbert Raymond McMaster, am Donnerstagabend in Washington. Darauf stehen bisher Iran, Sudan und Syrien. Am Freitag wird Trump seine Asienreise nach Japan, Südkorea, China, Vietnam und auf die Philippinen beginnen.

«Er kann die Sprache benutzen, die er will»

Mit Blick auf Nordkorea sagte McMaster, es sei deutlich als Terrorakt zu verstehen, wenn ein Regime jemanden mit Nervengift an einem öffentlichen Flughafen töten lassen. Damit spielte er auf Machthaber Kim Jong Uns Halbbruder Kim Jong Nam an, der Anfang des Jahres ums Leben kam. Nordkorea wieder auf die Liste der Förderer von Terrorismus zu nehmen, komme daher in Frage.

Angesichts der jüngst scharfen Rhetorik zwischen den USA und Nordkorea betonte McMaster zudem, der Präsident dürfe sich auf einer Asienreise frei äussern. «Er kann die Sprache benutzen, die er will», sagte der Sicherheitsberater. «Das war eine der besten Bestätigungen für unsere Verbündeten, Partner und andere in der Region, die unter dem Druck des Regimes stehen.» Die nukleare Abrüstung auf der Koreanischen Halbinsel sei das einzig plausible Ergebnis aller Verhandlungen. McMaster forderte besonders China auf, bei der Umsetzung dieses Ziels zu helfen.

(roy/ap/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sensemann am 03.11.2017 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    Pjöngington

    Und wann kommen eigentlich die USA endlich auf die Liste der Terrorstaaten?

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  • Pedros am 03.11.2017 06:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trotzen

    Die USA benehmen sich wie ein trotziges Kleinkind. Ganz offensichtlich wird ein Krieg provoziert, und zwar nicht von Nordkorea.

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  • Markus am 03.11.2017 05:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kimd Raketen anschiessen

    Kim testet laufend Raketen, meistens in Richtung Japan. Weshalb schiesst man ihm nicht einfach seine Raketen ab? So wäre der Nutzen der Tests stark eingeschränkt, weil er nicht wüsste, wie weit sie tatsächlich kommen! Zudem weiss man ja nie, ob die Raketen nuklear bestückt sind.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Scheuert am 04.11.2017 01:15 Report Diesen Beitrag melden

    Seitdem wir im Zürisee, und Bodensee...

    Flugzeugträger haben, fühle ich mich wesentlich sicherer. Danke Ueli.

  • Nostradamus am 03.11.2017 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Und es geht immer weiter, wir werden uns noch wundern! Bald ist Lichterlöschen!

    • Sarkasmus am 04.11.2017 01:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Nostradamus

      Kein Problem für mich, habe immer eine Taschenlampe dabei!

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  • pedro am 03.11.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht zu weit

    Die USA gehen zu weit. in dieser Situation immer die Provokationen aber sich dann wissen wenn er eine Rakete testet . bei dieser Bedrohung muss er ja testen

    • Kleine am 03.11.2017 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pedro

      Von mir aus wäre es besser sie würden in Ihrem Land für Sicherheit sorgen oder was für ein Profit würde ihnen versprochen?

    • socom am 03.11.2017 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pedro

      war zuerst das huhn oder das ei?

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  • USA.USA am 03.11.2017 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Kim kommt dran

    Nachdem wir Sadam losgeworden sind ist kleiner, runder Kim dran. Obs euch passt oder nicht spielt keine Rolle, die Schweizer sollten sich auf Ihrer Neutralitaet beruhen und sich da raushalten. Eure Meinung dazu interessiert uns sehr wenig...

    • Marsimoto am 03.11.2017 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      @USA USA

      Wenn Trump klug ist, wartet er aber noch ab...das beste für ihn wäre wenn der Krieg 2019/2020 starten würde, denn genau dann kommt die Wiederwahl! Und da noch kein Präsident abgewählt wurde der im Wiederwahljahr einen Krieg hatte, wäre das zumindest die Logische Folgerung! Jetzt Spannungen aufbauen, damit man in 2 Jahren mit dem Krieg starten kann...

    • S. K. am 03.11.2017 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @USA.USA

      Da wir in der uno sind sind wir absolut nicht neutral. Und sie wissen ja, dass ein uno mitglied gelogen hat, um den sadam zu stürzen. Pfui

    • Kleine am 03.11.2017 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @USA.USA

      Dann schreibe auch nicht in einem Schweizerblatt.

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  • kate james am 03.11.2017 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    liste der terrorförderer

    wie oft liessen cia und kgb mit jemanden mit mittel ermorden, welche auch unbeteiligte hätten treffen können? finden sich diese länder auf der liste der terrorismusförderer? diese listen sind nur interessant im auge des erstellers ...

    • Marsimoto am 03.11.2017 14:22 Report Diesen Beitrag melden

      @ kate james

      Auch Martin Luther King oder Nelson Mandela waren schon auf solchen Listen...

    • Unter Scheider am 03.11.2017 21:07 Report Diesen Beitrag melden

      Mit einem kleinen Unterschied

      Sie redeten und zeuselten nicht mit Atombomben!

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