«Transitzonen»

07. März 2017 11:10; Akt: 07.03.2017 11:22 Print

Ungarn will Flüchtlinge in Lagern internieren

Das ungarische Parlament hat am Dienstag für die Festsetzung aller Flüchtlinge im Land gestimmt. Die Flüchtlinge sollen künftig in «Transitzonen» festgehalten werden.

storybild

Einsperren bis die Asylanträge durch sind: Errichtung eines ungarischen Grenzzauns im Oktober 2016. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Abgeordneten des ungarischen Parlaments haben am Dienstag für die Festsetzung aller Flüchtlinge im Land gestimmt. Die Massnahme wurde von einer breiten Mehrheit der Abgeordneten in Budapest verabschiedet.

Die Flüchtlinge sollen demnach künftig in «Transitzonen» in Grenznähe festgehalten werden, bis über ihr Asylverfahren endgültig entschieden wurde. 138 Abgeordnete stimmten für das Vorhaben, bei sechs Nein-Stimmen und 22 Enthaltungen.

Ungarn schottet sich ab

Der Entscheid gilt sowohl für neu ankommenden Flüchtlinge wie auch für Asylbewerber, die sich bereits in Ungarn aufhalten. Im Jahr 2013 hatte Ungarn auf Druck der EU noch auf ein systematisches Festhalten von Flüchtlingen verzichtet.

In Ungarn hatten im vergangenen Jahr 29'432 Personen ein Asylgesuch gestellt. 425 erhielten Asyl im osteuropäischen Land. Seit Anfang Jahr wurde in Ungarn die Ankunft von 345 Flüchtlingen registriert. Das Land hatte sich 2015 gegen den damals über den Balkan kommenden Flüchtlingsstrom abgeschottet.

(jdr/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rösli Köhl am 07.03.2017 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Von den Ungarn lernen....

    heisst siegen lernen. Warum haben wir nicht solche weitsichtige Politiker wie die Ungarn. Ein grosses Dankeschön an die Ungarn für den Bau des Zaunes zum Schutze Europas!

    einklappen einklappen
  • Mandala am 07.03.2017 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Europa ist kein Eldorado....

    Hoffentlich werden die zahlreiche Wirtschaftsflüchtlinge merken dass es sich wirklich nicht lohnt nach Europa zu kommen

    einklappen einklappen
  • Seher am 07.03.2017 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ign ign ..

    Ich bin weiss Gott kein "Rechter".. aber solche Einrichtungen sind die EINZIG vernünftige Methode das Asyl-Problem, und besonders die Ausschaffung nach negativem Asylentscheid in den Griff zu bekommen. Bravo den Ungaren.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bese am 08.03.2017 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na so was

    Es gab damals Leute die sind aus Südtirol nach in den grossen Reich gegangen zum Arbeiten. Dort hat Adolf den DE pass gegeben. Weiter nach Innsbruck geflüchtet und als Deutsche waren erst 10 Jahre ins Lager dann müssten sie für die Österreichisches Pass bezahlen. Wohl verstehen Österreicher aus Südtirol. Das gab auch mal damals.

  • Paolo am 07.03.2017 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Vielen Dank, Ungarn! Wir sollten uns unbedingt an Ungarn orientieren!

  • Betreu Soldat am 07.03.2017 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Militär hatte früher diese Aufgabe!

    Noch in den 90er Hahren gab es in der Schweizer Armee Betreu Kompanien. Wir hatten die Aufgabe, Intetnierte und Flüchtlinge in speziellen Lager zu betreuen. Sooo schlecht war die Idee damals gar nicht. Mit der Armeereform hat man die BetreuKp abgeschafft. Nun hat man keine Lösung...

  • Monika am 07.03.2017 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Ungarn

    Schlau von den Ungarn.Hier in der Schweiz wird der Asylsuchende vergöttert und Einheimischen klar bevorzugt.Das wird hier in der Schweiz bald Eskalieren.

  • René B. am 07.03.2017 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    haben wir nicht auch so eine intelligente Regierung wie Ungarn.