Zu niedrige Gebote

28. September 2012 00:27; Akt: 28.09.2012 01:40 Print

Niemand will die Goebbels-Liebesbriefe

Ein US-Auktionshaus hat für Schriften von Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels keinen Käufer gefunden. Der Schätzpreis von mehr als 200'000 Dollar wurde nicht erreicht.

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Das Auktionshaus Alexander Historical Auctions im US-Staat Connecticut brachte die Sammlung eines privaten Besitzers zur Auktion, die neben Liebesbriefen Schriften aus der Jugend des 1897 geborenen Goebbels' bis kurz vor seinem Eintritt in die NSDAP im Jahr 1924 umfasst.

Proteste von Holocaust-Überlebenden

Ein Interessent aus Übersee habe telefonisch ein Gebot für die Liebesbriefe und Dokumente abgegeben, das allerdings zu niedrig gewesen sei, sagte der Präsident des Auktionshauses, Bill Panagopulos. Der Besitzer zog daraufhin zurück. Die Schriftstücke würden jedoch weiter zum Verkauf angeboten, womöglich mit Absprache des Besitzers zu einem niedrigeren Preis, sagte Panagopulos.

Die geplante Versteigerung hatte vor allem bei Holocaust-Überlebenden scharfe Kritik hervorgerufen. So warfen sie dem Aktionshaus vor, Profit mit Nazi-Memorabilia zu machen.

(dapd)