Hillary Clinton ist zurück

12. September 2017 13:50; Akt: 12.09.2017 14:15 Print

«Ich werde nicht still sein»

Vor zehn Monaten musste sie sich gegen Donald Trump geschlagen geben. Jetzt meldet sich Hillary Clinton mit einem Buch zurück und macht ihrem Ärger Luft.

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Comeback: In den USA stieg Hillary Clintons Buch auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste ein. (Bild: Keystone)

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Hillary Clinton macht ihrem Ärger über den verlorenen Wahlkampf in einem Buch Luft. Ihr Werk «What Happened» (deutsch: «Was geschehen ist») ist am Dienstag auf Englisch erschienen. In den USA stieg das Buch auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste.

«Ich denke, das Land ist in Gefahr, und ich versuche, Alarm zu schlagen, so dass mehr Menschen zumindest Notiz nehmen», sagte Clinton im US-Rundfunk NPR über ihre Motivation, das Buch zu schreiben. Zu Präsident Donald Trump sagte sie: «Ich denke, er versteht nicht einmal ansatzweise die strategische Gesamtlage in der Welt und was wir tun müssen, um uns vorzubereiten – deshalb werde ich nicht still sein.»

Die Schuld für ihre Niederlage sieht Clinton nicht nur bei sich selbst. Sie «schultert die Vorwürfe früh und oft in ihrem Buch», schrieb die Zeitung «Chicago Tribune». Zugleich machte sie aber auch Frauenfeindlichkeit und aus ihrer Sicht unbegründete Vorwürfe in der E-Mail-Affäre für die Niederlage verantwortlich.

«Schwarzhumorige Beschreibung»

Das Buch sei eine «aufrichtige und schwarzhumorige» Beschreibung ihres Gemütszustands direkt nach der Niederlage gegen Donald Trump, schrieb die «New York Times». Clinton bewege sich «zwischen Bereuen und gerechtem Ärger, manchmal in einem Absatz», vermerkte die «Washington Post».

Clinton schreibt auch über ihren parteiinternen Rivalen Bernie Sanders. An ihm habe sie verrückt gemacht, dass er es stets geschafft habe, ihre Vorschläge mit etwas Grösserem und weniger Greifbarem zu übertreffen, heisst es der «New York Times» zufolge.

Den Schlussteil ihres Buches widmet Clinton Russland, das aus ihrer Sicht das Ergebnis der Wahl beeinflusst hat. «Jetzt, da die Russen uns infiziert und gesehen haben, wie schwach unsere Verteidigung ist, werden sie das ausnutzen», zitierte sie die «Chicago Tribune». «Ihr ultimatives Ziel ist, die westliche Demokratie zu unterwandern, vielleicht sogar zu zerstören.»

(kfi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred am 12.09.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Trump Fan....

    ...... aber die Realität ist, dass Sie trotz Trump nicht gewählt wurde.

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  • Stiller Beobachter am 12.09.2017 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Frau als Präsident nicht dagegen

    aber Hilary Clinton soll sich geschlagen geben. Vor acht Jahren gegen Obama, letztes Jahr gegen Trump. Alles andere ist noch mehr ungläubige Tatsachen was diese Frau anstellt.

  • Adrian am 12.09.2017 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich kommt das Buch nicht...

    ...auch noch auf Deutsch. Das würde der Ladenhüter schlechthin...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 15.09.2017 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Clinton die Schnecke..

    sollte sie lieber verstecken. Sie hat das US-Volk mit Egoismus total im Stich gelassen.

  • Spiritualist am 13.09.2017 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump vs. Clinton(s)

    Frau Clinton hatte 'zuviel Dreck am Stecken'. Sie war schlicht und einfach nicht wählbar, und hat der Welt indirekt Präsident Trump beschert. Also besser leisere Töne spucken H. Clinton!

    • Jeff am 14.09.2017 19:44 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz genau. Clinton

      war absolut unwählbar mit ihren Vorgeschichten, ihrem Mann, und der Stiftung, Algerien etc... Jeder andere Demokrat hätte praktisch im Schlaf gewonnen. Die Demokraten sind selber Schuld so eine überhaupt aufzustellen.... sie ist machtsüchtig, wieso muss sie noch ein Buch rausgeben? Das verschlimmert noch alles, sie will im Mittelpunkt sein, doch ihre Zeit ist abgelaufen.... aber sie merkts immernoch nicht.

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  • shutup am 13.09.2017 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Sie kann einfach nicht verlieren...

    ... und andere oder die einfachen Amerikaner verstehen schon gar nicht. Sie ist so weit abgehoben und egozentrisch-arrogant, dass sie einfach nicht weiss, wann es genug ist und man ruhig sein sollte. Das Ganze klingt sowas von nach ich bin allein seelig machend und allwissend, dass es schon anrüchig ist.

  • Floridafan am 13.09.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie tut alles was Geld bringt

    Das zeugt nicht von Stärke.

  • Magyar Helvetia am 13.09.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mach Platz für Bernie!

    Hillary SOLLTE endlich mal still sein, immerhin ist sie einer der wesentlichen Gründe dafür, dass Trump überhaupt gewählt wurde...