Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Wirbel um Interview
06. Februar 2012 12:52; Akt: 06.02.2012 12:52 Print
Merkozy treten gemeinsam im Fernsehen auf
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hilft ihrem französischen Amtskollegen. Sie gibt gemeinsam mit Nicolas Sarkozy ein Interview im französischen TV. Das sorgt für Ärger bei den Sozialisten.

Treffen sich in Paris und im französischen TV: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy. (Bild: Keystone)
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Montag vom französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in Paris empfangen worden. Nach der Begrüssung bei eisigen Temperaturen im Hof des Élysée-Palastes zogen sich die beiden zu Gesprächen über die europäische Schuldenkrise und über eine Annäherung bei der Unternehmensbesteuerung zurück. An den Beratungen nahmen jeweils neun Minister aus dem deutschen und dem französischen Kabinett teil.
Bildstrecken Merkozy - Europas Traumpaar Von Brandtidou bis MerkozyMerkozy - Das Euro-Traumpaar ist endlich wieder vereintDas Treffen steht einerseits unter dem Eindruck der festgefahrenen Griechenland-Krise. Die Verhandlungen über ein zweites Rettungspaket sind ins Stocken geraten, weil die Europartner zunächst von Athen die Umsetzung bereits versprochener Sparbemühungen sowie weiterer Strukturreformen verlangen. Es wurde erwartet, dass Merkel und Sarkozy weiter Druck auf ihren griechischen Kollegen Lukas Papademos machen würden.
Hand in Hand!
Für Aufregung sorgt in Frankreich aber vor allem, dass die Kanzlerin am Montag erstmals ein gemeinsames Fernsehinterview mit Sarkozy geben wollte. Das gilt in Paris als umstrittene Wahlkampfhilfe für Sarkozy, der im Mai für eine zweite Amtszeit in den Élysée gewählt werden möchte. «Merkel und Sarkozy Hand in Hand», titelte die regierungsnahe französische Zeitung «Le Figaro». «Das ist kein Zufall», wurde ein enger Berater des Staatschefs zitiert.
Bei Sarkozys sozialistischem Herausforderer Francois Hollande sorgt die Schützenhilfe aus Berlin für Verstimmung. Dessen Wahlkampfleiter warnte Merkel schon vor einer Belastungen der künftigen Arbeitsbeziehungen, wenn der hoch favorisierte Hollande im Mai zum Staatschef gewählt werden sollte.
Westerwelle mahnt Merkel
Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtete am Wochenende, wegen Merkels Positionierung für Sarkozy liege derzeit eine Anfrage von Hollande für einen Besuch im Kanzleramt auf Eis. Merkel habe sich zwar noch nicht endgültig entschieden, hiess es weiter in dem Bericht. Ihre Leute suchten derzeit aber nach einem Grund, mit dem sie das Begehren Hollandes ablehnen könnten, ohne allzu viel aussenpolitisches Porzellan zu zerschlagen.
Auch Bundesaussenminister Guido Westerwelle mahnte seine Kanzlerin zur Zurückhaltung: Die Bundesregierung sei «keine Partei», so der FDP-Politiker. Das Interview sollte am Nachmittag ausgezeichnet und Abend vom ZDF und dem öffentlichen französischen Kanals France 2 ausgestrahlt werden.
Vizeregierungssprecher Georg Streiter erklärte in Berlin, die Bundesregierung mache natürlich keinen Wahlkampf in Frankreich. «Hier geht es um ein persönliches Engagement der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel.» Beim Treffen des Ministerrates handele es sich nicht um einen Wahlkampftermin. Was konkrete Wahlkampftermine angeht, verwies Streiter an die CDU. Er könne keine Termine nennen.
dapd/T2012020500103/to,sl
(dapd)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

























Aufwachen
mal schauen wer die Brücke schlagen kann zwischen der ESM der NWO und den vorkommnissen wie Amerika den Bach runter geht
Geht nach hinten raus...
Ich denke, das wird Sarkos Chancen auf eine Wiederwahl eher noch etwas schmälern. Die Franzosen wollen endlich die französischen Probleme gelöst haben. Da hat die Merkel nichts zu melden.
Richtig
Sehe ich genau gleich! Die Franzosen haben dieses ewige gekusche langsam satt. Wenn Hollande clever ist, wird er dies zu seinen Gunsten drehen.